Werder Bremen News beim Fußball heute: Beim SV Werder Bremen rückt eine emotionale Personalie wieder in den Bereich des Möglichen. Wie die Bild und Sport Bild berichten, könnte Niclas Füllkrug schon im Sommer in seine alte Heimat an die Weser zurückkehren. Eine Rückkehr, die noch vor einem halben Jahr an den Finanzen gescheitert war – jetzt aber unter komplett anderen Vorzeichen verhandelt werden dürfte.
Werder Bremen News heute: WM-Aus als Ausgangspunkt für das Füllkrug-Comeback
Die Vorgeschichte beginnt mit einer Enttäuschung. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Füllkrug für die WM in den USA, Kanada und Mexiko nicht in den 26-Mann-Kader berufen. Eine bittere Nachricht für den 33-Jährigen, der sich nach Sport-Bild-Informationen Hoffnungen auf eine Nominierung gemacht hatte. Im regelmäßigen Austausch der vergangenen Monate hatte Nagelsmann ihm dabei immer wieder seine Rolle in der Mannschaft skizziert: als möglicher Joker in entscheidenden Schluss-Phasen, als Anführer und Ansprechpartner für die jungen DFB-Profis.
Doch die nackten Zahlen sprachen am Ende gegen Füllkrug. Im DFB-Trikot hatte er stets geliefert: 14 Tore in 24 Länderspielen. In den Klubs der vergangenen zwei Jahre kam er aber nicht in die Spur. Bei West Ham erzielte er von Sommer 2024 bis Dezember 2025 nur drei Treffer in 26 Liga-Spielen. Nach der Winter-Leihe an die AC Mailand kam ein weiteres Tor in 20 Einsätzen hinzu. Eine Magerausbeute, die für Nagelsmann zu wenig war.
Füllkrugs Milan-Saison endet im Chaos
Auch in Mailand wird die Tür für Füllkrug zugemacht. Die Rossoneri verpassten am vergangenen Sonntag durch eine 1:2-Niederlage gegen Cagliari die Champions League. Es folgte ein Beben in der sportlichen Führung: Trainer Massimiliano Allegri wurde entlassen, Sportdirektor Igli Tare und CEO Giorgio Furlani freigestellt. In diesem Umfeld endet Füllkrugs Leih-Vertrag, und eine Verlängerung steht laut Bild nicht zur Debatte.
Heißt: Der Angreifer muss zunächst zurück nach London zu West Ham. Sein Arbeits-Papier dort läuft noch bis Juni 2028, eine Ausstiegs-Klausel existiert nicht. Trotzdem ist die englische Episode faktisch beendet – aus einem ganz simplen Grund.
West Ham hat sich verkalkuliert
Die „Hammers“ sind aus der Premier League abgestiegen. Mit einem geschätzten Jahres-Nettogehalt von 4,5 Millionen Euro ist Füllkrug damit nicht mehr finanzierbar. Die Konsequenz: Wie Sport Bild berichtet, planen die Londoner, ihren Stürmer entweder für eine Mini-Ablöse loszuwerden oder ihn sogar ablösefrei ziehen zu lassen – Hauptsache, sein Gehalt verschwindet von der Liste.
Für Füllkrug winkt im Fall einer vorzeitigen Trennung eine Abfindung in Millionenhöhe. Heißt: Der nächste Klub muss nicht mehr finanziell der attraktivste sein. Sportliche Argumente und die Aussicht, gebraucht zu werden, treten in den Vordergrund.
Bremen-Pluspunkt: Heimat-Faktor
Genau hier kommt Werder Bremen ins Spiel – mit gleich mehreren guten Argumenten. Bereits im Winter 2025 hatten die Grün-Weißen einen Rückhol-Versuch gestartet. Damals war Füllkrug der Idee nicht abgeneigt, doch der Deal scheiterte an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Diese Hürde fällt nun weg. Hinzu kommt der private Wunsch des 33-Jährigen, seinen Lebens-Mittelpunkt wieder in die Nähe seiner Geburtsstadt Hannover zu verlegen. Bremen liegt nur eine knappe Autostunde entfernt – eine geografische Konstellation, die für Familien-Mensch Füllkrug ein Argument ist.
Vorsichtige Bremer Vorgehensweise
Trotzdem werden die Werderaner laut Sport1 vorsichtig agieren. Bei Spielern mit langer Verletzungs-Historie ist man in Bremen gebrannt. Naby Keita und Victor Boniface kamen mit großer Bühnen-Reputation und konnten wegen körperlicher Probleme nie ihr volles Potenzial abrufen. Auch Füllkrugs Verletzungs-Akte ist nicht eben dünn. In der abgelaufenen Saison kam er auf nur 29 Einsätze und ein Tor.
Werder Bremen News: Füllkrug-Konkurrenz aus der Auto-Stadt
Bremen ist allerdings nicht allein im Rennen um den DFB-Stürmer. Wie t-online berichtet, hat auch der VfL Wolfsburg Interesse hinterlegt. Allerdings: Der frisch aus der Bundesliga abgestiegene VfL muss sich ohnehin neu sortieren – und für Füllkrug, der bislang fast ausschließlich für Traditions-Klubs wie Hannover 96, den 1. FC Nürnberg, den BVB und Werder spielte, wäre die Auto-Stadt emotional ein eher unterkühltes Pflaster.
Aus dem Ausland gibt es zwar weitere Interessenten – Spanien, Italien (etwa Aufsteiger Venezia FC) und sogar die MLS klopfen an. Doch Füllkrug favorisiert offenbar eine Rückkehr nach Deutschland. Und alles spricht dafür, dass das grün-weiße Trikot bei dieser Wahl gute Karten hat.
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