SC Freiburg News beim Fußball heute: Der SC Freiburg hat seinen zweiten Sommer-Transfer perfekt gemacht. Aus der ersten belgischen Liga wechselt der japanische Mittelfeldspieler Rihito Yamamoto in den Breisgau. Eine Verpflichtung, die nicht nur das Mittelfeld verstärkt, sondern bei genauerem Hinsehen auch eine ganz andere Personalie vorbereiten könnte.
SC Freiburg News heute: Acht-Millionen-Investment für Mittelfeld-Allrounder Yamamoto
Die Breisgauer greifen erneut tief in die Tasche. Nach kicker-Angaben liegt die Ablöse bei rund sieben Millionen Euro, transfermarkt.de und fussballtransfers.com nennen sogar acht Millionen Euro. So oder so ein bemerkenswerter Betrag für einen Klub, der traditionell mit spitzem Bleistift kalkuliert. Yamamoto reiht sich damit in die Liste der teuersten SC-Transfers der Vereinsgeschichte ein.
Zu den Vertragsdetails machte der Sport-Club wie üblich keine Angaben. Klar ist aber: Yamamoto ist nach Torwart Mio Backhaus, für den die Freiburger eine Rekordablöse von rund 15 Millionen Euro an Werder Bremen überwiesen, bereits der zweite Sommer-Neuzugang. Eine Transfer-Offensive, die für SC-Verhältnisse außergewöhnlich offensiv ausfällt.
Was den Japaner so wertvoll macht
Sportdirektor Klemens Hartenbach geriet bei der Vorstellung des Neuzugangs ins Schwärmen. „Rihito hat in der vergangenen Saison eine sehr gute Entwicklung durchlebt. Er ist im wahrsten Sinne ein Mittelfeldallrounder“, wird Hartenbach in einer Mitteilung des Sport-Clubs zitiert. „Seine große Stärke ist sicherlich, dass er sehr breit aufgestellt ist. So kann er sowohl mit Ball als auch gegen den Ball wesentliche Akzente setzen.“
Der nächste Entwicklungsschritt sei nun, „sich anzupassen und in Feinheiten weiterzuentwickeln“. Eine Einschätzung, die durch die Zahlen gestützt wird: In der abgelaufenen Saison stand der 24-Jährige in 29 von 30 Hauptrunden-Spielen für Sint-Truiden in der Startelf und kam auf fünf Tore und sechs Vorlagen. In der Meisterrunde, die sein Klub als Dritter beendete, legte er zwei weitere Assists in neun Einsätzen nach.
SC Freiburg: Der mögliche Manzambi-Faktor
Hier wird es spannend – und hier liegt die eigentliche Geschichte hinter dem Transfer. Yamamoto übernahm in Belgien meist den offensiveren Part auf der Doppel-Sechs in einem 4-2-3-1. Genau das System, das auch der SC Freiburg üblicherweise spielt. Heißt: Der Linksfüßer könnte ohne große Umstellung sofort die Rolle hinter der Spitze geben.
Und genau diese Rolle besetzt aktuell ein anderer: Johan Manzambi. Der 20-jährige Schweizer gilt als heißes Eigengewächs-Talent und könnte in diesem Sommer den nächsten Karriere-Schritt gehen. Yamamoto wäre vom Profil und der Positionierung her eine passgenaue Alternative – sollte Manzambi den Verein tatsächlich verlassen.
Konkrete Wechselgedanken hat der Schweizer nach eigener Aussage allerdings nicht. „Die Freiburg-Fans müssen keine Angst haben“, sagte Manzambi am Mittwoch im Kreise der Schweizer Nationalmannschaft. Trotzdem bleibt die zeitliche Nähe der beiden Personalien bemerkenswert – und der SC scheint zumindest vorgesorgt zu haben.
Yamamotos langer Weg über Belgien
Yamamotos Karriere verlief alles andere als geradlinig. Im Sommer 2023 wechselte er von Gamba Osaka zunächst auf Leihbasis nach Belgien, ein Jahr später folgte die feste Verpflichtung für rund eine Million Euro. Damals bestanden durchaus Zweifel, ob sich der Mittelfeldmann auf höchstem Niveau durchsetzen würde.
Doch Yamamoto, der als extrem arbeitswillig gilt, brauchte einfach Anlauf. Nach zwei Jahren der Gewöhnung an den europäischen Fußball gelang in der abgelaufenen Saison der Durchbruch. Sein Marktwert kletterte von 900.000 Euro auf rund fünf Millionen. Zwischenzeitlich war sogar von einer WM-Nominierung die Rede, letztlich berücksichtigte ihn Japans Nationaltrainer Hajime Moriyasu aber nicht. Insgesamt absolvierte Yamamoto 98 Pflichtspiele für Sint-Truiden.
Ein alter Bekannter im Breisgau
Auf einen vertrauten Mitspieler trifft Yamamoto bei seinem neuen Klub bereits: Yuito Suzuki, der im Sommer 2025 nach Freiburg gewechselt war. Beide standen von 2019 bis 2023 gemeinsam in 18 U-Länderspielen für Japan auf dem Platz. Eine Verbindung, die bei Yamamotos Entscheidung offenbar half.
„Die Bundesliga war ein großes Ziel von mir und natürlich habe ich mich mit Yuito über Freiburg unterhalten“, sagte Yamamoto laut Vereinsmitteilung. Er habe von seinem Landsmann „nur gute Dinge gehört“. Als zweiter Japaner im Freiburger Kader bringt er nicht nur fußballerische Qualität, sondern auch eine bereits vorhandene Vertrauensbasis mit.
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