WM 2030 Regeln & Modus: Die Kurzübersicht
Die Fußball-WM 2030 findet zum 100-jährigen WM-Jubiläum statt – und wird gleich in mehrfacher Hinsicht historisch: Erstmals teilen sich mit Marokko, Spanien und Portugal drei Länder auf zwei Kontinenten die Gastgeberrolle, dazu kommen drei Jubiläumsspiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay.
Gespielt wird vom 8. Juni bis zum 21. Juli 2030 – nach demselben Modus mit 48 Teams, der schon bei der WM 2026 galt. Hier findest du alle wichtigen Regeln und den kompletten WM-Modus – von der Gruppenphase bis zum Finale.
Das Wichtigste auf einen Blick
- 48 Teams in 12 Gruppen à vier Mannschaften
- Alle Gruppenersten, -zweiten und die acht besten Gruppendritten ziehen in die K.-o.-Runde ein
- Die K.-o.-Runde startet mit einem Sechzehntelfinale (Runde der letzten 32)
- Bei Punktgleichheit entscheidet zuerst der direkte Vergleich – erst danach die Tordifferenz
- Fünf Auswechslungen pro Spiel, plus ein zusätzlicher Wechsel in der Verlängerung
- Sperren: nach zwei gelben Karten oder einer roten Karte
- Sechs Gastgeber (Marokko, Spanien, Portugal, Uruguay, Argentinien, Paraguay) sind automatisch qualifiziert
- Titelverteidiger ist Spanien, das die WM 2026 gewann
WM 2030: Wer holt den Titel?
Quotenänderungen vorbehaltenWie oft darf man bei der WM wechseln?
Bei einer Fußball-WM darf jedes Team pro Spiel fünf Mal wechseln – verteilt auf maximal drei Wechselfenster, die Halbzeitpause nicht mitgerechnet. Ursprünglich galt im Weltfußball ein Kontingent von drei Wechseln, doch seit der Corona-Pandemie wurde die Regelung weltweit auf fünf Auswechslungen pro Partie erhöht. Auch bei der WM 2030 bleibt es bei diesem Modus.
Geht eine Partie in die Verlängerung, steht den Trainern eine weitere, sechste Auswechslung samt zusätzlichem Wechselfenster zur Verfügung – ungenutzte Wechsel aus der regulären Spielzeit verfallen dabei nicht. Wichtig: Ein Spieler, der ausgewechselt wird, muss das Feld innerhalb von zehn Sekunden nach Anzeigen der Wechseltafel verlassen – andernfalls darf der Einwechselspieler erst bei der nächsten Spielunterbrechung aufs Feld.
Wie viele Spieler dürfen mit zur WM?
Jede Nation darf zwischen 23 und 26 Spieler nominieren, darunter müssen sich mindestens drei Torhüter befinden. Das 26er-Kontingent wurde erstmals bei der WM 2022 in Katar eingeführt und gibt den Trainern mehr Flexibilität, insbesondere bei Verletzungen während des Turniers. Aus dem Kader dürfen pro Spiel jedoch weiterhin nur elf Spieler von Beginn an auflaufen.
Nachträgliche Änderungen sind streng geregelt: Eine Nachnominierung ist nur bis 24 Stunden vor dem ersten Spiel einer Mannschaft möglich – und ausschließlich bei einer nachgewiesenen Verletzung. Der Ersatzmann übernimmt dann die Rückennummer seines Vorgängers. Einzige Ausnahme sind die Torhüter: Sie dürfen während des gesamten Turniers ersetzt werden.
So funktioniert der Modus der WM 2030
Grundlegend für das Verständnis der WM 2030 ist ein Blick auf den WM-Modus. Wie schon 2026 treten auch beim Jubiläumsturnier 48 Teams an statt der früheren 32 – das prägt sowohl die Gruppenphase als auch die K.-o.-Runde.
12 WM-Gruppen à vier Mannschaften
Die 48 Teams werden auf zwölf WM-Gruppen mit je vier Mannschaften verteilt. Jede Nation bestreitet in der Vorrunde drei Partien. Anschließend ziehen die beiden Bestplatzierten jeder Gruppe sowie die acht besten Gruppendritten in die K.-o.-Runde ein – insgesamt also 32 Mannschaften.
Die K.-o.-Runde der WM 2030
Durch das aufgestockte Teilnehmerfeld beginnt die K.-o.-Phase mit einem Sechzehntelfinale, der Runde der letzten 32. Danach folgen Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Der Weltmeister muss damit eine Runde mehr überstehen als bei den Turnieren bis 2022. Das Eröffnungsspiel steigt am 8. Juni 2030 im Estadio Centenario in Montevideo – dort, wo 1930 die allererste Weltmeisterschaft angepfiffen wurde. Das Finale findet am 21. Juli 2030 im Santiago-Bernabéu-Stadion in Madrid statt.
WM-Regeln: Diese Regeländerungen prägen den modernen WM-Fußball
Über den reinen Modus hinaus gelten bei einer Fußball-WM zahlreiche Detailregeln, die das IFAB (International Football Association Board) in den vergangenen Jahren beschlossen hat. Viele davon kamen bei der WM 2026 erstmals bei einer Weltmeisterschaft zum Einsatz und dürften auch die WM 2030 prägen. Wir erklären, worauf es ankommt.
VAR mit erweiterten Befugnissen
Der Videoschiedsrichter darf auch bei Eckstößen eingreifen: Wurde ein Eckball fälschlicherweise zugesprochen, kann der VAR den Schiedsrichter in Echtzeit darauf aufmerksam machen. Auch ein Tor, das aus einem Eckstoß resultiert, darf überprüft werden – selbst dann, wenn sich das entscheidende Foul schon vor der Ausführung ereignet hat.
Zusätzlich kontrolliert der VAR die zweite Gelbe Karte einer Gelb-Roten Karte: War die Verwarnung eine klare Fehlentscheidung, darf er eingreifen. Erste Gelbe Karten bleiben allein die Entscheidung des Schiedsrichters auf dem Feld – es sei denn, die Karte wurde versehentlich dem falschen Spieler oder sogar dem falschen Team zugeordnet.
Zeitspiel und der 5-Sekunden-Countdown
Zeitspiel war bei vergangenen Turnieren ein wiederkehrendes Ärgernis. Vermutet der Schiedsrichter eine absichtliche Verzögerung bei einem Einwurf oder Abstoß, zählt er sichtbar mit der Hand fünf Sekunden herunter. Wird der Ball nicht rechtzeitig ins Spiel gebracht, gibt es Konsequenzen: Bei einem Einwurf wechselt der Ballbesitz, ein verspäteter Abstoß wird mit einem Eckstoß für den Gegner bestraft.
Regel für verletzte Spieler
Wird ein Spieler auf dem Platz behandelt, muss er das Feld anschließend verlassen und darf erst nach Ablauf einer Minute zurückkehren – sein Team überbrückt die Wartezeit in Unterzahl. Damit soll das Vortäuschen von Verletzungen zur Zeitverzögerung unterbunden werden. Zwei Ausnahmen gibt es: Torhüter dürfen nach einer Behandlung auf dem Feld bleiben. Und wurde der Spieler durch ein Foul verletzt, für das der Gegenspieler Gelb oder Rot sah, entfällt die Wartezeit ebenfalls.
Weitere Regeländerungen im Überblick
Zwei neue Tatbestände führen zum Platzverweis: Wer bei einer Konfrontation mit dem Gegner den Mund mit Hand, Arm oder Trikot verdeckt, um Lippenlesen zu verhindern, sieht die Rote Karte – ebenso Spieler, die aus Protest gegen eine Schiedsrichter-Entscheidung den Platz verlassen. Besteht bei einem Spieler der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, erhält sein Team zudem eine zusätzliche Auswechslung über das reguläre Kontingent hinaus. Ob das IFAB bis zur WM 2030 weitere Anpassungen beschließt, ist derzeit noch offen.
Punktgleichheit bei der WM: Direkter Vergleich vor Tordifferenz
Beenden nach der Gruppenphase mehrere Teams die Tabelle mit derselben Punktzahl, entscheidet eine feste Kriterien-Reihenfolge über die Platzierung. Anders als bei früheren Turnieren zählt dabei zuerst der direkte Vergleich – erst danach kommt die Tordifferenz ins Spiel. Die Kriterien werden in drei Stufen geprüft:
- Direkter Vergleich: Zuerst zählen ausschließlich die Duelle der punktgleichen Teams untereinander – in dieser Reihenfolge die dort geholten Punkte, die Tordifferenz und die erzielten Tore.
- Gesamttabelle: Bringt das keine Entscheidung, folgen die Tordifferenz aus allen Gruppenspielen, danach die insgesamt erzielten Tore und anschließend die Fairplay-Wertung (Gelbe und Rote Karten von Spielern und Offiziellen).
- Weltrangliste: Steht dann immer noch keine Reihenfolge fest, entscheidet die zuletzt veröffentlichte Weltrangliste. Einen Losentscheid gibt es nicht mehr.
Welche Gruppendritten kommen weiter?
Die acht besten der zwölf Gruppendritten ziehen ebenfalls ins Sechzehntelfinale ein. Dafür wird eine eigene Vergleichstabelle aller Drittplatzierten erstellt. Bei Punktgleichheit entscheiden hier der Reihe nach: die Punkte aus allen Gruppenspielen, die Tordifferenz, die erzielten Tore, die Fairplay-Wertung und zuletzt die Weltrangliste.
Verlängerung und Elfmeterschießen: Was passiert bei Unentschieden in der K.-o.-Runde?
Gibt es in einem K.-o.-Spiel nach 90 Minuten keinen Sieger, steht wie gewohnt die Verlängerung an. Diese dauert zweimal 15 Minuten. Bringt auch sie keine Entscheidung, fällt diese im Elfmeterschießen.
Die wichtigsten Elfmeterschießen-Regeln
Beim Showdown vom Punkt gelten einige Besonderheiten: Teilnehmen dürfen nur Spieler, die beim Schlusspfiff auf dem Platz standen. Auswechslungen sind während des Elfmeterschießens nicht erlaubt – einzige Ausnahme ist ein verletzter Torhüter, sofern das Wechselkontingent noch nicht ausgeschöpft ist.
Befindet sich ein Team nach einem Platzverweis in Unterzahl, muss der Gegner vor dem Elfmeterschießen die gleiche Anzahl an Schützen streichen. Jedes Team benennt zunächst fünf Schützen, steht danach kein Sieger fest, geht es Schuss um Schuss weiter. Und: Gelbe Karten aus dem Spiel werden nicht ins Elfmeterschießen übernommen – wer dort verwarnt wird, sieht also keine Gelb-Rote Karte.
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FAQ - WM-Regeln & WM-Modus
Wie viele Auswechslungen sind bei der WM erlaubt?
Bei einer Fußball-WM sind pro Spiel fünf Auswechslungen erlaubt, verteilt auf maximal drei Wechselfenster. Geht eine Partie in die Verlängerung, steht den Trainern eine sechste Auswechslung zur Verfügung. Ausgewechselte Spieler müssen das Feld innerhalb von zehn Sekunden nach Anzeigen der Wechseltafel verlassen. Bei Verdacht auf eine Gehirnerschütterung gibt es einen zusätzlichen Wechsel.
Wie viele Spieler dürfen mit zur WM?
Jede Nation darf zwischen 23 und 26 Spieler nominieren, darunter mindestens drei Torhüter. Eine Nachnominierung ist nur bis 24 Stunden vor dem ersten Spiel möglich – und ausschließlich bei einer nachgewiesenen Verletzung. Torhüter dürfen als einzige während des gesamten Turniers ersetzt werden.
Wie funktioniert der Modus der WM?
Bei der WM starten 48 Teams in zwölf Gruppen à vier Mannschaften. Aus jeder Gruppe qualifizieren sich der Gruppenerste und der Gruppenzweite direkt für die K.-o.-Runde, dazu kommen die acht besten Gruppendritten. Damit umfasst die K.-o.-Phase 32 Teams und beginnt mit einem Sechzehntelfinale, bevor es in Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale geht.
Was passiert bei Punktgleichheit in der Gruppenphase?
Haben mehrere Teams dieselbe Punktzahl, zählt zuerst der direkte Vergleich zwischen den punktgleichen Mannschaften – bei drei Teams wird dafür eine separate Tabelle nur aus ihren Duellen erstellt. Erst danach folgen die Tordifferenz, die erzielten Tore und die Fairplay-Wertung. Steht dann noch keine Reihenfolge fest, entscheidet die Weltrangliste. Einen Losentscheid gibt es nicht mehr.
Gibt es Verlängerung bei der WM?
Ja, ab dem Sechzehntelfinale ist in der K.-o.-Phase eine Verlängerung möglich, wenn es nach 90 Minuten keinen Sieger gibt. Die Verlängerung besteht aus zwei Hälften à 15 Minuten. Bringt auch sie keine Entscheidung, folgt das Elfmeterschießen. In der Verlängerung steht den Trainern zudem eine sechste Auswechslung zur Verfügung.
Nach wie vielen gelben Karten ist ein Spieler bei der WM gesperrt?
Ein Spieler, der zwei gelbe Karten in verschiedenen Spielen sammelt, wird automatisch für das nächste Spiel gesperrt. Einzelne gelbe Karten werden im Turnierverlauf zweimal gestrichen – nach der Gruppenphase und erneut nach dem Viertelfinale. Damit kann kein Spieler wegen einer Gelbsperre das Finale verpassen.
Wann findet die WM 2030 statt und wer sind die Gastgeber?
Die WM 2030 wird vom 8. Juni bis zum 21. Juli 2030 ausgetragen – erstmals auf drei Kontinenten. Hauptgastgeber sind Marokko, Spanien und Portugal, dazu kommen je ein Jubiläumsspiel in Uruguay, Argentinien und Paraguay. Das Eröffnungsspiel steigt in Montevideo, das Finale in Madrid.
Wie qualifiziert man sich für die WM 2030?
Die sechs Gastgeber Marokko, Spanien, Portugal, Uruguay, Argentinien und Paraguay sind automatisch qualifiziert. Für alle anderen Nationen beginnt die Qualifikation voraussichtlich 2027 oder 2028. Bei einem Teilnehmerfeld von 48 Mannschaften entfallen die meisten Startplätze auf Europa, gefolgt von Afrika und Asien.