DFB-News zur WM heute: Vom scharfen Kritiker zum Bewunderer – Uli Hoeneß hat Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem 2:1-Comebacksieg gegen die Elfenbeinküste ausdrücklich gelobt. „Wenn der Trainer immer so gut wechselt wie gestern, kann es was werden“, sagte der Bayern-Ehrenpräsident – bemerkenswerte Töne nach den heftigen Attacken der Vergangenheit.
DFB-Team dreht das Spiel: Comeback gegen die Elfenbeinküste
Es war ein Sieg mit Ansage-Charakter. Im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste drehte die deutsche Nationalmannschaft einen Rückstand und sicherte sich vorzeitig das Weiterkommen. Dank des 0:0 zwischen Ecuador und Curaçao stehen die Deutschen sogar als Gruppenerster fest.
Den Unterschied machte die Bank. Nagelsmanns Einwechslungen Deniz Undav und Nadiem Amiri kamen, sahen und siegten – Undav avancierte mit einem Doppelpack zum gefeierten Matchwinner. Genau dieser goldene Riecher des Bundestrainers blieb auch in München nicht unbemerkt.
Hoeneß lobt Nagelsmann: „Dann kann es was werden“
Am Rande des Basketball-Finales zwischen dem FC Bayern und Alba Berlin fand Hoeneß (74) anerkennende Worte. „Man muss festhalten, dass Deutschland gestern kämpferisch Unglaubliches geleistet hat“, sagte der 74-Jährige bei Dyn. Ein Lob, das angesichts der jüngsten Vergangenheit überrascht.
Denn die Beziehung galt zuletzt als belastet. „Es sind aber noch schwere Brocken bis zum Titel„, schränkte Hoeneß ein – um dann doch ins Schwärmen zu geraten: Wenn die Mannschaft so zusammenwachse und der Coach so gut wechsle wie zuletzt, sei einiges möglich. Aus dem Mund des Bayern-Patrons ist das fast schon eine Liebeserklärung.
Vom Streit zur Aussprache: Hoeneß und Nagelsmann finden zueinander
Noch vor dem Turnier hatte der Ehrenpräsident den 38-Jährigen mehrfach frontal kritisiert – etwa wegen der mangelnden Eingespieltheit oder der Personalentscheidungen rund um Joshua Kimmich und das Torwartthema. „Das fehlt mir ein bisschen bei Julian, dass er bereit ist, sich mit Leuten wie mir mal zusammenzusetzen und auch etwas anzunehmen“, hatte Hoeneß im Mai bei DAZN gestichelt.
Inzwischen aber ist das Tischtuch wieder geglättet. Eine Aussprache räumte die Meinungsverschiedenheit aus, und Nagelsmann reagierte ohnehin betont souverän. „Uli darf immer etwas zu mir sagen. Ich habe großen Respekt vor seinem Lebenswerk“, erklärte der Bundestrainer im ZDF-Sportstudio. Am Donnerstag (22 Uhr) geht es für die DFB-Elf gegen Ecuador bereits um den nächsten Schritt.
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