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WM-Märchen Kap Verde: „Egal wie klein du auch bist“ – jetzt winkt Platz 1!

Kap-Verde

Es ist das Märchen dieser Fußball-WM: Kap Verde, ein Inselstaat mit kaum einer halben Million Einwohnern, mischt die große Fußballwelt auf. Nach dem 0:0 gegen Europameister Spanien trotzte der WM-Debütant nun auch dem zweifachen Weltmeister Uruguay ein 2:2 ab. Zwei Spiele, kein Gegentreffer zu viel – und plötzlich ist sogar der Gruppensieg drin.

Kap Verde bei der WM: Sensationelles 2:2 gegen Uruguay

Was sich da im Duell mit Uruguay abspielte, grenzt an ein Wunder. Kevin Pina zirkelte einen direkten Freistoß aus rund 30 Metern ins Netz (21.) – das erste WM-Tor der kapverdischen Geschichte. Doch die Südamerikaner schlugen eiskalt zurück: Maxi Araújo (44.) und Agustín Canobbio (45.+6) drehten die Partie noch vor der Pause.

Ein anderes Team hätte womöglich resigniert. Die „Blauen Haie“ aber bewiesen Nehmerqualitäten. Nach seiner Einwechslung staubte Helio Varela zum umjubelten 2:2 ab (61.) und nutzte einen schlampigen Rückpass eiskalt aus. „Für die Welt mag es eine Überraschung sein, aber für uns nicht„, grinste Torschütze Pina, wie flashscore.de berichtet.

Vom Buhmann zum Volkshelden: Varelas unglaubliche Geschichte

Die Wandlung des Matchwinners ist filmreif. Nur drei Minuten nach seiner Hereinnahme schrieb Varela (24) Geschichte – dabei galt der Angreifer lange als Buhmann. Vor gut drei Jahren hatte er eine Nominierung für den Afrika-Cup ausgeschlagen, viele machten ihn dafür verantwortlich. Jetzt ist er der gefeierte Held einer ganzen Nation.

Entsprechend überwältigt fielen seine Worte aus. „Davon habe ich immer geträumt, aber ich hätte nie gedacht, dass es auf diese Weise passieren würde“, staunte Varela, wie flashscore.de festhält. Sein erstes Länderspieltor ausgerechnet beim WM-Debüt zu erzielen, sei einfach unglaublich – ihm fehlten schlicht die Worte.

Kap Verde vor Herzschlagfinale: Sogar der Gruppensieg ist drin

Hinter dem Coup steckt ein Mann mit Plan: Trainer Pedro Leitão Brito, von allen „Bubista“ gerufen, formt das Team seit sechs Jahren und suchte weltweit nach Spielern mit kapverdischen Wurzeln. „Egal, wie klein du auch bist, wenn du den Willen hast, für das zu kämpfen, was du haben willst, dann erreichst du es auch meistens“, lautet sein Credo, wie sport1.de meldet.

Jetzt lockt der nächste große Traum. Mit zwei Punkten lauert Kap Verde gleichauf mit Uruguay hinter Spanien (4) – es läuft auf ein Herzschlagfinale hinaus. Am Samstag (2 Uhr MESZ) trifft der Außenseiter auf Saudi-Arabien, während Uruguay parallel gegen Spanien ranmuss. „Wir wollen einen zweiten Traum erfüllen: Uns für die K.o.-Runde zu qualifizieren“, kündigte Brito laut zdfheute.de an. Wer hätte das dem kleinen Inselstaat zugetraut?

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