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DFB: Havertz über Konkurrenz zu Undav & Woltemade – „bin ein Zwischending“

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DFB-News zur WM heute: Beim DFB-Team brodelt vor dem Start der WM 2026 die spannendste Personalfrage des Sommers. Wer wird im Sturmzentrum die Nummer eins von Bundestrainer Julian Nagelsmann? Mit Kai Havertz, Deniz Undav und Nick Woltemade buhlen drei prominente Stürmer um einen Startelf-Platz. Der zuletzt aus England eingereiste Havertz hat sich im Teamcamp in Chicago nun selbst dazu geäußert – und für klare Verhältnisse gesorgt.

DFB-Star Havertz schließt jegliches Drama aus

Vize-Kapitän Havertz dürfte mit Blick auf die Sturmfrage im Schaufenster stehen. Erst am Dienstag war der 26-Jährige nach dem verlorenen Champions-League-Finale mit dem FC Arsenal in Chicago eingetroffen – als letzter Nationalspieler des 27-köpfigen Aufgebots. Sofort war das Sturm-Trio das große Thema.

Sein Statement dazu fiel deutlich aus. „Da wird es kein Drama oder sonst irgendwas geben, wenn der eine vor dem anderen spielt. Sondern wir haben alle das gemeinsame Ziel, so weit wie möglich zu kommen„, sagte Havertz laut Tagesspiegel im Trainingslager. Das Verbindende habe Vorrang vor dem Wettstreit.

Eine Botschaft, die im DFB-Kreis gut angekommen sein dürfte. Denn nach dem brillanten Auftritt von Deniz Undav beim 4:0 gegen Finnland mit zwei Toren und einer Vorlage waren die Diskussionen um die Reihenfolge im Sturm sofort entbrannt.

Havertz-Lob für Undav und Woltemade

In der internen Reihenfolge des Bundestrainers liegt Havertz vor den beiden anderen, wie Sport1 erläutert. Trotzdem gönnt der gebürtige Aachener seinen Konkurrenten ihren Auftritt. „Dass Deniz eine überragende Saison gespielt hat, wissen wir alle. Und er ist auch in der Nationalmannschaft ein extrem wichtiger Bestandteil für uns„, lobte Havertz nach Angaben des Tagesspiegel.

Auf die spezifischen Eigenschaften der drei Stürmer ging er detailliert ein: „Deniz hat so einen Riecher in der Box. Er hat eine Topquote diese Saison. Er hat den Stuttgartern viel geholfen“, sagte der Arsenal-Profi. Woltemade beschreibt er als jemanden, „der auch noch am Ball top ist, eine gewisse Größe und auch eine gewisse Ausstrahlung in der Box mitbringt“. Und über sich selbst formuliert Havertz pragmatisch: „Und ich bin vielleicht so ein Zwischending aus beiden.“

DFB-Statistik unterstreicht die Konkurrenz

Die nackten Zahlen zeigen, warum das Sturm-Thema so brisant ist. Wie Sport1 zusammenfasst, kommt Havertz auf 21 Tore in 57 Länderspielen, Undav auf sechs Treffer aus lediglich acht Einsätzen und Woltemade auf vier Treffer in elf Spielen für die DFB-Auswahl.

Damit sind alle drei in Topform. Eine Konstellation, die Nagelsmann freuen darf – und Havertz scheinbar nicht beunruhigt. „Ich glaube, keiner fürchtet hier niemanden, sondern wir müssen als Mannschaft zusammen funktionieren. Und da braucht jeder jeden. Der eine wird mehr spielen, der andere weniger. Aber jeder muss da sein, wenn er gebraucht wird„, erklärte Havertz laut Tagesspiegel.

Nagelsmann zählt fest auf Havertz

Im Lager des Bundestrainers ist die Botschaft eindeutig: An Havertz führt kein Weg vorbei. Nagelsmann lobte den Vize-Kapitän nach dem Test gegen Finnland in den höchsten Tönen. „Wer im Finale genau hingeschaut hat, der konnte sehen, was Kai für eine Bedeutung für seine Mannschaft hat. Er fällt nicht nur durch sein Tor auf, sondern auch durch seinen Fleiß, seine brutale Kopfballstärke, auch bei defensiven Standards“, schwärmte der Bundestrainer.

Worte, die unterstreichen, dass die Generalprobe gegen die USA am Samstag in Chicago (20:30 Uhr, RTL) mit hoher Wahrscheinlichkeit den Arsenal-Star in der Startelf sehen wird.

Auch Sané bekommt Rückendeckung von Havertz

Eine Lanze brach Havertz im selben Pressegespräch zudem für Leroy Sané. „Leroy ist ein Top-Typ, jemand, mit dem man jeden Tag Spaß haben kann, der sehr viel gute Laune verbreitet“, lobte der 26-Jährige seinen Galatasaray-Mitspieler. Sportlich sei der 30-Jährige ebenfalls „top“.

„Der Junge hat in England abgeliefert“, erinnerte Havertz an die Premier-League-Zeit bei Manchester City. „Er hat bei Bayern abgeliefert.“ Sané sei „ein überragender Spieler, der den Unterschied machen kann und mit Einzelsituationen Spiele entscheiden kann“.

DFB-News: Eine Botschaft als Anführer

Damit fügt sich Havertz in seine Rolle als leiser Anführer ein. Reden vor dem Spiel zu schwingen sei nicht sein Stil. Auf dem Platz aber wolle er „Verantwortung übernehmen“. Vor dem WM-Auftakt der DFB-Elf gegen Curacao am 14. Juni in Houston scheint die Sturm-Frage damit zumindest auf einer harmonischen Basis geklärt – auch wenn das interne Rennen um die Startplätze weiter brodelt.

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