Dynamo Dresden News beim Fußball heute: Bei Dynamo Dresden ist die nächste Personal-Entscheidung offiziell – und sie schmerzt. Sascha Risch verlässt die Schwarz-Gelben nach nur einem Jahr. Der Klub bestätigte am Mittwoch, was sich bereits seit Tagen abzeichnete: Der auslaufende Vertrag des 26-jährigen Linksverteidigers wird nicht verlängert. Eine Trennung, die ausgerechnet einen der Architekten des Aufstiegs aus der 3. Liga trifft.
SGD-Boss Gonther findet klare Worte zu Risch
Die Verkündung kam mit einer Erklärung von Sportchef Sören Gonther, die ungewöhnlich offen war. „Wir hatten uns bewusst gegen eine Verabschiedung von Sascha nach dem letzten Saisonspiel entschieden, da wir zu diesem Zeitpunkt noch in Gesprächen mit ihm und der Beraterseite waren, um einen möglichen weiteren gemeinsamen Weg zu besprechen“, erklärte der 39-Jährige laut der offiziellen Klub-Mitteilung. „Schlussendlich haben wir uns dazu entschieden, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, um uns auf dieser Position anderweitig aufzustellen und somit zukünftig getrennte Wege zu gehen.“
Damit ist auch erklärt, warum Risch beim Heimspiel gegen Holstein Kiel zum Saisonabschluss nicht offiziell verabschiedet wurde. Während andere Spieler ihre Sprech-Chöre vor der K-Block-Kulisse genießen durften, fehlte der Linksverteidiger in der Reihe der Abschieds-Geehrten. Eine Eigenart, die Aufmerksamkeit erregt hatte – und nun ihre nüchterne Erklärung findet.
Dynamo Dresden: Sascha Risch – vom Aufstiegs-Held zum Bank-Kandidaten
Was die Personalie so bitter macht, ist Rischs Bedeutung für die SGD-Erfolgsgeschichte der vergangenen Spielzeiten. Im Sommer 2024 vom SSV Ulm an die Elbe gewechselt, etablierte er sich auf Anhieb als gesetzter Linksverteidiger. In der Aufstiegssaison 2024/25 in die 2. Bundesliga gab er nach offiziellen Klub-Angaben sechs Torvorlagen in 25 Spielen – Aufstiegs-Held par excellence.
Auch in der ersten Zweitliga-Saison startete Risch zunächst als Stammspieler. Ab dem zweiten Spieltag stand er regelmäßig in der Anfangsformation. Selbst die sommerliche Verpflichtung von Alexander Rossipal als neue Konkurrenz konnte ihn anfangs nicht aus dem Team verdrängen.
Doch dann kam der Tag, der vieles veränderte: Am 4. Oktober zog sich Risch beim Heimspiel gegen den Karlsruher SC eine Schultereckgelenks-Sprengung zu. Eine schwere Verletzung mit langer Pause als Folge. Während seiner Genesung übernahm Rossipal endgültig den Stammplatz, ließ ihn nicht mehr los. Risch war zwar zurück, aber nicht mehr in der Startelf. Wie tag24 zusammenfasst, kam er in der gesamten Rückrunde nur noch zu zwei Kurz-Einsätzen – in Hannover und im Rückspiel in Karlsruhe. Für einen Profi, der immer Leistung gezeigt hatte, ein bitteres Ende.
Wertschätzung aus der Chefetage
Den Vertrauensbruch wollte Gonther deshalb nicht so stehen lassen. „Sascha war jederzeit ein wichtiger Teil der Mannschaft und ist sowohl auf als auch neben dem Platz mit vollem Einsatz für Dynamo dabei gewesen. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg sowohl privat als auch sportlich alles Gute“, erklärte der Sportchef in der offiziellen Mitteilung der SGD.
Ein Nachsatz, der zeigt: Sportlich nicht überzeugt zu sein und einen Spieler menschlich zu schätzen, schließt sich an der Elbe nicht aus.
Privat bleibt Dresden seine Heimat
Was den Abschied für Sascha Risch tatsächlich besonders macht, ist die private Bindung an die Stadt. Im April 2025 hatte er hier seine Frau Damaris geheiratet. Im Sommer 2025 kam die gemeinsame Tochter in Elbflorenz auf die Welt. Eine Familie, deren Wurzeln an die Elbe gewachsen sind – während die sportliche Zukunft jetzt woanders gesucht werden muss.
Bemerkenswert: Damaris Risch hatte ihrem Mann sportlich bereits etwas vorgegriffen. Die Linksverteidiger-Ehefrau verabschiedete sich auf Instagram öffentlich von Dresden, lange bevor der Klub etwas Offizielles verkündete. Ein Hinweis, der von aufmerksamen Beobachtern direkt richtig gedeutet wurde.
Dynamo Dresden hat den Nachfolger wohl schon in der Pipeline
Die SGD-Verantwortlichen haben den Trennungs-Schritt nicht ohne Plan vollzogen. Wie tag24 zuerst exklusiv berichtet hatte, steht Brooklyn Ezeh von Hannover 96 vor dem Wechsel ins Schwarz-Gelbe. Der 24-jährige Linksverteidiger soll ablösefrei kommen und Rischs Position übernehmen. Eine Konstellation, die zeigt: Bei Sport-Chef Gonther war der Personal-Plan offenbar längst durchdacht, bevor er Risch das Aus mitteilte.
Sportlich endet damit eine Geschichte, die mit dem Drittliga-Aufstieg ihren Höhepunkt fand und nach nur einer weiteren Saison ihr stilles Ende erlebt. Bitter für den Profi, klar in der Linie für den Klub.
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