FC Bayern München News beim Fußball heute: Der Transferpoker um João Palhinha biegt auf die Zielgerade ein. Der Portugiese will den FC Bayern offenbar so schnell wie möglich verlassen – und hat selbst das Heft des Handelns übernommen. Zwischen den beteiligten Klubs liegen die Vorstellungen aber noch auseinander.
FC Bayern und Palhinha vor der Trennung
Wie die portugiesische Sportzeitung A Bola berichtet, hat der 30-Jährige seinen Berater angewiesen, die Situation kurzfristig aufzulösen und einen Transfer zeitnah einzufädeln. Eine Entscheidung könnte demnach schon in dieser Woche fallen. Das deckt sich mit den Plänen von Sporting Lissabon, das ebenfalls auf rasche Klarheit drängt.
Der Knackpunkt ist die Ablöse. Der FC Bayern fordert dem Bericht zufolge rund 25 Millionen Euro – eine Summe, die Sporting nicht zahlen will. Stattdessen brachten die Portugiesen ein alternatives Modell ins Spiel: eine einjährige Leihe mit anschließender Kaufpflicht. Immerhin gibt es Bewegung: Laut der portugiesischen Zeitung Correio da Manhã senkten die Münchner ihre Forderung bereits von ursprünglich 30 auf 25 Millionen Euro.
Palhinhas Herzenswunsch Lissabon – doch Tottenham bleibt ein Hebel
Bei der Standortfrage hat Palhinha eine klare Tendenz. Trotz anderslautender Berichte gilt eine Rückkehr zu seinem Ausbildungsklub Sporting als sein größter Wunsch, für den er sogar Gehaltseinbußen in Kauf nehmen würde. In Lissabon will man jedoch keine 25 Millionen Euro für einen Spieler im fortgeschrittenen Alter ausgeben, der kaum noch Wiederverkaufswert besitzt.
Für den FC Bayern könnte sich ein zweiter Interessent als Druckmittel erweisen. Eine Rückkehr zu Leihklub Tottenham Hotspur ist nicht vom Tisch, die Engländer hätten mit der geforderten Summe deutlich weniger Probleme. Trainer Roberto De Zerbi hatte zuletzt klargestellt: „Ja, ich möchte ihn behalten, zu 100 Prozent!“ Für Palhinha selbst sind die Spurs allerdings nur die zweite Wahl.
Teures Kapitel: So bitter fällt die Bayern-Bilanz aus
Egal wie der Poker ausgeht – unterm Strich machen die Münchner ein dickes Minusgeschäft. 2024 war Palhinha als Wunschspieler von Thomas Tuchel für rund 51 Millionen Euro von Fulham gekommen, doch unter Vincent Kompany konnte er die Erwartungen nie erfüllen. Verletzungen und die starke Konkurrenz von Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Aleksandar Pavlović drückten ihn in die Reservistenrolle: 25 Spiele ohne Torbeteiligung, dafür eine Rote Karte.
Sein Leihjahr in London verlief deutlich besser. Bei den abstiegsbedrohten Spurs zählte er mit sieben Toren und drei Vorlagen in 45 Pflichtspielen zu den Lichtblicken, sein Siegtreffer am letzten Spieltag gegen Everton sicherte sogar den Klassenerhalt. Eine Empfehlung, die seinen Wert für einen Neustart unterstreicht – nur eben nicht in München.
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