DFB News bei der WM heute: Nach dem peinlichen WM-Aus des DFB-Teams gegen Paraguay und dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) bahnt sich ein Nebenschauplatz an. Wie die Bild berichtet, hat sich lediglich ein einziger Nationalspieler öffentlich beim Ex-Bundestrainer bedankt. Von 26 DFB-Kaderspielern blieben 25 – darunter Kapitän Joshua Kimmich und die Bayern-Legenden Neuer, Sané, Musiala und Goretzka – in den sozialen Medien stumm. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Kultur im DFB-Team.
Rüdiger als einziger Nagelsmann-Loyaler
Wie die Bild berichtet, war Antonio Rüdiger (33) der einzige DFB-Star, der Nagelsmann öffentlich dankte. „Danke für dein Vertrauen, deinen Einsatz und deine Expertise, Coach! Wünsche dir nur das Beste für deine weitere Karriere“, schrieb der Real-Madrid-Verteidiger in einer Instagram-Story – dazu ein Umarmungs-Foto mit dem Bundestrainer.
Bereits nach dem Paraguay-Aus hatte Rüdiger die Schuld an sich und den Kollegen gesehen. „Unser Trainer hat uns alles mitgegeben. Er ist ein Top-Trainer. Also, wir müssen dankbar sein, dass wir so einen Trainer wie ihn haben. Das liegt an uns Spielern“, so der 86-fache Nationalspieler. Ausgerechnet Rüdiger hatte unter Nagelsmann seinen Abwehrchef-Posten verloren.
DFB News: Kimmich und Neuer schweigen
Aus den restlichen Kader-Reihen kam dagegen keine öffentliche Anerkennung. Wie die Bild dokumentiert, erwähnten die anderen Schlüsselspieler Nagelsmann online mit keinem Wort. Kapitän Joshua Kimmich (31) beschrieb lediglich seine Enttäuschung und bat die Fans um Entschuldigung. Auch die anderen Bayern-Profis Neuer, Sané, Musiala und Goretzka – die schon in München mit Nagelsmann zusammengearbeitet hatten – hielten sich zurück.
Stürmer Deniz Undav (29) schrieb nur allgemein „Danke für diese Chance“ mit Deutschland-Flagge. Weder Trainer noch Coach wurden explizit erwähnt. Immerhin: Kimmich hatte nach dem Spiel betont, man müsse jetzt nicht die Schuld beim Trainer suchen. „Am Ende haben wir es leider wieder verbockt.“
Strategische Zurückhaltung der Agenturen?
Aus DFB-Sicht ist die kollektive Schweigespirale bezeichnend. Wie die Bild einordnet, arbeitete die Mannschaft rund drei Jahre mit Nagelsmann zusammen. Im deutschen Fußball stellt sich mancher die Frage, ob die Spieler und ihre Agenturen befürchten, in die auf Nagelsmann einprasselnde Kritik hineingezogen zu werden, sofern sie ihn erwähnen.
Social-Media-Beiträge werden bei vielen DFB-Stars von Agenturen betreut und sind strategisch durchdacht. Dass Nagelsmann bei nahezu allen nicht vorkommt, ist damit vermutlich Ergebnis eines bewussten Entschlusses – nicht spontane Vergesslichkeit.
Nagelsmann selbst mit Dank an Spieler
Ausgerechnet der geschasste Ex-Bundestrainer selbst zeigte sich versöhnlich. Wie die Bild ergänzt, dankte Nagelsmann in seiner offiziellen Rücktritts-Mitteilung explizit den Spielern. „Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient.“
Der 38-Jährige bedankte sich ausdrücklich „bei den Spielern, mit denen ich vertrauensvoll zusammenn darbeiteurfte“. Ein Statement, das die Spieler-Zurückhaltung noch deutlicher wirken lässt. Klar ist: Die Schweigespirale um Nagelsmann wird als Nebenschauplatz der WM-Pleite in Erinnerung bleiben – und für den DFB stellt sich die Frage, ob ein Nachfolger unter diesen Kabinen-Voraussetzungen mehr Loyalität erwarten kann.
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