Was für ein Abend im MHPArena! Der VfB Stuttgart hat sich in einem der dramatischsten DFB-Pokal-Halbfinals der jüngeren Geschichte nach Verlängerung mit 2:1 gegen den SC Freiburg durchgesetzt und zieht damit ins Finale ein. Am 23. Mai 2026 im Berliner Olympiastadion wartet der FC Bayern München – der bereits tags zuvor mit einem 2:0-Sieg bei Bayer Leverkusen den Finaleinzug perfekt gemacht hatte.
DFB-Pokal: Stuttgart dreht die Partie gegen Freiburg
Die Partie begann hitzig. Gleich vier Gelbe Karten in der Anfangsphase – für Makengo und Manzambi auf Freiburger Seite sowie Nartey und Leweling beim VfB – zeigten, wie viel für beide Teams auf dem Spiel stand. In der 17. Minute protestierten die Freiburger lautstark, nachdem Stiller Eggestein vor dessen Abschluss am Fuß touchiert hatte und Keeper Nübel dennoch parieren durfte. Die Schiedsrichterin ließ weiterlaufen – eine Entscheidung, der für heftige Diskussionen sorgte.
Die Antwort des Sport-Clubs kam kurze Zeit später. Nach einer Ecke in der 28. Minute stand Eggestein am Fünfmeterraum goldrichtig und köpfte die Freiburger in Führung. Der VfB antwortete mit Druck: Demirovic ballerte eine Großchance in der 40. Minute mit dem Vollspann knapp über die Latte, Leweling zog kurz vor der Pause von rechts mit links ab – und das Leder zischte knapp am langen Pfosten vorbei. Auch eine abgefälschte Hereingabe von Undav landete an der Latte, ehe Matanovic einen weiteren Stuttgarter Abschluss in letzter Sekunde von der Linie kratzte. Mit 1:0 für Freiburg ging es in die Kabine.
Stuttgart vs. Freiburg: Undav sorgt für den Ausgleich
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Stuttgart am Drücker. Führich scheiterte in der 49. Minute nach Leweling-Hereingabe am Pfosten, Stiller hatte in der 58. Minute eine weitere große Chance. Drei Minuten später traf der Mittelfeldspieler sehenswert aus 20 Metern – doch der Treffer zählte wegen Abseits von Demirovic nicht. Dann, in der 70. Minute, fiel der verdiente Ausgleich: Undav zog aus 15 Metern halbrechts ab und traf mit einem satten Schuss in die lange Ecke zum 1:1. Ein Treffer, der die Stuttgarter Dominanz endlich belohnte.
In der Nachspielzeit setzte sich El Khannouss auf der linken Seite spektakulär durch und legte perfekt in die Mitte – doch Keeper Müller parierte Undavs Abschluss. Die reguläre Spielzeit endete 1:1, die Verlängerung war nötig.
Freiburg-Treffer zählt nicht, dann folgt der Knockout
Auch in der Verlängerung blieb es dramatisch. Ein Freiburger Treffer durch Höler in der 91. Minute wurde wegen eines angeblichen Foulspiels an Chabot aberkannt – eine höchst fragwürdige Entscheidung. Führich traf in der 96. Minute nach einem Undav-Pass nur den Pfosten, El Khannouss scheiterte in der 103. Minute aus fünf Metern an einer sensationellen Parade von Müller. Und dann, in der 119. Minute, die Entscheidung: Tomas traf zum 2:1 für Stuttgart – und löste im Stadion pure Ekstase aus.