Tour de France 2027 – Die wichtigsten Infos im Überblick
Die Tour de France 2027 findet vom 2. bis zum 25. Juli statt. Die 114. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt beginnt außerhalb Frankreichs: Der Grand Départ führt durch Großbritannien, wo die ersten drei Etappen in Schottland, England und Wales ausgetragen werden. Erst nach einem frühen Ruhetag setzt das Feld zum Transfer nach Frankreich über.
Titelverteidiger ist Tadej Pogačar. Der Slowene sicherte sich 2026 seinen fünften Gesamtsieg und schloss damit zum Rekord von Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain auf. Ein sechster Triumph würde ihn zum alleinigen Rekordhalter machen.
Die vollständige Route mit allen 21 Etappen stellt der Veranstalter traditionell im Herbst des Vorjahres vor. Alle Infos zu Strecke, Favoriten, Übertragung und den dazugehörigen Quoten findest du auf dieser Seite.
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Grand Départ 2027: Die Tour de France startet in Großbritannien
Zum fünften Mal in ihrer Geschichte beginnt die Tour de France der Männer auf den britischen Inseln – und erstmals überhaupt starten Männer- und Frauenrennen im selben Jahr im gleichen Gastland. Der Auftakt verteilt sich auf drei Landesteile: Schottland, England und Wales. Zuletzt war die Frankreich-Rundfahrt 2014 in Yorkshire gestartet.
Nach den drei Etappen auf der Insel folgt am 5. Juli ein früher Ruhetag, an dem die Mannschaften nach Frankreich übersetzen. Eine so frühe Pause gab es zuletzt 2022, als das Feld von Dänemark aus anreisen musste.
Die ersten drei Etappen der Tour de France 2027
| Etappe | Datum | Start – Ziel | Distanz | Art der Etappe |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Fr. 2.7. | Edinburgh – Carlisle | 184 km | Flachetappe |
| 2 | Sa. 3.7. | Keswick – Liverpool | 223 km | Hügelige Etappe |
| 3 | So. 4.7. | Welshpool – Cardiff | 223 km | Hügelige Etappe |
| Ruhetag & Transfer nach Frankreich – 5. Juli | ||||
Etappe 1: Edinburgh – Carlisle
Von der schottischen Hauptstadt geht es Richtung Süden über die Grenze nach England. Die Strecke steigt zwar bis auf gut 400 Meter an, führt dabei aber überwiegend über lange, gleichmäßige Rampen und enthält nur eine einzige Bergwertung. In Carlisle ist deshalb ein Sprintfinale wahrscheinlich – der schnellste Mann des Tages würde das erste Gelbe Trikot dieser Tour tragen.
Etappe 2: Keswick – Liverpool
Der zweite Tag ist mit 223 Kilometern der längste des Grand Départ und beginnt mitten im Lake District. Ab Lancaster wird das Profil deutlich fordernder, insgesamt stehen fünf Bergwertungen im Roadbook. Weil das Finale im Stadtgebiet von Liverpool aber wieder flach verläuft, dürften sich Ausreißer und Sprinterteams ein offenes Duell liefern. Achtung an einer Stelle: Kurz vor der Flamme Rouge geht es abschüssig zur Sache.
Etappe 3: Welshpool – Cardiff
Der walisische Tag verlangt Puncheuren und Klassementfahrern einiges ab. Nach ruhigen ersten 80 Kilometern folgen lange Anstiege wie der von Epynt (3,7 km bei 7,9 %). Ab Kilometer 125 werden die Rampen kürzer und steiler – in den Hängen eines früheren Bergbaureviers. Zwölf Kilometer vor dem Ziel wartet mit dem Anstieg von Caerffili (2 km bei 8,1 %) die letzte große Hürde, an der sich auch die Gesamtsieg-Kandidaten zeigen müssen. Das Finale führt schnell durch Cardiff, vorbei am Schloss aus dem 11. Jahrhundert und dem Principality Stadium.
Termine des Grand Départ 2027
- Dienstag, 29. Juni: Eröffnung von Akkreditierungs- und Pressezentrum in Edinburgh
- Mittwoch, 30. Juni: Teampräsentation im Schloss von Edinburgh
- Freitag, 2. Juli: 1. Etappe Edinburgh – Carlisle
- Samstag, 3. Juli: 2. Etappe Keswick – Liverpool
- Sonntag, 4. Juli: 3. Etappe Welshpool – Cardiff
- Montag, 5. Juli: Ruhetag und Transfer nach Frankreich
Rückblick: Tour de France 2026 – Sieger und alle Wertungen
Die Tour de France 2026 führte von Barcelona über 21 Etappen und 3.333 Kilometer nach Paris. Am Ende stand ein historischer Erfolg: Tadej Pogačar gewann die Frankreich-Rundfahrt zum fünften Mal und zog damit mit den Rekordsiegern Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain gleich.
Auf dem Podium in Paris standen neben dem Slowenen der Belgier Remco Evenepoel mit 6:26 Minuten Rückstand und Pogačars Teamkollege Isaac del Toro (+9:42), der zugleich das Weiße Trikot der Nachwuchswertung gewann.
Gesamtwertung Tour de France 2026 – Top 5
| Pos | Fahrer | Team | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Tadej Pogačar (SLO) | UAE Team Emirates-XRG | 73:56:26h |
| 2 | Remco Evenepoel (BEL) | Red Bull-Bora-Hansgrohe | +6:26m |
| 3 | Isaac del Toro (MEX) | UAE Team Emirates-XRG | +9:42m |
| 4 | Paul Seixas (FRA) | Decathlon-CMA CGM | +11:56m |
| 5 | Lenny Martinez (FRA) | Bahrain Victorious | +13:02m |
Die Trikotträger der Tour de France 2026
- 🟡 Gelbes Trikot (Gesamtwertung): Tadej Pogačar (Slowenien)
- 🟢 Grünes Trikot (Punktewertung): Mads Pedersen (Dänemark), 559 Punkte
- 🔴 Gepunktetes Trikot (Bergwertung): Richard Carapaz (Ecuador), 156 Punkte
- ⚪ Weißes Trikot (Nachwuchswertung): Isaac del Toro (Mexiko)
Die Teamwertung gewann Lidl-Trek vor UAE Team Emirates-XRG und Red Bull-Bora-Hansgrohe.
Deutsche Bilanz 2026
Aus deutscher Sicht verlief die Tour 2026 zwiespältig. Florian Lipowitz, als Dritter des Vorjahres mit Podiumsambitionen gestartet, stürzte im Einzelzeitfahren der 16. Etappe schwer und musste mit einem Schlüsselbeinbruch aufgeben. Besser lief es für Sprinter Max Kanter: Der Fahrer des XDS Astana Teams sammelte 289 Punkte und beendete die Punktewertung als Vierter – die beste deutsche Platzierung dieser Rundfahrt.
Tour de France 2027 Favoriten: Wer gewinnt das Gelbe Trikot?
Die Favoritenfrage für 2027 lässt sich klar beantworten: An Tadej Pogačar führt kaum ein Weg vorbei. Der Slowene gewann fünf der vergangenen sieben Austragungen und dominierte auch 2026 mit über sechs Minuten Vorsprung. Ein sechster Erfolg würde ihn zum alleinigen Rekordsieger der Tour-Geschichte machen – eine Marke, an der zuvor vier Ausnahmefahrer gescheitert sind.
Die Herausforderer
Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-Hansgrohe) kam 2026 als Zweiter dem Ziel am nächsten. Der Belgier gewann zwei Etappen, darunter das Einzelzeitfahren, und ist im Kampf gegen die Uhr eine Klasse für sich. Sein Problem bleibt das Hochgebirge – dort verlor er die entscheidenden Minuten. Wie die Strecke 2027 ausfällt, wird für seine Chancen zentral sein.
Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) hat als zweifacher Tour-Sieger weiterhin das Format, Pogačar zu schlagen. Nach einem schwierigen Verlauf 2026 wird viel davon abhängen, mit welchem Programm der Däne in die Saison geht.
Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG) fuhr 2026 als Dritter aufs Podium und gewann das Weiße Trikot. Der Mexikaner ist der interessanteste Name im Feld – solange er im selben Team wie Pogačar fährt, bleibt seine Rolle allerdings offen.
Paul Seixas (Decathlon-CMA CGM) bestätigte als Vierter die Erwartungen. Frankreich wartet seit Bernard Hinault 1985 auf einen heimischen Gesamtsieger – bei einem Grand Départ vor britischem Publikum und einem Finale in Paris wäre der junge Franzose der Publikumsliebling der Rundfahrt.
Was die Strecke entscheidet
Bislang sind nur die ersten drei Etappen in Großbritannien bekannt. Für die Favoritenfrage sind sie noch nicht entscheidend, auch wenn die walisische Etappe mit ihren steilen Rampen erste kleine Zeitunterschiede bringen dürfte. Die eigentlichen Weichen stellt der französische Teil der Route: Wie viele Bergankünfte es gibt, wie viele Kilometer im Zeitfahren gefahren werden und wo die Hochgebirgsetappen liegen. Der Veranstalter stellt die komplette Strecke traditionell im Herbst vor.
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Die Trikots der Tour de France: Wertungen im Überblick
Neben dem Kampf um den Gesamtsieg werden bei der Tour de France vier Wertungen ausgefahren, die jeweils mit einem eigenen Trikot symbolisiert werden. Zu jeder dieser Wertungen gibt es bei Tipico die dazugehörigen Quoten.
🟡 Gelbes Trikot – Gesamtwertung
Das Gelbe Trikot trägt der Fahrer mit der niedrigsten Gesamtzeit über alle 21 Etappen. Es wurde 1919 eingeführt und ist das begehrteste Trikot im Radsport. Die Zeiten aller Etappen werden addiert, hinzu kommen Zeitgutschriften für die ersten drei Fahrer im Ziel jeder Straßenetappe. Rekordsieger sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar mit je fünf Gesamtsiegen.
🟢 Grünes Trikot – Punktewertung
Das Grüne Trikot geht an den besten Sprinter der Rundfahrt. Punkte gibt es sowohl bei den Zwischensprints als auch bei den Zielankünften, wobei Flachetappen deutlich höher dotiert sind als Bergetappen. Wer das Grüne Trikot anpeilt, muss die drei Wochen durchgehend konstant fahren – Sprinter mit Bergproblemen scheiden oft vorzeitig aus. 2026 gewann Mads Pedersen die Wertung mit 559 Punkten.
🔴 Gepunktetes Trikot – Bergwertung
Das weiße Trikot mit den roten Punkten zeichnet den besten Bergfahrer aus. Punkte werden an der Kuppe jedes kategorisierten Anstiegs vergeben – je schwerer der Berg, desto mehr Zähler. Anstiege der höchsten Kategorie (hors catégorie) und Bergankünfte bringen die meisten Punkte. Häufig sichert sich der Gesamtsieger auch diese Wertung, weil er ohnehin an den Anstiegen vorne liegt. 2026 gelang es Richard Carapaz jedoch, das Trikot mit 156 Punkten deutlich vor Pogačar zu gewinnen.
⚪ Weißes Trikot – Nachwuchswertung
Das Weiße Trikot trägt der bestplatzierte Fahrer unter 26 Jahren in der Gesamtwertung. Die Wertung gilt als Gradmesser für kommende Rundfahrt-Größen: Sowohl Tadej Pogačar als auch Jonas Vingegaard und Egan Bernal gewannen das Weiße Trikot, bevor sie die Tour insgesamt für sich entschieden. 2026 ging es an Isaac del Toro, der zeitgleich Dritter der Gesamtwertung wurde.
Weitere Wertungen
Über die vier Trikots hinaus gibt es die Teamwertung, bei der die Zeiten der drei besten Fahrer jeder Mannschaft pro Etappe addiert werden, sowie die Auszeichnung für den kämpferischsten Fahrer, die von einer Jury vergeben wird.
Wie wette ich auf die Tour de France?
Radsport-Wetten funktionieren anders als Fußballwetten: Statt zweier Mannschaften stehen sich rund 180 Fahrer gegenüber, und ein Rennen zieht sich über drei Wochen. Wer sich mit den Besonderheiten der Tour de France beschäftigt, versteht die dazugehörigen Quoten deutlich besser.
Etappentypen erkennen
Der wichtigste Anhaltspunkt ist das Profil der jeweiligen Etappe. Flachetappen enden fast immer im Massensprint – dort kommen nur eine Handvoll Spezialisten in Frage. Bergetappen mit Zielankunft am Anstieg entscheiden die Kletterer unter sich. Hügelige Etappen und mittelschwere Profile sind die offensten Tage: Hier kommen häufig Ausreißergruppen durch, weil das Feld sie ziehen lässt.
Die Rennsituation berücksichtigen
Der Rennverlauf verändert die Ausgangslage täglich. Fahrer, die in der Gesamtwertung weit zurückliegen, bekommen von den Favoritenteams mehr Freiheiten – ihre Chancen auf einen Etappensieg steigen im Verlauf der Tour deutlich. Umgekehrt fahren Klassementfahrer an Sprinttagen bewusst defensiv. Auch der Tag im Rennkalender spielt eine Rolle: Direkt nach einem Ruhetag oder in der dritten Woche schlägt die Ermüdung durch.
Formkurve aus den Vorbereitungsrennen lesen
Die Tour beginnt nicht bei null. Rennen wie das Critérium du Dauphiné, die Tour de Suisse oder die Landesmeisterschaften liefern kurz vor dem Grand Départ ein Bild der aktuellen Form. Auch der Giro d’Italia im Mai ist ein Indikator – wer dort bis zum Schluss um den Sieg gefahren ist, startet mit hoher Belastung in den Juli.
Teamstärke nicht unterschätzen
Radsport ist ein Mannschaftssport. Ein Kapitän ohne starke Helfer verliert an windigen Tagen und in den Bergen Zeit, weil ihm die Unterstützung im Feld fehlt. Bei den Wertungstrikots gilt dasselbe: Ein Sprinter ohne funktionierenden Anfahrerzug hat es im Finale schwer, egal wie schnell er ist.
Wetten über die gesamte Rundfahrt verteilen
Anders als bei einem einzelnen Spiel läuft die Tour über 21 Renntage. Die Quoten zu Gesamtsieger und Wertungstrikots verändern sich dabei laufend – nach starken Etappen fallen sie, nach Ausfällen und Zeitverlusten steigen sie. Wer die Entwicklung über die drei Wochen verfolgt, kennt die aktuelle Ausgangslage.
Welche Tour de France Wetten kann ich bei Tipico abgeben?
Bei Tipico stehen zur Tour de France verschiedene Wettmärkte zur Verfügung – von der Rundfahrt als Ganzes bis zur einzelnen Etappe. Hier ein Überblick über die gängigsten Optionen:
- Gesamtsieger: Die klassische Langzeitwette auf den Träger des Gelben Trikots in Paris. Möglich im Vorfeld sowie während der gesamten Rundfahrt.
- Platzierungs-Wetten: Statt auf den Sieg kannst du auch darauf wetten, dass ein Fahrer unter den ersten drei oder den ersten zehn der Gesamtwertung landet – mit entsprechend niedrigeren Quoten.
- Etappensieger: Für jede der 21 Etappen gibt es einen eigenen Markt auf den Tagessieger.
- Wertungs-Wetten: Du kannst darauf wetten, welcher Fahrer am Ende das Grüne, das Gepunktete oder das Weiße Trikot gewinnt.
- Head-to-Head-Duelle: Zwei Fahrer werden direkt gegeneinander gestellt – gewertet wird, wer im Ziel besser platziert ist. Gibt es sowohl für die Gesamtwertung als auch für einzelne Etappen.
- Livewetten: Während einer laufenden Etappe kannst du das aktuelle Renngeschehen berücksichtigen und live wetten.
Die dazugehörigen Quoten zu Gesamtsieger und aktueller Etappe – sobald sie verfügbar sind – findest du direkt auf dieser Seite. Das komplette Radsport-Angebot ist im Sportwetten-Bereich von Tipico hinterlegt.
Weitere interessante Themen -Sportwetten Tipps
TSG Hoffenheim – VfB Stuttgart SC Freiburg – Bayern München PDC Darts WM Bayer Leverkusen – Hamburger SV Ukraine – Belgien Union Berlin – FC Schalke 04Tour de France 2027 live: Übertragung im TV und Stream
Die Tour de France ist in Deutschland vollständig im Free-TV zu sehen. Grundlage ist eine Vereinbarung der Sportrechteagentur von ARD und ZDF mit dem Rennveranstalter Amaury Sport Organisation, die bis einschließlich 2028 gilt.
Neu ab 2027: ARD und ZDF im Wechsel
Für 2027 gibt es eine wesentliche Änderung: Nach 16 Jahren Pause steigt das ZDF wieder in die Live-Berichterstattung ein. Die beiden Sender teilen sich damit erstmals seit 2011 wieder die Übertragung der Frankreich-Rundfahrt. Das ZDF hatte sich damals wegen der Dopingproblematik aus dem Radsport zurückgezogen, die ARD nahm die Übertragung 2015 wieder auf. Neben der Tour de France der Männer umfasst die Vereinbarung auch die Tour de France Femmes, die Deutschland Tour, die Cyclassics Hamburg sowie mehrere Klassiker.
Wo läuft die Tour de France 2027?
- ARD / Das Erste und ZDF: Live-Übertragung der Etappen im Free-TV
- Eurosport: Überträgt jede Etappe live und in voller Länge
- ARD Mediathek, ZDFmediathek & sportschau.de: Kostenlose Livestreams
- HBO Max: Kostenpflichtiger Livestream parallel zu Eurosport, zusätzlich auf Abruf
Die genauen Sendezeiten der einzelnen Etappen stehen erst kurz vor dem Rennen fest. Als Orientierung: Eurosport steigt in der Regel schon zur Mittagszeit ein, die öffentlich-rechtlichen Sender schalten meist gegen 14 Uhr live zu. Bei Bergankünften am Nachmittag verschiebt sich der Sendestart entsprechend nach hinten.
Preisgeld bei der Tour de France: Was verdienen die Fahrer?
Bei der Tour de France werden jedes Jahr rund 2,5 Millionen Euro an Prämien an Teams und Fahrer ausgeschüttet. Die Summen verteilen sich auf die Gesamtwertung, die Etappensiege, die vier Wertungstrikots sowie mehrere Sonderpreise. Zur Orientierung dienen die Werte der Ausgabe 2026 – von Jahr zu Jahr verändern sie sich nur geringfügig.
Gesamtwertung
- Gesamtsieger: 500.000 Euro
- 2. Platz: 200.000 Euro
- 3. Platz: 100.000 Euro
- Jeder Fahrer, der Paris erreicht, erhält mindestens 1.000 Euro
Etappensiege und Trikots
- Etappensieger: 11.000 Euro, für Platz zwei 5.500 Euro, für Platz drei 2.800 Euro
- Gelbes Trikot: 500 Euro für jeden Tag als Gesamtführender
- Grünes Trikot: 300 Euro pro Tag, dazu 25.000 Euro für den Gewinner der Punktewertung
- Gepunktetes Trikot: 300 Euro pro Tag, dazu 25.000 Euro für den Gewinner der Bergwertung
- Weißes Trikot: 300 Euro pro Tag, dazu 20.000 Euro für den Gewinner der Nachwuchswertung
Team- und Sonderpreise
- Teamwertung: 50.000 Euro für die beste Mannschaft, 2.800 Euro für jeden Tagessieg in dieser Wertung
- Kämpferischster Fahrer: 20.000 Euro für den von der Jury gewählten Gesamtsieger dieser Auszeichnung, 2.000 Euro pro Tageswertung
- Souvenir Henri Desgrange: 5.000 Euro für den ersten Fahrer am höchsten Punkt der Tour – benannt nach dem Gründer der Rundfahrt
- Souvenir Jacques Goddet: 5.000 Euro für den ersten Fahrer am Col du Tourmalet, sofern dieser auf der Route liegt
- Bester Teamkollege: 3.000 Euro, dazu 2.000 Euro für den besten Helfer jeder der drei Tour-Wochen
Das Preisgeld fällt im Radsport traditionell an das gesamte Team und wird unter Fahrern und Betreuern aufgeteilt – anders als in Individualsportarten wie Tennis oder Golf, wo der Sieger die Prämie allein erhält.
Wissenswertes zur Tour de France
Die Tour de France ist das bedeutendste Radrennen der Welt. Sie findet jedes Jahr im Juli statt, dauert rund drei Wochen und führt quer durch Frankreich – regelmäßig auch durch die Nachbarländer. Erstmals ausgetragen wurde sie 1903, seither fand sie mit Ausnahme der beiden Weltkriege jährlich statt. Zusammen mit dem Giro d’Italia und der Vuelta a España bildet sie die drei Grand Tours des Radsports.
Ein Start außerhalb Frankreichs ist längst keine Ausnahme mehr: Kopenhagen 2022, Bilbao 2023, Florenz 2024 und Barcelona 2026 – 2027 folgt Großbritannien.
Modus und Etappentypen
Die Tour besteht aus 21 Etappen über rund 3.300 Kilometer, verteilt auf drei Wochen mit zwei Ruhetagen. Unterschieden wird zwischen Flachetappen für Sprinter, hügeligen Profilen für Allrounder und Ausreißer, Berg- und Hochgebirgsetappen für Kletterer sowie Zeitfahren – als Einzel- oder Mannschaftszeitfahren. Entschieden wird die Gesamtwertung traditionell im Hochgebirge, weil dort die größten Zeitabstände entstehen.
Am Start stehen in der Regel 23 Teams mit je acht Fahrern, also rund 184 Profis. Jede Mannschaft bringt Spezialisten für die verschiedenen Etappentypen mit – Sprinter, Kletterer, Zeitfahrer und Helfer, die ihren Kapitän im Feld schützen.
Die Doping-Vergangenheit
Über Jahre stand die Tour de France im Schatten von Doping-Skandalen. Dem siebenmaligen Sieger Lance Armstrong wurden alle Titel nachträglich aberkannt. Auch der bislang einzige deutsche Gesamtsieger Jan Ullrich, der 1997 gewann, geriet immer wieder in Verdacht und räumte Jahre später Verstöße ein – seinen Titel durfte er behalten. Als Folge der Skandale zogen sich ARD und ZDF zeitweise aus der Übertragung zurück.
Tour de France Sieger der letzten Jahre
Der Blick auf die vergangenen Ausgaben zeigt, wie sehr wenige Ausnahmefahrer die Rundfahrt prägen:
| Jahr | Sieger | Nation |
|---|---|---|
| 2026 | Tadej Pogačar | Slowenien |
| 2025 | Tadej Pogačar | Slowenien |
| 2024 | Tadej Pogačar | Slowenien |
| 2023 | Jonas Vingegaard | Dänemark |
| 2022 | Jonas Vingegaard | Dänemark |
| 2021 | Tadej Pogačar | Slowenien |
| 2020 | Tadej Pogačar | Slowenien |
| 2019 | Egan Bernal | Kolumbien |
| 2018 | Geraint Thomas | Großbritannien |
| 2017 | Chris Froome | Großbritannien |
| 2016 | Chris Froome | Großbritannien |
| 2015 | Chris Froome | Großbritannien |
| 2014 | Vincenzo Nibali | Italien |
| 2013 | Chris Froome | Großbritannien |
| 2012 | Bradley Wiggins | Großbritannien |
| 2011 | Cadel Evans | Australien |
Rekordsieger der Tour de France
Fünf Fahrer teilen sich den Rekord von je fünf Gesamtsiegen: Jacques Anquetil (1957, 1961–1964), Eddy Merckx (1969–1972, 1974), Bernard Hinault (1978, 1979, 1981, 1982, 1985), Miguel Indurain (1991–1995) und seit 2026 Tadej Pogačar. Der Slowene ist mit Abstand der Jüngste in dieser Reihe und hätte 2027 die Chance, allein an die Spitze zu ziehen.
Weitere Radsport Wetten bei Tipico
Neben der Tour de France findest du bei Tipico ein breites Radsport-Angebot über die gesamte Saison. Die drei großen Rundfahrten – die Grand Tours – bilden dabei das Gerüst des Rennkalenders:
- Giro d’Italia (Mai): Die Italien-Rundfahrt eröffnet die Grand-Tour-Saison und gilt als Formtest für die Tour de France. Viele Fahrer nutzen den Giro als Vorbereitung, andere setzen dort ihre Saisonhöhepunkte.
- Tour de France (Juli): Das prestigeträchtigste Etappenrennen der Welt.
- Vuelta a España (August/September): Die Spanien-Rundfahrt schließt die Saison der Grand Tours ab und ist für ihre steilen, kurzen Bergankünfte bekannt.
Dazu kommen die Eintagesklassiker, die im Frühjahr ausgetragen werden und einen völlig anderen Renntyp darstellen: Paris–Roubaix über die berüchtigten Kopfsteinpflaster-Sektoren Nordfrankreichs, die Flandern-Rundfahrt mit ihren kurzen Steilrampen sowie Lüttich–Bastogne–Lüttich und Mailand–Sanremo. In Deutschland stehen die Cyclassics Hamburg und die Deutschland Tour im Kalender.
Bei allen genannten Rennen findest du im Radsport-Bereich von Tipico die entsprechenden Wettmärkte – von der Siegwette über Platzierungen bis zu Duellen zwischen zwei Fahrern.
Tour de France: Häufige Fragen & Antworten
Wann findet die Tour de France 2027 statt?
Die 114. Ausgabe der Tour de France wird vom 2. bis zum 25. Juli 2027 ausgetragen. Wie üblich verteilen sich die 21 Etappen auf drei Wochen mit zwei Ruhetagen. Ein erster Ruhetag ist bereits für den 5. Juli angesetzt, weil das Feld nach dem Auftakt in Großbritannien nach Frankreich übersetzen muss.
Wo startet die Tour de France 2027?
Der Grand Départ 2027 findet in Großbritannien statt. Die erste Etappe beginnt in der schottischen Hauptstadt Edinburgh und endet im englischen Carlisle. Danach folgen eine Etappe von Keswick nach Liverpool und eine komplett walisische Etappe von Welshpool nach Cardiff. Es ist der fünfte Grand Départ der Männer auf den britischen Inseln – zuletzt startete die Tour 2014 in Yorkshire.
Wann starten die Etappen der Tour de France?
Die exakten Startzeiten werden erst kurz vor dem Rennen veröffentlicht und unterscheiden sich je nach Etappenlänge und Profil. Als Orientierung: Die meisten Etappen starten zwischen 12 und 14 Uhr, die Zielankunft liegt in der Regel zwischen 17 und 17:45 Uhr. Bei kurzen Bergetappen verschiebt sich der Start nach hinten, bei Zeitfahren gehen die Fahrer über mehrere Stunden verteilt einzeln auf die Strecke.
Wie viele Etappen und Fahrer gibt es bei der Tour de France?
Die Tour de France umfasst 21 Etappen über rund 3.300 Kilometer. Am Start stehen üblicherweise 23 Teams mit je acht Fahrern, also 184 Profis. Welche Mannschaften und Fahrer 2027 dabei sind, gibt der Veranstalter erst im Laufe des Frühjahrs bekannt – die endgültigen Kader werden meist wenige Tage vor dem Grand Départ bestätigt
Wer hat die Tour de France 2026 gewonnen?
Die Tour de France 2026 gewann Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) in 73:56:26 Stunden. Für den Slowenen war es der fünfte Gesamtsieg, womit er zu den Rekordsiegern Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain aufschloss. Zweiter wurde Remco Evenepoel (+6:26 Minuten), Dritter Isaac del Toro (+9:42 Minuten).
Wer sind die Favoriten der Tour de France 2027?
Titelverteidiger Tadej Pogačar geht als Topfavorit in die Rundfahrt – ein sechster Erfolg würde ihn zum alleinigen Rekordsieger machen. Als stärkste Herausforderer gelten Remco Evenepoel, Zweiter der Tour 2026 und einer der besten Zeitfahrer im Feld, sowie der zweifache Toursieger Jonas Vingegaard. Zum erweiterten Kreis zählen Isaac del Toro und der Franzose Paul Seixas. Endgültig einschätzen lässt sich die Favoritenlage erst, wenn die vollständige Route bekannt ist.
Wo wird die Tour de France 2027 live übertragen?
Die Tour de France 2027 ist vollständig im Free-TV zu sehen. Erstmals seit 2011 teilen sich ARD und ZDF wieder die Live-Übertragung – das ZDF kehrt nach 16 Jahren Pause in die Radsport-Berichterstattung zurück. Parallel überträgt Eurosport jede Etappe in voller Länge. Kostenlose Livestreams gibt es in der ARD Mediathek, der ZDFmediathek und auf sportschau.de, kostenpflichtig bei HBO Max.
Welche Tour de France Wetten gibt es bei Tipico?
Bei Tipico stehen zur Tour de France unter anderem Wetten auf den Gesamtsieger, auf Platzierungen in den Top 3 und Top 10, auf die Etappensieger der einzelnen Tage sowie auf die Gewinner der Wertungstrikots zur Verfügung. Dazu kommen Head-to-Head-Duelle zwischen zwei Fahrern und Livewetten während einer laufenden Etappe.
Wie funktionieren Tour de France Wettquoten?
Die Quoten geben wieder, wie wahrscheinlich der Wettanbieter den Erfolg eines Fahrers einschätzt. Eine niedrige Quote steht für eine ausgeprägte Favoritenstellung, eine hohe für eine Außenseiterrolle. Während der drei Rennwochen verändern sich die Quoten laufend – nach starken Etappen, Zeitverlusten oder Ausfällen wird die Ausgangslage neu bewertet. Die dazugehörigen Quoten zum Gesamtsieger und zur aktuellen Etappe findest du auf dieser Seite.
Wie viel Preisgeld erhält der Sieger der Tour de France?
Der Gesamtsieger erhält 500.000 Euro, der Zweite 200.000 und der Dritte 100.000 Euro. Insgesamt werden rund 2,5 Millionen Euro an Prämien ausgeschüttet – verteilt auf Etappensiege, die vier Wertungstrikots, die Teamwertung und mehrere Sonderpreise. Im Radsport fließt das Preisgeld traditionell ins Team und wird unter Fahrern und Betreuern aufgeteilt.