Eintracht Frankfurt News beim Fußball heute: Bei Eintracht Frankfurt ist die Trennung von Trainer Albert Riera offiziell. Wenige Tage nach dem Saisonende haben sich nun sowohl Sportvorstand Markus Krösche als auch der entlassene Coach ausführlich zum Aus geäußert. Während Krösche bei der Saison-Abschluss-Pressekonferenz die volle Verantwortung übernimmt, sieht sich der Spanier eher in der Opferrolle.
Eintracht Frankfurt News heute: Krösche nimmt sich selbst in die Pflicht
Bei der Saison-Abschluss-Pressekonferenz am Dienstag schlug Markus Krösche ungewöhnlich selbstkritische Töne an. Der Sportvorstand übernahm die komplette Verantwortung für die enttäuschende Saison.
„Wir haben keins unserer Ziele erreicht. Das ist meine Verantwortung. Ich habe einige Entscheidungen getroffen, die nicht so funktioniert haben. Wir haben es so sportlich nicht hinbekommen, Konstanz und Stabilität hinzubekommen“, räumte der 45-Jährige ein.
SGE-Boss Krösche entlastet Riera
Im Hinblick auf den entlassenen Spanier zeigte Krösche menschliche Größe. Statt mit dem Finger auf Riera zu zeigen, übernahm er die Verantwortung für die Personalentscheidung. „Bei der Entscheidung für Albert habe ich ihn in die Situation gebracht, in der er kaum die Möglichkeit hatte, erfolgreich zu sein. Das war meine falsche Entscheidung und meine Fehleinschätzung“, erklärte der Sport-Vorstand.
Krösche brachte zudem klar zum Ausdruck, dass er den Trainer als Mensch weiterhin schätzt. „Im Menschen Albert Riera habe ich mich nicht geirrt. Ich habe ihn aber eher in eine Situation gebracht, in der er kaum eine Möglichkeit hatte, als Trainer aus dem Ausland erfolgreich zu sein“, erklärte der Eintracht-Boss.
Krösche-Selbstreflexion: Eigene Prinzipien verletzt
Besonders selbstkritisch ging Krösche mit dem Riera-Engagement noch tiefer ins Detail. „Ich bin meinen Prinzipien nicht treu geblieben“, erklärte der Sport-Vorstand. „Das wichtigste Prinzip, das ich nicht beachtet habe, war, dass ich einen Trainer geholt habe, der die Liga nicht kennt. Warum? Weil ich die Überzeugung hatte. Aber in diesem Fall war meine Überzeugung so stark, dass ich das Prinzip der Vorsicht vernachlässigt habe.“
Auch privat hinterlässt die Saison Spuren beim Sport-Vorstand. „Natürlich macht das was mit mir. Ich würde lügen, wenn ich was anderes sagen würde. Die letzten drei Monate habe ich nicht gut geschlafen“, gestand Krösche. Trotzdem schließt er einen eigenen Rückzug aus: „An Abschied habe ich nicht gedacht. Ich habe zu viele Fehleinschätzungen getroffen. Aber ich bin keiner, der wegläuft.“
Scheidender SGE-Coach Riera sieht sich in der Opferrolle
Ganz anders fällt die Selbsteinschätzung des entlassenen Trainers aus. Der 44-Jährige meldete sich nach der Trennung umgehend per Instagram zu Wort und positionierte sich klar in der Opferrolle.
„Ich bedaure, dass ich während dieser Zeit mit vielen Problemen konfrontiert war. Alle im Klub wussten, dass es ohne Zeit, ohne Vorbereitungsphase und ohne Neuzugänge schwierig werden würde, diese zu beheben“, erklärte Riera in den sozialen Netzwerken.
Ex-Frankfurt-Trainer Riera: „Würde jederzeit wieder genauso handeln“
Selbstkritik suchte man in Rieras Statement vergeblich. Stattdessen sah sich der Spanier durchgehend im Recht – auch in Bezug auf seinen kontroversen Führungsstil. „Ich würde jederzeit wieder genauso handeln“, erklärte der entlassene Coach. „Ich hatte das Gefühl, den Klub und die Spieler schützen zu müssen.“
Zum krönenden Abschluss legte Riera in seinem Abschieds-Statement noch eine spitze Bemerkung in Richtung der Frankfurter nach. „Ich gehe in Frieden, aber traurig. Weil ich weiß, dass ihr nur 20 Prozent von Alberts Leistung genutzt habt„, erklärte der Ex-Eintracht-Trainer.
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