Bundesliga News beim Fußball heute: Der VfL Wolfsburg rettet sich in die Relegation, der FC St. Pauli steigt nach zwei Jahren wieder ab. Wir haben uns nach dem Abpfiff bei Sky, DAZN und NDR umgehört und die St. Pauli vs. Wolfsburg Stimmen gesammelt.
St. Pauli vs. Wolfsburg Stimmen – Blessin: „In mir sieht es leer aus. Es tut verdammt weh“
Alexander Blessin (Trainer FC St. Pauli): „Es ist schwierig, das Geschehene in Worte zu fassen. Das Spiel steht sinnbildlich für die ganze Saison, mit Ups und Downs. Wir hatten das Momentum nicht auf unserer Seite. Was die Gegentore anbelangt, haben wir schlecht verteidigt. Wir hatten Chancen und wenn wir vor der Pause das 1:1 machen, dann brennt hier die Hütte und dann wäre es, zusätzlich zur Information, dass Mainz mit 2:0 in Heidenheim führt, ein ganz anderes Gefühl gewesen, mit dem die Mannschaft in die Kabine geht.
Du kommst dann wieder raus und erzielst den Ausgleich und wir waren gut drin. Es ist mühselig, darüber zu reden, ob es vor dem 1:2 ein Foul war oder nicht. Es wurde nicht als Foul gewertet, was man akzeptieren muss. Ich habe eine andere Meinung, wenn der Torwart gestört wird und ein Arm geblockt wird. Das hat uns in dem Moment gekillt. Danach war es schwierig, wir wussten, dass wir zwei Tore erzielen müssen. Wir haben alles reingeworfen, auch mit vielen langen Bällen und den zweiten Bällen. Am Ende muss man ehrlich sein: Wenn man am 34. Spieltag auf dem Platz steht, dann ist es so und dann muss man das akzeptieren. Die Fans tun mir sehr leid. Es tut weh, ich bin wahnsinnig enttäuscht. Es hat extrem viel Energie gekostet. Die Mannschaft hat heute alles versucht. Wir müssen es akzeptieren, das Leben geht trotzdem weiter. Es ist ein bitterer Moment für den Club und für uns.“
Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): „Bevor ich auf das Spiel eingehe: Es ist ein bitterer Moment für den FC St. Pauli. Letztes Jahr war ich mit Bochum hier und wir sind abgestiegen. Da sind wir von den St. Pauli-Fans gefeiert worden. Heute bin ich der glückliche Trainer, der gewonnen hat und die Relegation spielen darf. Ich ziehe den Hut, wie die St. Pauli-Fans ihre Mannschaft unterstützt haben und sich uns gegenüber verhalten haben. In einer bitterer Stunde für den FC St. Pauli ist das nicht selbstverständlich. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft und hatten die klareren Chancen, die wir besser nutzen müssen.
Wenn St. Paulis Lattenknaller in der ersten Halbzeit reingeht, wird es vielleicht ein anderes Spiel. Wir wollten nach der Pause weiter dran bleiben, bekommen aber den Ausgleich und dann nimmt das Spiel Fahrt auf. Es war an Dramatik kaum zu überbieten. Für mich war es vor dem 2:1 kein Foulspiel am Torwart. Wenn der Elfmeter dann reingeht, hätten wir das Ding gezogen. Das war dann der Moment, wo das Stadion wieder angezündet war. Wir mussten, viele lange Bälle verteidigten und hatten dann den Konter, den wir erfolgreich abschließen. Jetzt gilt der Fokus voll und ganz auf der Relegation.“
Stimmen zu St. Pauli – Wolfsburg: Vasilj kündigt seinen Abschied an
Nikola Vasilj (Torwart FC St. Pauli, nach dem Spiel): „Wir haben zwei Gegentore nach Standards kassiert, das war zu einfach. Wir hatten unsere Chancen, haben sie nicht genutzt. Wolfsburg geht dann in Führung. Unsere Fans waren überragend heute und wir haben es geschafft, den Ausgleich zu erzielen. Der Glaube war zurück und die Energie im Stadion ebenfalls. Dann kam die spielentscheidende Szene, die zum 1:2 führt. Mein rechter Arm wird geblockt und ich konnte nur mir dem linken Arm reagieren. Ich hatte einfach nicht mehr die Balance, weil ich gestört werde.
Sich die Szene in so einem Spiel anzuschauen und dann so zu bewerten, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Einfach unfassbar. Das ist ein klares Foul. Diese Entscheidung hat das Spiel entschieden. Mein Fokus lag nur darauf, mit St. Pauli die Klasse zu halten. Was meine Zukunft angeht, muss ich ehrlich sein. Ich denke, dass es mein letztes Spiel für den FC St. Pauli war. Irgendwann ist der Zeitpunkt da, wo man weiterziehen muss. Jetzt steht die WM an und dann wird man sehen. Diesen Club zu verlassen, fällt mir sehr schwer. Es waren fünf überragende Jahre.“
Jackson Irvine (St. Pauli-Kapitän): „Ich bin wirklich am Boden zerstört, dass unsere Bundesliga-Reise vorbei ist. Mit allen, die bleiben werden, werden wir hart arbeiten, um zurück zu diesem Level zu kommen. Mein Vertrag läuft noch ein Jahr, ich werde bleiben. Hier ist mein Zuhause, der Club ist etwas ganz Besonderes für mich. Wir können uns so glücklich schätzen, solche Fans zu haben, die uns trotz des Abstiegs überragend unterstützt haben. Das ist außergewöhnlich. Sie haben uns so viel Energie gegeben und uns immer gepusht.
Es tut mir leid, dass wir nicht geliefert haben. Das heutige Spiel hat nicht über das Ende der Saison entschieden. Wenn du nach 34 Spieltagen da stehst, wo du stehst, dann hast du es verdient. 26 Punkte waren einfach nicht genug, um in dieser Liga zu bleiben. In den entscheidenden Momenten haben wir es nicht geschafft abzuliefern. Wir Spieler müssen dafür die Verantwortung übernehmen.“
VfL-Sportdirektor Schwegler: „Das wird ein Nervenkrimi“
Pirmin Schwegler (VfL-Sportdirektor): „Das war jetzt der erste Schritt, es darf aber nicht der letzte sein. Es ist noch nicht zu Ende. Das wird ein Nervenkrimi.“
Dzenan Pejcinovic (VfL Wolfsburg, Torschütze zum 3:1): „Wir wissen, dass es noch nicht vorbei ist. Wir haben noch zwei Spiele. Es ist eine gewisse Last von unseren Schultern gefallen.“
Am Sonntag geht der letzte Spieltag in der 2. Bundesliga über die Bühne – wer rettet sich? Wer steigt auf? Hinsichtlich deiner Sportwetten Tipps findest du unsere detaillierten 2. Bundesliga Tipps und passende 2. Bundesliga Wetten bei Tipico. Übrigens: Hast du schon von Tipico Million gehört? Weitere FC St. Pauli News und VfL Wolfsburg News gibt es bei unseren Sport News, unseren Content mit Sportwetten-Bezug liefern wir dir bei den Sportwetten News.