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WM-Fanfeste 2026: Public Viewing erlaubt – doch es gibt einen Haken

Deutschland-Fans-Zuschauer-min Deutschland - Bosnien

WM-News beim Fußball heute: Vorfreude trifft auf Ernüchterung – bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada müssen sich deutsche Fans auf späte Anstoßzeiten einstellen – und auf reichlich abgesagte Fanmeilen. Trotz einer Sonderregelung verzichten zahlreiche Großstädte auf zentrale Feste.

WM-Fanfeste 2026: Späte Anstoßzeiten sorgen für Lärmschutz-Streit

Das Grundproblem liegt in der Zeitverschiebung. Rund die Hälfte der 104 Partien wird aus deutscher Sicht zwischen 18 und 23 Uhr angepfiffen, etliche enden erst nach Mitternacht. Häufigste Kickoff-Zeiten sind 21, 22, 0 und 3 Uhr. Das DFB-Team trifft es vergleichsweise milde: Der Auftakt gegen Curaçao steigt um 19 Uhr, die Spiele gegen die Elfenbeinküste und gegen Ecuador jeweils um 22 Uhr.

Genau hier lauerte die juristische Hürde. Der allgemeine Lärmschutz greift um 22 Uhr, späte Open-Air-Übertragungen wären ohne Sonderregel kaum genehmigungsfähig. Nach einem Ressort-Streit zwischen Umweltminister Carsten Schneider und dem Agrarministerium beschloss die Bundesregierung schließlich die befristete „Public-Viewing-Verordnung“. Sie gilt vom 20. Mai bis 31. Juli 2026.

WM 2026 – Public Viewing: Trotz Erlaubnis sagen viele Städte die Fanmeile ab

Einen Automatismus gibt es allerdings nicht. Jede Veranstaltung muss einzeln geprüft werden, die Behörde vor Ort entscheidet, ein Anspruch auf Genehmigung besteht nicht. Und obwohl Public Viewing nach 22 Uhr nun rechtlich möglich ist, ziehen zahlreiche Metropolen nicht mit: München, Köln, Hamburg, Dortmund, Leipzig, Mainz, Stuttgart und Nürnberg verzichten auf zentrale Fanfeste.

Die Gründe ähneln sich überall. Die Olympiapark München GmbH verweist auf sinkendes Interesse – Public Viewing gebe es heute in jedem Biergarten. In Hamburg kollidiert das Heiligengeistfeld mit dem Aufbau des Sommerdoms, das Finale ließe sich dort gar nicht zeigen. Hinzu kommen die späten Spielzeiten, dezentrale Angebote und hohe Kosten für Großveranstaltungen.

WM-Fanmeile 2026 in Berlin? Sonderfall und Regeln fürs Public Viewing

Auch Berlin überrascht. Eine Fanmeile am Brandenburger Tor wie bei der EM 2024 ist nicht geplant, da sich kein Veranstalter meldete. Dafür locken zahlreiche dezentrale Spots: Biergärten wie das BRLO Brwhouse oder Naumanns zeigen alle Spiele bei freiem Eintritt, am Potsdamer Platz laufen zehn Partien gratis auf einer 3D-LED-Wall. Erste feste Adressen gibt es zudem in Herten, Bad Säckingen, Weinstadt, Speyer und Elmshorn.

Wer selbst übertragen will, sollte die Regeln kennen. Kommerzielle Veranstaltungen benötigen eine kostenpflichtige Lizenz des Weltverbands, nicht-kommerzielle Events ab 5.000 erwarteten Zuschauern ebenfalls. Kleine Übertragungen in Bars ohne Eintritt gelten meist als normaler Geschäftsbetrieb. Technisch zeigt MagentaTV als Rechteinhaber alle 104 Spiele, 60 davon laufen frei empfangbar bei ARD und ZDF.

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WM-Fanfeste 2026 - Public Viewing: FAQ

Gibt es bei der WM 2026 Public Viewing in Deutschland?

Ja, allerdings deutlich seltener als bei früheren Turnieren. Eine befristete "Public-Viewing-Verordnung" erlaubt vom 20. Mai bis 31. Juli 2026 Lärmschutz-Ausnahmen für öffentliche Übertragungen bis spät in die Nacht. Sie betrifft alle WM-Spiele, gilt aber nicht für Privatfeiern. Einen Anspruch auf Genehmigung gibt es nicht - jede Veranstaltung wird einzeln geprüft.

Warum sagen viele Städte bei der WM 2026 die Fanmeile ab?

Obwohl Public Viewing nach 22 Uhr rechtlich möglich ist, verzichten Großstädte wie München, Köln, Hamburg, Dortmund, Leipzig, Mainz, Stuttgart und Nürnberg auf zentrale Feste. Gründe sind die späten und nächtlichen Anstoßzeiten, ein sinkendes Interesse, die Verlagerung der Fans in Biergärten sowie die hohen Kosten für Großveranstaltungen.

Warum sind die Anstoßzeiten der WM 2026 so spät?

Die WM 2026 findet in den USA, Mexiko und Kanada statt, weshalb viele Partien aus deutscher Sicht erst abends oder nachts beginnen. Rund die Hälfte der 104 Spiele wird zwischen 18 und 23 Uhr deutscher Zeit angepfiffen, etliche enden nach Mitternacht. Das DFB-Team spielt vergleichsweise früh, etwa um 19 und 22 Uhr.

Wo gibt es bei der WM 2026 trotzdem Public Viewing?

In Berlin locken zahlreiche dezentrale Spots, darunter Biergärten wie das BRLO Brwhouse und Naumanns mit freiem Eintritt sowie eine 3D-LED-Wall am Potsdamer Platz. Erste feste Adressen gibt es zudem in Herten, Bad Säckingen, Weinstadt, Speyer und Elmshorn. Die Liste dürfte bis Turnierstart noch deutlich wachsen.

Welche Regeln gelten für eigenes Public Viewing bei der WM 2026?

Kommerzielle Veranstaltungen benötigen eine kostenpflichtige Lizenz, ein kommerzieller Zweck liegt schon bei Eintritt oder Sponsoren vor. Nicht-kommerzielle Events sind teils gebührenfrei, ab über 5.000 erwarteten Zuschauern aber lizenzpflichtig. Kleine Übertragungen in Bars ohne Eintritt gelten meist als normaler Geschäftsbetrieb. Zu beachten sind außerdem lokale Lärmschutz-Auflagen und mögliche GEMA-Gebühren.