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Fußball-WM heute: Baumann kehrt gegen Finnland ins Tor zurück

Deutschland-DFB-Fans vor dem Achtelfinale gegen Dänemark

WM heute: Bei der DFB-Vorbereitung auf die WM gibt es einen kleinen Rückschritt zu verkraften. Manuel Neuer wird beim letzten Test in Mainz gegen Finnland am Sonntag (20.45 Uhr, ZDF) noch nicht im Tor stehen. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich am Mittwoch in Herzogenaurach gegen einen frühen Einsatz des Bayern-Routiniers entschieden. Stattdessen bekommt Oliver Baumann das Vertrauen.

Nagelsmanns klare Worte zur Pause

Die Entscheidung fiel im Trainerteam, ist mit dem Spieler abgestimmt und gegen die persönliche Risikobereitschaft Neuers durchgesetzt worden. „Wir haben im Trainerteam entschieden, dass er am Sonntag noch nicht spielen wird, dass wir da noch Ruhe dranlassen“, erklärte Nagelsmann laut Kicker auf seiner ersten Pressekonferenz im Vorbereitungscamp. „Das war unsere Entscheidung, die haben wir ihm mitgeteilt, er war damit völlig d’accord.“

Der Hintergrund ist eine Wadenverhärtung am linken Bein. Bereits am vergangenen Samstag hatte der 40-Jährige deswegen das DFB-Pokalfinale zwischen seinem FC Bayern und dem VfB Stuttgart verpasst. Trotzdem ist Neuer von der Truppe gefühlt nicht weit weg. Mittwoch reiste der Welt-Klasse-Keeper nach Herzogenaurach an, sammelte sofort wieder Vertrautheit mit dem Trainer-Team und seinen Mitspielern.

Ein kalkuliertes Restrisiko vermeiden

Warum die Schonung trotzdem nötig ist, erklärte Nagelsmann ebenfalls offen. „Er könnte auch das Spiel machen. Wenn man ihn fragt, würde er sich immer reinstellen, so ist er“, sagte der Bundestrainer laut Kicker mit hörbarem Respekt vor der Risikobereitschaft seines Schluss-Manns. „Aber wenn du eine kleine Verhärtung hast, besteht immer ein kleines Restrisiko.“ Genau dieses Restrisiko soll vermieden werden.

Die Marschroute ist klar definiert: „In der Gruppenphase wollen wir ihn maximal fit haben.“ Sprich: Lieber jetzt ein Spiel auslassen, als später beim WM-Auftakt nicht zur Verfügung zu stehen. Eine Vorsichts-Strategie, die in der Vorbereitung Sinn ergibt – auch wenn sie die Spannung auf das eigentliche Comeback noch ein wenig verlängert.

Ob Neuer bei der Generalprobe gegen Gastgeber USA am 6. Juni in Chicago (20.30 Uhr, RTL) wieder bereitsteht, ließ Nagelsmann offen. „Wir werden sehen, wie die nächste Woche verläuft, und dann ein Update geben, wie es Richtung USA aussieht“, erklärte der Bundestrainer laut Sky.

Baumann zurück im DFB-Tor

Die Profiteur-Rolle übernimmt einer, dem es nach mehrmonatiger Wartezeit zugleich sportlich gut tut: Oliver Baumann. Der Hoffenheimer war über Monate Stamm-Keeper der DFB-Auswahl und musste durch Neuers Comeback im Mai die Degradierung zur Nummer 2 hinnehmen. Eine Personal-Entscheidung, die Nagelsmann selbst öffentlich als „Schlag“ für Baumann bezeichnet hatte.

Jetzt darf der Routinier zumindest beim Finnland-Test im ausverkauften Mainzer Bruchwegstadion zurück ins DFB-Tor. „Ich bin überzeugt, dass Baumann ein gutes Spiel macht. Dann sehen wir weiter“, erklärte Nagelsmann gegenüber Sky. Eine kleine Genugtuung für den 35-Jährigen, der seinen Stamm-Anspruch sportlich noch nie aus den Augen verloren hat. Für Baumann ist die Begegnung sogar eine echte Bewährungs-Probe – bei einer guten Leistung könnte er sich für die zweite Reihe nochmal in Stellung bringen.

124 Länderspiele – und mehr soll folgen

Mit 124 Länderspielen rangiert Neuer auf Platz fünf der ewigen DFB-Bestenliste. Sein bisher letztes Spiel im Adler-Trikot liegt fast ein Jahr zurück: das EM-Viertelfinale 2024 gegen Spanien (1:2 nach Verlängerung). Im Anschluss war der Bayern-Schlussmann zurückgetreten und gemeinsam mit Toni Kroos und Thomas Müller verabschiedet worden.

Doch die Geschichte hat sich gedreht. Nagelsmann holte den Rio-Weltmeister 2014 für die Heim-Endrunde zurück. „Ich habe ihn gut wahrgenommen“, erklärte der Bundestrainer laut Kicker zum Eintreffen Neuers in Herzogenaurach. „Er kennt ja alle. Er kennt das Trainerteam und alle Spieler. Er ist kein Neuling, sondern ein Rückkehrer – als solchen haben wir ihn in der Gruppe begrüßt.“

Havertz noch in London

Eine zweite Personalie wird derzeit ebenfalls offen gelassen: Kai Havertz. Der Arsenal-Profi steht am Samstag im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain und wird erst danach zur DFB-Auswahl stoßen. Pünktlich zum Finnland-Spiel soll er aber Teil der Mannschaft sein.

Ansonsten herrscht in Herzogenaurach laut Nagelsmann gute Stimmung. „Alle sind gut drauf und haben sofort wieder ein gutes Gefühl vermittelt“, sagte er laut Sky. Die DFB-Auswahl geht am 14. Juni gegen Curacao in Houston ins Turnier, danach folgen die Gruppen-Duelle mit der Elfenbeinküste (20. Juni in Toronto) und Ecuador (25. Juni in East Rutherford).

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Gruppe A:

Mexiko – Südafrika
Südkorea – Tschechien
Tschechien – Südafrika
Mexiko – Südkorea
Südafrika – Südkorea
Tschechien – Mexiko

Gruppe B:

Kanada – Bosnien & Herzegowina
Katar – Schweiz
Schweiz – Bosnien
Kanada – Katar
Bosnien – Katar
Schweiz – Kanada

Gruppe C:

Brasilien – Marokko
Haiti – Schottland
Schottland – Marokko
Brasilien – Haiti
Marokko – Haiti
Schottland – Brasilien

Gruppe D:

USA – Paraguay
Australien – Türkei
USA – Australien
Türkei – Paraguay
Paraguay – Australien
Türkei – USA

Gruppe E:

Deutschland – Curaçao
Elfenbeinküste – Ecuador
Deutschland – Elfenbeinküste
Ecuador – Curacao
Ecuador – Deutschland
Curacao – Elfenbeinküste

Gruppe F:

Niederlande – Japan
Schweden – Tunesien
Niederlande – Schweden
Tunesien – Japan
Japan – Schweden
Tunesien – Niederlande

Gruppe G:

Belgien – Ägypten
IR Iran – Neuseeland
Belgien – Iran
Neuseeland – Ägypten
Neuseeland – Belgien
Ägypten – Iran

Gruppe H:

Saudi-Arabien – Uruguay
Spanien – Kap Verde
Spanien – Saudi-Arabien
Uruguay – Kap Verde
Kap Verde – Saudi-Arabien
Uruguay – Spanien

Gruppe I:

Frankreich – Senegal
Irak – Norwegen
Frankreich – Irak
Norwegen – Senegal
Norwegen – Frankreich
Senegal – Irak

Gruppe J:

Argentinien – Algerien
Österreich – Jordanien
Argentinien – Österreich
Jordanien – Algerien
Algerien – Österreich
Jordanien – Argentinien

Gruppe K:

Usbekistan – Kolumbien
Portugal – Kongo
Portugal – Usbekistan
Kolumbien – Kongo
Kongo – Usbekistan
Kolumbien – Portugal

Gruppe L:

Ghana – Panama
England – Kroatien
England – Ghana
Panama – Kroatien
Kroatien – Ghana
Panama – England