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WM: Klopp entschuldigt sich nach 7:1-Gala bei DFB-Trainer Nagelsmann

Deutschland-Fans

Was für ein Nachspiel! Bei der WM-Analyse am vergangenen Donnerstag hatte MagentaTV-Experte Jürgen Klopp mit einem einzigen Wort für einen Sturm im Blätterwald gesorgt: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch.“ Vier Buchstaben zu viel. Nach dem 7:1-Kantersieg der DFB-Elf gegen Curaçao entschuldigte sich der Ex-Liverpool-Coach nun im Gespräch mit dem Bundestrainer bei MagentaTV – und ging dabei hart mit sich selbst ins Gericht.

Klopps „Noch“-Aussage: Debatte um Nagelsmann-Nachfolge

Was als flapsige Bemerkung gemeint war, entwickelte eine Eigendynamik, die Klopp offensichtlich nicht kommen sah. Unmittelbar nach seinem Spruch wurde spekuliert, ob Nagelsmann nach der WM trotz seines Vertrags bis 2028 beim DFB aufhört – und ob Klopp sein Nachfolger werden könnte. Die Debatte schlug hohe Wellen, Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Unter anderem Lothar Matthäus ging den Ex-BVB-Coach für seine Äußerung scharf an.

Drei Tage und ein 7:1 später suchte Klopp das offene Gespräch mit Nagelsmann vor laufender Kamera. Und er fand deutliche Worte: „Das Unwort meines Jahres habe ich bereits gefunden: ‚Noch‘. Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber da war es schon zu spät und ich war im Fernsehen. Ist so flapsig rausgerutscht und hat gar keine Relevanz.“ Eine Entschuldigung ohne Wenn und Aber.

Klopp über sich selbst: „Werde übermorgen 59 und bin immer noch dämlich“

Dann wurde es selbstironisch – typisch Klopp. „Was ich festgestellt habe, ist: Ich werde übermorgen 59 und bin immer noch dämlich“, sagte der ehemalige Erfolgstrainer und erntete damit Lacher im Studio. Doch hinter dem Humor steckte eine klare Botschaft an Nagelsmann und das gesamte DFB-Team: „Wir sind komplett auf eurer Seite, was auch immer ihr damit macht. Nichts davon kommt, was den Ablauf hier stören soll.“

Nagelsmann dürfte die Worte mit Genugtuung gehört haben. Sein Team hatte zuvor mit dem 7:1 gegen Curaçao die beste Antwort auf jede Trainerdebatte geliefert. Sechs verschiedene Torschützen, ein Traumdebüt von Nathaniel Brown, ein Doppelpack von Kai Havertz – und ein Bundestrainer, der seine Mannschaft offensichtlich im Griff hat. Am Freitag wartet in der Gruppe E mit der Elfenbeinküste (22:00 Uhr, Toronto-Stadion) die nächste Aufgabe. Die Causa Klopp dürfte damit erledigt sein – das „Noch“ bleibt trotzdem als Anekdote dieser WM hängen.

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