Besiktas News beim Fußball heute: Bei Olympique Marseille bahnt sich ein Sommer voller Veränderungen an – und einer der prominentesten Profis steht im Schaufenster. Ein türkischer Spitzenklub hat bereits sein Interesse hinterlegt, kam mit dem ersten Vorstoß aber nicht durch. Der finanzielle Druck auf OM ist dennoch enorm.
Marseille weist Beşiktaş-Offerte für Højbjerg zurück
Wie L’Équipe berichtet, soll Marseille ein Angebot von Beşiktaş Istanbul für Pierre-Emile Højbjerg abgelehnt haben. Die Offerte des türkischen Erstligisten habe bei rund zehn Millionen Euro gelegen – aus Sicht der Franzosen zu wenig für einen ihrer wertvollsten Akteure. Konkrete Verhandlungen sind daraus dem Vernehmen nach bislang nicht entstanden.
Dass der dänische Nationalspieler überhaupt als Verkaufskandidat gilt, hat handfeste Gründe. OM steht unter erheblichem finanziellen Druck: Die UEFA verhängte wegen eines Verstoßes gegen das Financial Fairplay eine Strafe von zehn Millionen Euro. Um die Vorgaben zu erfüllen, dürfte der Klub in den kommenden Wochen mehrere Spieler abgeben müssen.
Vom jüngsten Bayern-Debütanten zum gefragten Routinier
In Deutschland dürfte Højbjerg vielen noch aus seiner Münchner Zeit ein Begriff sein. Beim FC Bayern durchlief er die Nachwuchsabteilung und schrieb 2013 sogar Geschichte, als er unter Jupp Heynckes als bis dahin jüngster Bundesliga-Spieler der Vereinsgeschichte debütierte. Den endgültigen Durchbruch schaffte er später über Southampton und Tottenham, ehe es ihn nach Frankreich zog.
Nach Marseille kam der 30-Jährige im vergangenen Sommer für 13,5 Millionen Euro fest, nachdem er die Spielzeit zuvor bereits leihweise an der Côte d’Azur verbracht hatte. Die abgelaufene Saison untermauerte seinen Wert: rund 42 Einsätze, fünf Tore, fünf Vorlagen und über 3.500 Minuten auf dem Platz. Sein Vertrag läuft noch bis 2028.
Mehrere Interessenten – und kein Zeitdruck für den Dänen
Beşiktaş ist nicht der einzige Klub, der die Personalie verfolgt. Auch Atalanta Bergamo soll sich mit Højbjerg beschäftigen, konkrete Gespräche mit den Italienern gibt es laut L’Équipe aber noch nicht. Weitere europäische Vereine sollen die Situation ebenfalls beobachten.
Zeitdruck verspürt der Mittelfeldspieler dabei nicht: Da Dänemark die WM verpasst hat, kann er seine Zukunft in Ruhe klären, während andere Profis noch beim Turnier im Einsatz sind. Für Marseille bleibt die Lage zweischneidig – einerseits wird dringend Geld benötigt, andererseits will man einen Leistungsträger nicht unter Wert abgeben. Klar ist nur: Ein Abschied ist möglich, aber nur zu den Bedingungen des Klubs.
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