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Tennis heute: Zverev plötzlich Topfavorit – doch der Weg bleibt steinig

French Open

Tennis heute: Bei den French Open 2026 ist das große Beben da: Topfavorit Jannik Sinner ist sensationell bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Für Alexander Zverev verändert das die Ausgangslage komplett – der Hamburger gilt nach dem Aus des Italieners und der verletzungsbedingten Absage von Carlos Alcaraz nun als Top-Favorit auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Selbst hat Zverev bereits souverän die dritte Runde erreicht.

Sinner-Drama: Sonnenstich stoppt den Topfavoriten

Sinner scheiterte auf dramatische Weise am Argentinier Juan Manuel Cerundolo – trotz klarer Führung. Der Italiener verlor mit 6:3, 6:2, 5:7, 1:6 und 1:6, obwohl er nach zwei souverän gewonnenen Sätzen im dritten Durchgang bereits mit 5:1 vorne gelegen hatte. Dann aber plagten den 24-Jährigen Krämpfe und Schwindelgefühle.

Wie Eurosport einordnet, erlitt der Südtiroler offenbar einen Sonnenstich in der Hitze von Paris. Der Weltranglisten-Erste, der zuvor 18 Sandplatz-Matches in Folge gewonnen hatte, musste mehrfach den Physiotherapeuten rufen. Für den als Außenseiter gestarteten Cerundolo ist es der größte Erfolg seiner Karriere – wie sport.de dokumentiert, übersteht der Argentinier damit erstmals überhaupt die zweite Runde von Roland Garros.

French Open: Zverev als neuer Favorit – aber mit Haken

Für Zverev ist das Sinner-Aus ein Glücksfall. Der Hamburger ist nach dem Beben der neue Titelfavorit – Novak Djokovic springt mit deutlichem Abstand zurück ins Titelrennen. Bemerkenswert ist der entscheidende Faktor: Sinner stand in der oberen Tableau-Hälfte, Zverev in der unteren. Beide hätten sich also frühestens im Finale getroffen.

Genau dieser potenzielle Endspiel-Gegner ist nun weg – und das wiegt schwer. Zverev hat seine jüngsten Duelle gegen Sinner allesamt verloren (je nach Zählweise acht oder neun in Folge). Sein „Angstgegner“ hätte im Finale gewartet. Sportlich ist Zverev bestens im Turnier unterwegs, bei seinen bisherigen Auftritten gab er noch keinen Satz ab.

Zverev im Eiltempo in Runde drei

In der zweiten Runde ließ Zverev ebenfalls nichts anbrennen. Er besiegte den Tschechen Tomas Machac am Mittwochabend locker mit 6:4, 6:2 und 6:2 – nach nur 1:48 Stunden und mit 19 Assen. Sein nächster Gegner in Runde drei ist nun der Franzose Quentin Halys, der zuvor den an Position 32 gesetzten Ugo Humbert ausgeschaltet hatte.

Bemerkenswert ist Zverevs Sandplatz-Bilanz. Er erreichte bereits zum zehnten Mal die dritte Runde von Roland Garros – seine beste Bilanz bei allen vier Grand-Slam-Turnieren. Wie Eurosport ergänzt, gelten die French Open als sein bestes Major: viermal stand er im Halbfinale, 2024 sogar im Endspiel (Niederlage gegen Alcaraz).

Mögliches Halbfinale gegen Djokovic

Die wohl größte Hürde wartet für Zverev im möglichen Halbfinale: Novak Djokovic. Der Serbe ist als möglicher Gegner allerdings nicht mehr auf dem Level seiner ganz großen Zeiten. Djokovic steht nach einem Vier-Satz-Erfolg gegen den Franzosen Valentin Royer ebenfalls in der nächsten Runde.

Bemerkenswert ist die Vorgeschichte: Im vergangenen Jahr setzte sich Djokovic im Viertelfinale von Roland Garros gegen Zverev durch (4:6, 6:3, 6:2, 6:4). Eine mögliche Revanche im Halbfinale 2026 hätte also besondere Brisanz. Für den Hamburger spricht jedoch seine starke Form und die Tatsache, dass mit Sinner der dominierende Spieler des Jahres aus dem Weg ist.

Offenes Feld: Diese Außenseiter profitieren

Mit dem Sinner-Aus ist das Feld weit offen. Nun haben Casper Ruud, Rafael Jodar, Francisco Cerundolo und Ben Shelton einen deutlich klareren Weg in einem Tableau, das keine dominante Kraft mehr über allen anderen hat. Besonders die obere Hälfte – Sinners verwaiste Seite – ist zum Vakuum geworden.

Dort haben nun Félix Auger-Aliassime (4), Ben Shelton (Setzung 5) oder Frances Tiafoe (19) ein offenes Feld vor sich. Zudem muss man Casper Ruud auf der Rechnung haben. Der Norweger gewann gegen Hamad Medjedovic und erreichte in Rom das Finale.  Klar ist: Zverev ist rechnerisch der Topfavorit auf seinen ersten Major-Titel – doch erst muss er seine eigene Hälfte mit Halys und voraussichtlich Djokovic selbst durchspielen. Geschenkt ist nichts, aber die größte Hürde seiner Karriere steht ihm in Paris nicht mehr im Weg.

 

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