England-News zur WM heute: Wirbel um Jude Bellingham – beim enttäuschenden 0:0 Englands gegen Ghana hat der Superstar gleich für mehrere Aufreger gesorgt. Eine strittige Geste, die eigentlich Rot bedeuten soll, blieb ungeahndet – dazu ein hitziger Tunnel-Zoff mit Ghanas Betreuerstab. Und am Ende mochte er nicht einmal seine eigene Auszeichnung annehmen.
Bellingham bei der WM: Strittige Geste bleibt ungestraft
Eine Szene sorgt für besonders viel Diskussionsstoff. Im Wortgefecht mit Ghanas Jordan Ayew hielt sich Bellingham die Hand vor den Mund – eine Geste, die bei diesem Turnier eigentlich mit der Roten Karte bestraft werden soll. Weder Schiedsrichter Said Martínez noch der Videoassistent griffen ein, wie web.de berichtet.
Pikant ist der Vergleich mit einem Präzedenzfall: Paraguays Miguel Almirón hatte für exakt dieselbe Geste bereits Rot gesehen und eine Sperre kassiert. Wichtig dabei: Was genau zwischen Bellingham und Ayew gesprochen wurde, ist nicht bekannt – die Bewertung, der Engländer hätte vom Platz gemusst, bleibt eine Einschätzung.
Tunnel-Zoff und Schimpfwörter: Bellingham gerät mit Ghana aneinander
Für den zweiten Aufreger sorgte eine Szene auf dem Weg in die Kabine. Nach einem Foul an Jerome Opoku geriet Bellingham mit Ghanas Co-Trainer John Paintsil aneinander, auch Cheftrainer Carlos Queiroz mischte sich ein. Laut der englischen Sun sollen dabei deftige Schimpfwörter gefallen sein.
Queiroz schilderte den Vorfall hinterher gelassen. Er habe Bellingham eigentlich nur zu etwas mehr Zurückhaltung bei dem Tackling raten wollen. „Er hat heftig reagiert und ein paar Schimpfwörter von sich gegeben, und so hat es angefangen“, erklärte der Ghana-Coach. Letztlich aber sei es „einfach nur Fußball“ – als Profis beruhige man sich sofort wieder.
Bellingham lehnt Auszeichnung ab – Tuchel kontert den „Weckruf“
Kurios: Trotz seines mauen Auftritts wurde Bellingham zum Spieler des Spiels gewählt – und war damit selbst nicht einverstanden. „Ich habe sie nicht verdient, um ehrlich zu sein“, sagte der 22-Jährige der BBC. Die Ehrung hätte wohl eher an einen der starken Verteidiger gehen sollen. Dramatisieren wollte er das Remis ohnehin nicht: „Die Welt geht heute nicht unter.“
Auch Bundestrainer Thomas Tuchel wies jede Krisenstimmung zurück. „Wir brauchen keinen Weckruf. Da war null Überheblichkeit in unserem Spiel„, betonte der Coach und adelte den Gegner: Ghana sei „enorm unangenehm zu bespielen“. In Gruppe L führt England (4 Punkte) nun vor den punktgleichen Ghanaern – im Finale gegen Panama reicht den Three Lions schon ein Remis zum sicheren Weiterkommen.
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