Fußball heute: Bei Eintracht Frankfurt ist die Aufregung um Sportvorstand Markus Krösche (45) zu Ende – und endet mit einer Sensation. Wie übereinstimmend berichtet wird, hat Krösche eine 40-Millionen-Euro-Offerte der AC Mailand ausgeschlagen. Der italienische Traditionsklub hatte den 45-Jährigen mit einem Vertrag bis 2030 plus 10 Millionen Euro Jahresgehalt locken wollen – ein Angebot, das im europäischen Klubfußball Grenzen sprengt.
40-Millionen-Coup mit Investitionsvolumen über 700 Millionen Euro
Wie die Bild berichtet, hätte Krösche bei Milan als „Head of Football“ das Sagen über den gesamten sportlichen Bereich erhalten. Gerry Cardinale (59), Boss des Milan-Investors RedBird, stellte ihm zudem ein Investitionsvolumen von 700 Millionen Euro in Aussicht – mit freier Hand bei der Gestaltung von Kader und Staff.
Zum Vergleich: Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen (58) soll erfolgsabhängig 2,5 bis 3 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Krösche hätte mit 10 Millionen pro Jahr also rund das Dreifache des Bayern-Bosses kassiert. Mailand wollte, dass er den italienischen Traditionsklub genauso umkrempelt wie vor fünf Jahren die Eintracht – nur mit weit größerem Transfervolumen.
Eintracht Frankfurt: Krösche-Verantwortung für 600 Mitarbeiter
Nach zwei Wochen Bedenkzeit entschied sich Krösche aber für die Eintracht. Wie die Bild dokumentiert, war der Zeitpunkt mitten in der Transferphase nicht zu verantworten. Der gebürtige Hannoveraner fühlt sich nicht nur sportlich verantwortlich, sondern auch für die insgesamt über 600 Mitarbeiter des Klubs.
„Nach mehreren schlaflosen Nächten konnte er es nicht mit sich vereinbaren, in Frankfurt alles liegen und stehenzulassen“, heißt es im Bild-Bericht. Krösche wollte die SGE nicht in der heißen Sommer-Phase verlassen – mit den Großtransfers von Nathaniel Brown zum FC Bayern (50+10 Millionen Euro) und möglichen Wahi-, Bahoya- und Uzun-Verkäufen sind die Hessen aktuell mitten im Umbruch.
Ärger über italienische Voraus-Veröffentlichung
Belastet wurden die Verhandlungen aber auch durch unprofessionelles Verhalten der Italiener. Wie die Bild einordnet, ärgerte Krösche massiv, dass am Wochenende aus Italien verkündet wurde, die Einigung sei bereits beschlossen – obwohl nichts unterschrieben war. „Ziemlich amateurhaft für einen internationalen Spitzenklub mit weltweit 650 Millionen Fans“, urteilt das Boulevardblatt.
Vertraglich hatte Krösche bei der SGE noch bis 2028 gebunden. Wie die Bild ausführt, gilt seine Ausstiegsklausel von rund 7 Millionen Euro allerdings nur für den Winter. Im Sommer hätte Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann mindestens 10 Millionen Euro Ablöse gefordert – eine Summe, die Mailand laut Bild bereit gewesen wäre zu zahlen.
24-Stunden-Ultimatum der Eintracht-Vorstände
Wie die Bild dokumentiert, hatten Hellmann, Philipp Reschke (53) und Julien Zamberk (38) Krösche am Dienstag ein 24-Stunden-Ultimatum gesetzt. Eine klare Entscheidung pro oder kontra Eintracht war fällig.
Auch ein kleiner Betrag wäre nach Frankfurt geflossen, da Sportdirektor Timmo Hardung (36) ebenfalls ein Angebot aus Mailand hatte. Klar ist: Mit Krösches Verbleib hat die SGE den wichtigsten Stützpfeiler ihres sportlichen Erfolgs der vergangenen Jahre gehalten – und der 45-Jährige hat einmal mehr bewiesen, dass für ihn Werte über Geld stehen.
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