VfB Stuttgart News beim Fußball heute: Beim VfB Stuttgart zeichnet sich für eines der spannendsten Talente des Klubs eine sportliche Weichenstellung ab. Noah Darvich, 19 Jahre alt und in der vergangenen Saison Newcomer der 3. Liga, soll im Sommer verliehen werden. Was wenig überrascht – wohl aber das Ziel: Entgegen verbreiteter Erwartungen scheint nicht Hertha BSC die Pole-Position zu haben, sondern ein anderer Klub.
VfB Stuttgart News heute: Ein Juwel sucht den nächsten Schritt
Dass Darvichs Karriere nicht in einer weiteren Saison bei der U21 weitergehen wird, ist seit Längerem klar. Der Linksfuß bringt zu viel mit, um auf dem Bundesliga-Niveau noch keine Erfahrung zu sammeln. Bei der VfB-Reserve sammelte der ehemalige Barcelona-Junior in 29 Drittliga-Spielen zehn Tore und sechs Vorlagen, wurde laut transfermarkt.de zum Newcomer der Saison gewählt und avancierte zudem zum wertvollsten Spieler der 3. Liga – sein Marktwert liegt aktuell bei vier Millionen Euro.
Eine Bilanz, die zur Folge hat, dass mehrere Bundesliga- und Zweitliga-Klubs ihre Fühler ausstrecken. Dass der VfB an Darvich, der noch bis 2029 unter Vertrag steht, langfristig festhalten möchte, gilt ohnehin als unstrittig. Aber für die kommende Saison braucht es Spielpraxis im Profi-Bereich.
Hertha BSC schien Top-Bewerber zu sein, wurde nun aber offenbar ausgestochen
Lange galt Hertha BSC als heißester Kandidat. Wie die Bild berichtet hatte, stand Darvich an oberster Stelle der Berliner Wunschliste für den Transfer-Sommer. Trainer Stefan Leitl und die Verantwortlichen sollen sich von dem Youngster regelrecht überzeugt zeigen – und ihm sogar eine Einsatzgarantie in Aussicht gestellt haben.
Hintergrund: Eigengewächs Marten Winkler will wohl die Hauptstadt verlassen. Sein Wechselwunsch ist hinterlegt, Trainer Leitl bestätigte zuletzt, dass man sich um eine Lösung bemühe. Da Winkler bislang gesetzt auf der rechten Außenbahn war – immerhin mit rund 25 Startelf-Einsätzen in der vergangenen Saison – ergäbe sich für Darvich eine ideale Konstellation: viel Spielzeit, klare Aufgabe, gleichzeitig der Auftrag, beim erhofften Aufstieg eine tragende Rolle zu spielen.
Aus VfB-Sicht hätte das durchaus gepasst. Regelmäßige Zweitliga-Einsätze bei einem ambitionierten Verein gelten als der ideale Entwicklungsschritt für den U17-Weltmeister.
Elversberg drängt sich bei VfB-Talent wohl an die Spitze
Trotz aller Hertha-Bemühungen sieht die Lage allerdings anders aus, als die Berliner es sich erhofft hätten. Wie der Kicker meldet, hat sich der Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg an die Pole-Position geschoben. Ein Klub aus dem Saarland statt der Metropole – eine Wendung, die viele überraschen dürfte, im Detail aber durchaus Sinn ergibt.
Elversberg bietet zwei Argumente, die schwer wiegen: das Bundesliga-Niveau und die Aussicht auf zuverlässige Einsatzzeit. Der Aufsteiger hat sich in den vergangenen Jahren zu einer regelrechten Talenteschmiede entwickelt. Profis wie Nick Woltemade, Muhammed Damar oder Fisnik Asllani machten dort wertvolle Schritte – ein Reizpunkt, an dem auch der VfB nicht vorbeisehen kann.
VfB-Trainer Hoeneß lässt die Tür offen
Auch beim VfB werden die Optionen sportlich abgewogen. Trainer Sebastian Hoeneß hatte sich vor Saisonende bereits zur Personalie geäußert. „Perspektivisch sehe ich Noah bei uns“, sagte er laut Kicker. Allerdings schränkte er zugleich ein: „Es kann aber auch sein, dass wir ihm die Möglichkeit geben, auf höherem Niveau woanders zu spielen“, wird der 44-Jährige zitiert.
Aus seinem Lob für den 19-Jährigen machte Hoeneß ohnehin nie ein Geheimnis. Darvich sei eine „sehr interessante Personalie. Er ist einfach ein guter Typ, ein guter Spieler. Ich glaube, wir werden in Zukunft noch sehr viel Freude haben an ihm“, erklärte der Coach laut Kicker. Und weiter: „Er bringt wirklich viel mit. Insbesondere als Typ, als Persönlichkeit hat er das Rüstzeug, um weiterhin seine Entwicklung fortzuschreiben.“
Was bedeutet das für Hertha BSC?
Bittere Nachrichten für die Berliner. Trotz attraktiver Einsatzgarantie und einer klar definierten sportlichen Rolle scheint Hertha BSC im Werben um Darvich das Nachsehen zu haben. Auch Werder Bremen und Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg, beide als weitere Interessenten genannt, dürften sich nach derzeitigem Stand neue Kandidaten suchen.
Endgültig vom Tisch ist das Thema für die Konkurrenten allerdings noch nicht. Bis zur tatsächlichen Verkündung kann sich auf dem Transfermarkt schließlich noch einiges ändern. Aber: Bei Darvich sieht es zur Stunde danach aus, als würde der nächste große Schritt in einem kleineren Ort gemacht – mit dem Reiz der ersten Bundesliga-Erfahrung.
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