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Fußball-WM heute: Verletzungsdrama um Neymar spitzt sich zu

Brasilien-Fans

Seleção News zur WM heute: Gut zwei Wochen vor dem WM-Start hält ein Thema die Fußball-Nation Brasilien in Atem: der Gesundheitszustand von Superstar Neymar. Der 34-Jährige verpasste die erste Trainingseinheit mit dem WM-Team – und die Begleitumstände rund um seine medizinische Untersuchung treiben so kuriose Blüten, dass halb Brasilien rätselt. Sogar eine ganze Klinik wurde für den Santos-Profi vorzeitig geschlossen.

Eine Klinik nur für Neymar

Was sich am Mittwoch in Rio de Janeiro abspielte, klingt fast wie aus einem Film. Statt mit der Selecao im Trainingskomplex Granja Comary zu schwitzen, ließ sich Neymar im Teresopolis Diagnostic Center untersuchen. Rund anderthalb Stunden dauerte die Prozedur, wie Globo Esporte berichtet.

Das eigentlich Bemerkenswerte: Die Privatklinik soll laut den brasilianischen Berichten wegen des Neymar-Termins vorzeitig geschlossen worden sein. Zusätzlich mussten medizinische Angestellte offenbar Verschwiegenheits-Erklärungen unterzeichnen. Ein Aufwand, der die Dimension des Stars unterstreicht – und der dennoch nicht verhinderte, dass die Details öffentlich wurden.

Denn trotz aller Geheimhaltung sickerten Informationen durch. Das Portal Lance! beschrieb sogar die Szene, als die Ärzte Neymar über die Untersuchungs-Ergebnisse informierten. Demnach habe der Superstar einen äußerst geknickten Eindruck gemacht.

Wade-Verletzung mit unklarem Ausgang

Der Auslöser für das ganze Drama liegt etwas zurück. Beim Santos-Spiel gegen Coritiba am 17. Mai hatte sich Neymar an der Wade verletzt und musste ausgewechselt werden. Zunächst stuften die Mediziner die Blessur als harmlos ein, später entpuppte sie sich offenbar als Ödem. Seitdem hat der Offensivspieler kein Pflichtspiel mehr bestritten.

Zum Trainingslager war Neymar standesgemäß angereist: per Privat-Helikopter von Sao Paulo direkt zum Mannschaftsquartier. Doch der glamouröse Auftritt täuscht nicht über die sportliche Unsicherheit hinweg. Wie es mit dem Edeltechniker weitergeht, ist offen.

Test-Spiele wohl ohne Neymar

Konkret heißt das: Ein Einsatz beim Testspiel gegen Panama am 31. Mai gilt als unwahrscheinlich. Auch die zweite Generalprobe gegen Ägypten am 7. Juni in Cleveland dürfte ohne den Superstar stattfinden. Sein gesamtes Comeback richtet sich offenbar einzig auf den WM-Auftakt aus.

Selbst dort ist nichts garantiert. Ob Neymar zum ersten Gruppenspiel gegen Marokko am 14. Juni fit sein wird, bleibt vorerst eine offene Frage. Das brasilianische Ärzteteam um Mannschaftsarzt Rodrigo Lasmar steht in engem Austausch mit Santos und Neymars persönlichem Beraterstab, um einen Genesungs-Plan zu erstellen.

Ancelottis riskante Wette

Pikant: Neymars Nominierung war ohnehin eine Überraschung. Nationaltrainer Carlo Ancelotti hatte mehrfach betont, nur fitte Spieler zur Endrunde mitnehmen zu wollen. Trotzdem berief der Italiener den Routinier vor wenigen Tagen ins 26-Mann-Aufgebot – eine Entscheidung, die in Brasilien wochenlang heiß diskutiert worden war.

Sollten sich die Wadenprobleme als zu gravierend herausstellen, könnte Ancelotti ihn theoretisch noch streichen. Der endgültige Kader muss bis zum 1. Juni bei der FIFA gemeldet werden. Im Extremfall behält sich der brasilianische Verband CBF sogar das Recht vor, bis 24 Stunden vor dem WM-Eröffnungsspiel personell nachzubessern.

Die Nummer 10 wartet auf ihn

Eine Geste zeigt, welch enorme Bedeutung Neymar in der Selecao weiterhin genießt. Die legendäre brasilianische Nummer 10 – einst getragen von Pelé, Zico und Ronaldinho – gehört bei dieser WM wieder ihm. Während seiner Verletzungs-Pause hatten Stars wie Raphinha und Vinicius Junior das Trikot übernommen.

Real-Madrid-Star Vinicius stellte in einem Interview unmissverständlich klar, wem die Nummer gebührt: „Ich weiß nicht, welche Nummer ich bei der WM tragen werde, aber die Nummer 10 gehört Neymar, das ist klar„, sagte der Offensivspieler dem brasilianischen YouTube-Kanal CazeTV. Eine Respekt-Bekundung, die bei den brasilianischen Fans auf große Zustimmung stoßen dürfte.

Drei WM-Anläufe – und immer noch ohne Titel

Für Neymar wäre es die vierte WM-Endrunde. Bei den bisherigen drei Versuchen blieb ihm der große Traum vom Titel verwehrt. Nach seiner schweren Knieverletzung im Herbst 2023 und einer ganzen Serie von Folge-Blessuren war der Edeltechniker lange nicht mehr für die Nationalmannschaft berücksichtigt worden. Sein mögliches Comeback bestimmte in Brasilien wochenlang die Schlagzeilen, bei der Nominierung soll Neymar gar Tränen vergossen haben.

Brasilien trifft in Gruppe C auf Marokko (14. Juni), Haiti (20. Juni) und Schottland (25. Juni). Vor allem das marokkanische Team, seit 2025 ungeschlagen, gilt als gefährlicher Gruppen-Gegner. Mit einem fitten Neymar wäre die Selecao klarer Co-Favorit – ohne ihn fehlt der Mannschaft ihr emotionaler Anführer.

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Gruppe A:

Mexiko – Südafrika
Südkorea – Tschechien
Tschechien – Südafrika
Mexiko – Südkorea
Südafrika – Südkorea
Tschechien – Mexiko

Gruppe B:

Kanada – Bosnien & Herzegowina
Katar – Schweiz
Schweiz – Bosnien
Kanada – Katar
Bosnien – Katar
Schweiz – Kanada

Gruppe C:

Brasilien – Marokko
Haiti – Schottland
Schottland – Marokko
Brasilien – Haiti
Marokko – Haiti
Schottland – Brasilien

Gruppe D:

USA – Paraguay
Australien – Türkei
USA – Australien
Türkei – Paraguay
Paraguay – Australien
Türkei – USA

Gruppe E:

Deutschland – Curaçao
Elfenbeinküste – Ecuador
Deutschland – Elfenbeinküste
Ecuador – Curacao
Ecuador – Deutschland
Curacao – Elfenbeinküste

Gruppe F:

Niederlande – Japan
Schweden – Tunesien
Niederlande – Schweden
Tunesien – Japan
Japan – Schweden
Tunesien – Niederlande

Gruppe G:

Belgien – Ägypten
IR Iran – Neuseeland
Belgien – Iran
Neuseeland – Ägypten
Neuseeland – Belgien
Ägypten – Iran

Gruppe H:

Saudi-Arabien – Uruguay
Spanien – Kap Verde
Spanien – Saudi-Arabien
Uruguay – Kap Verde
Kap Verde – Saudi-Arabien
Uruguay – Spanien

Gruppe I:

Frankreich – Senegal
Irak – Norwegen
Frankreich – Irak
Norwegen – Senegal
Norwegen – Frankreich
Senegal – Irak

Gruppe J:

Argentinien – Algerien
Österreich – Jordanien
Argentinien – Österreich
Jordanien – Algerien
Algerien – Österreich
Jordanien – Argentinien

Gruppe K:

Usbekistan – Kolumbien
Portugal – Kongo
Portugal – Usbekistan
Kolumbien – Kongo
Kongo – Usbekistan
Kolumbien – Portugal

Gruppe L:

Ghana – Panama
England – Kroatien
England – Ghana
Panama – Kroatien
Kroatien – Ghana
Panama – England