DFB-News zur WM heute: Wen bekommt die deutsche Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale? Eine Frage, die selbst Computer ins Schwitzen bringt. Als Sieger der Gruppe E steht das DFB-Team zwar fest in der K.o.-Runde – der Gegner aber dürfte sich erst auf den letzten Drücker klären. Schuld ist das neue, hochkomplexe Turnierformat.
Deutschland im Sechzehntelfinale: Diese Gegner sind möglich
Klar ist immerhin die Richtung. Die DFB-Elf trifft auf einen der Gruppendritten aus den Gruppen A, B, C, D oder F – angesetzt ist die Partie für den 29. Juni im Boston-Stadion. Welcher Name am Ende auf dem Tableau steht, hängt jedoch von einer Vielzahl an Ergebnissen ab.
Die Liste der Kandidaten ist lang. Infrage kommen gleich 15 Mannschaften: aus Gruppe A Südafrika, Südkorea und Tschechien, aus Gruppe B Kanada, die Schweiz, Bosnien-Herzegowina und Katar, dazu Brasilien, Marokko und Schottland aus Gruppe C, Australien und Paraguay aus Gruppe D sowie die Niederlande, Japan und Schweden aus Gruppe F.
Warum Deutschlands WM-Gegner erst so spät feststeht
Der Grund für das große Rätselraten liegt im Modus. Insgesamt gibt es 495 verschiedene Kombinationen, welche acht Gruppendritten überhaupt weiterkommen. Für jede dieser Varianten ist eine feste Zuordnung hinterlegt – errechnet von einem Computer.
Dieser Mechanismus soll unter anderem frühe Neuauflagen von Gruppenspielen verhindern. Die Folge: Im Turnierbaum tauchen für die Gruppensieger mehrere mögliche Gegner mit ganz unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten auf. Eine endgültige Gewissheit gibt es deshalb erst, wenn auch das letzte Resultat der Vorrunde feststeht.
WM-Gegner der DFB-Elf: Schottland und Paraguay als Favoriten
Stand jetzt deuten die Zahlen in eine bestimmte Richtung. Am wahrscheinlichsten ist ein Kontrahent aus Gruppe C – in 231 von 495 Szenarien, tendenziell Schottland. Bei einem Coup der Schotten gegen Brasilien könnte allerdings sogar der Rekord-Weltmeister selbst auf Deutschland warten. Dahinter folgt Gruppe D mit 212 Kombinationen, wo Australien und Paraguay ein direktes Duell um Platz zwei austragen.
Andere Optionen sind dagegen kaum realistisch. Die vier Teams aus Gruppe B etwa kämen nur in einer einzigen von 495 Varianten infrage. Wichtig: All diese Wahrscheinlichkeiten sind eine Momentaufnahme nach zwei Spieltagen und können sich mit jedem Resultat verschieben. Entscheidend für den Quervergleich der Dritten sind am Ende Punkte, Tordifferenz, erzielte Tore, die Fair-Play-Wertung und zuletzt die Weltrangliste. Es bleibt also spannend bis zur letzten Sekunde der Gruppenphase.
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