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Trinkpausen bei der WM 2026: Klopp und Co. wettern gegen die neue Regel

Kaum hat die WM 2026 begonnen, sorgt eine Neuerung für mächtig Zündstoff: die festen Trinkpausen in jedem Spiel. Was der Weltverband als Schutz der Spieler verkauft, geißeln prominente Kritiker wie Jürgen Klopp als reine Geldmacherei.

WM-Regeln 2026: Das steckt hinter den neuen Trinkpausen

Erstmals gibt es die sogenannten Hydration Breaks wetterunabhängig in jeder Partie. Rund um die 22. und die 67. Minute wird das Spiel für etwa drei Minuten unterbrochen. Offiziell soll das die Profis vor der Hitze schützen und für einheitliche Bedingungen sorgen, da die Temperaturen teils über 30 Grad klettern und die meisten Stadien nicht klimatisiert sind.

Eine Nebenwirkung fällt dabei sofort auf. Während der Pausen läuft die Uhr weiter, die verlorene Zeit wird nachgespielt – im Eröffnungsspiel summierte sich das auf drei Minuten in Hälfte eins und sieben Minuten in Durchgang zwei. Welche weiteren Regeln bei diesem Turnier gelten, haben wir in unserer Übersicht zu den WM-Regeln zusammengefasst.

WM 2026: Klopp rechnet mit den Trinkpausen ab

Besonders deutlich wird Jürgen Klopp. Bei MagentaTV warf der 58-Jährige dem Weltverband vor, wirtschaftliche Interessen über den Sport zu stellen – der Fußball werde „von Managern in klimatisierten Büros als Geisel gehalten“. Eine Spitze, die sitzt.

Sein Hauptärgernis ist der zerstörte Spielfluss. „Wir bauen Dämme, damit die Werbung durchkommt“, schimpfte Klopp, der Fußball drohe „zur Hintergrundmusik“ zu werden. Pikant: Klopp ist selbst Werbebotschafter und bei Red Bull unter Vertrag – darauf wurde er im TV allerdings nicht angesprochen.

WM-Trinkpausen: Kommerz-Verdacht und weitere prominente Kritiker

Der Kern der Kritik zielt auf den Verdacht, dass die Pausen vor allem zusätzliche Werbeplätze schaffen – insbesondere für nordamerikanische Sender. Ein Beispiel lieferte Australien gegen die Türkei in Vancouver: Trotz geschlossenem Dach und lediglich rund 21 Grad gab es zwei Unterbrechungen. Beim Eröffnungsspiel kehrte der US-Sender Fox Sports sogar zweimal erst ins Livebild zurück, als längst weitergespielt wurde.

Auch andere Größen stimmen in die Kritik ein. Lothar Matthäus sprach nach dem deutschen 7:1 gegen Curaçao laut der Sport Bild von „Geldmacherei“. Bastian Schweinsteiger störte sich bei Kanada gegen Bosnien an den Pausen bei idealen 25 Grad – und monierte zudem das Wässern des Rasens: Der Ball laufe danach deutlich schneller, das Passspiel sei „holprig“ gewesen. Die Debatte dürfte das Turnier also weiter begleiten.

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