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WM 2026

Deutschland vs. Paraguay – Stimmen zum WM-Aus: „Ein Vollskandal“

Deutschland-Fans

DFB-News zur WM heute: Deutschland ist bei der WM 2026 ausgeschieden! Im WM-Sechzehntelfinale konnte sich das DFB-Team nicht gegen Paraguay durchsetzen. Nachdem die deutsche Mannschaft zunächst einen 0:1-Rückstand in der zweiten Halbzeit ausglich, ging sie in der Verlängerung in Führung – vermeintlich. Das Tor wurde aufgrund eines umstrittenen Fouls geahndet und die Partie ging ins Elfmeterschießen, wo es dramatisch wurde. Nach drei verschossenen Schüssen war das deutsche WM-Aus gegen Paraguay aber besiegelt.

Im Anschluss an die Partie zeigten sich die DFB-Akteure entsprechend frustriert – vor allem das aberkannte Tor von Jonathan Tah in der Verlängerung sorgte für Ärger bei der deutschen Nationalmannschaft. Wir haben dir die wichtigsten Stimmen zur Partie Deutschland vs. Paraguay zusammengetragen – so äußerten sich die DFB-Stars bei MagentaTV und im ZDF.

DFB-Trainer Nagelsmann zur Paraguay-Pleite: „Das ist ein Witz“, „Ich stehe zur Verfügung“

Julian Nagelsmann (Bundestrainer): „Die Enttäuschung ist natürlich extrem groß, weil ich finde, dass wir eine sehr homogene Mannschaft haben, die sich super versteht und die richtige Einstellung hat. Da war nirgends der Schlendrian drin. Auf dem Trainingsplatzt nicht, im Hotel nicht. Wir hätten uns gerne mit Frankreich duelliert, um mal wieder ein bisschen ranzuschnuppern. Das Ausscheiden ist natürlich viel zu wenig. Wir sind aus der einzigen Situation von Paraguay in Rückstand geraten. Leider ist es im Fußball so, dass manche Mannschaften mit einfachen Mitteln gewinnen können. Du musst diese einfachen Mittel in jeder Situation verteidigen – wenn du das nicht machst, können Mannschaften mit einer Situation in Führung gehen.“

Nagelsmann über das aberkannte deutsche Tor: „Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Vollskandal. Das ist nicht einmal ansatzweise ein Foulspiel. Das ist ein Witz, aber es ist auch müßig. Wir müssen das Spiel trotzdem anders regeln, das haben wir nicht geschafft. Es gibt Spiele, die du dreckig gewinnen musst. Die Jungs wollten natürlich gewinnen, die haben Gas gegeben. Trotzdem hatten wir kaum Präsenz im Strafraum. Wir hatten einen ganz langsamen Spielvortrag, es hat ewig gedauert, von Flügel zu Flügel zu kommen. Wir hatten zwar die Kontrolle, aber der Punch hat gefehlt.“

Nagelsmann über die deutschen Fans und seine Zukunft als DFB-Trainer: „Die Deutschen hier im Stadion, das war top, die Stimmung. Die haben versucht, uns nach vorne zu peitschen. Großes Kompliment, darüber war ich sehr glücklich. Heute hätte ich eine andere Reaktion verstanden. Und die Fans zu Hause: Denen tut es genauso weh wie uns. Kein Spieler, kein Trainer scheidet mit Absicht aus. Wir hätten gerne ein paar Biergartenabende mehr beschert. Als Trainer sitzt du wie alle Spieler mit im Boot. Das kreide ich mir genauso an wie alle einzelnen Spieler. Ich stehe zur Verfügung. Wenn der DFB das möchte, dann mache ich die EM 2028. Wenn nicht, müssen sie es mir sagen. Das habe ich ja nicht in der eigenen Hand. Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man mir das sagen. Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen.“

DFB-Boss Völler nach Deutschlands WM-Aus: „Er ist die richtige Person am richtigen Ort“

Rudi Völler (DFB-Sportdirektor): „Wir sind alle enttäuscht, wir hatten uns mehr ausgerechnet, es war auch mehr drin. Wir waren optimistisch, hatten einen tollen Teamgeist. Die Mannschaft hat gefightet bis zum Umfallen. Tut weh. Mir fehlen ein bisschen die Worte jetzt. Wenn man die letzten drei Weltmeisterschaften nimmt, das ist für ein Fußball-Land wie Deutschland schwer zu ertragen. Ich will Julian nicht in Schutz nehmen, das braucht er gar nicht. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, aber ich bin nicht der DFB alleine und habe das nicht alleine zu entscheiden. Aber ich finde, er ist die richtige Person am richtigen Ort und ein absoluter Toptrainer.“

Deutschland vs. Paraguay – Spielerstimmen zum DFB-Aus bei der WM: „Aktuell nur noch zweitklassig“

Joshua Kimmich (DFB-Kapitän): „Ich kenne Deutschland als Kind vor dem Fernseher, da war immer Halbfinale, Finale. Natürlich will man das auch den Kindern und den Menschen und der jetzigen Generation geben. Fakt ist, dass wir das all den Menschen zu Hause nicht geben konnten. Das ist sehr, sehr schade, gerade in einer Zeit, wo es uns extrem gut tut und wir in Deutschland etwas haben, worauf wir stolz sein können. Die Nationalmannschaft ist es momentan leider nicht und dafür tragen wir alle Verantwortung. Dafür müssen wir auch Verantwortung übernehmen, da darf sich jetzt auch keiner rausnehmen, sondern dafür müssen wir gerade stehen, weil wir Spieler, die auf dem Platz standen, haben das verbockt. Das war nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Schiedsrichter, auch nicht der Gegner, sondern das waren einzig und allein wir.“

Kai Havertz (verschoss den ersten Elfmeter): „Mir fehlen ein bisschen die Worte. Zweite WM, zweites Mal reingeschissen. Das ganze Turnier war nix. Das Einzige, was ich sagen kann: Entschuldigung. Wir haben es oft über Flanken probiert, aber es hat nicht so viel gepasst. Die Paraguayer haben zwar tief verteidigt, da war es schwer, Tempo zu kreieren. Es scheint so, dass wir aktuell nur noch zweitklassig sind. In den letzten Turnieren hat uns immer etwas gefehlt, diesmal auch wieder. Da müssen sich die Spieler an die eigene Nase fassen. Wir spielen für so ein Riesenland mit so einer Historie. Wenn man dann immer so früh rausfliegt, hat man es auch nicht verdient.“

Manuel Neuer (Torwart): „Enttäuschend ist das richtige Wort. Jeder ist traurig und muss erst einmal mit der Situation klarkommen. Es war sehr still in der Kabine. Wir haben zu wenige Torchancen herausgespielt. Die haben sich in hinten reingestellt, aber wir hatten nicht die Mittel, dagegen etwas zu kreieren. Unser Plan war, die Außenspieler anzuspielen und mit schnellen Bällen zu Torchancen zu kommen. Das 1:1 war ein bisschen symptomatisch – Flanke, Kopfball. Leider hatten wir zu wenig Durchschlagskraft. Ich weiß nicht, aus welchen Gründen das 2:1 aberkannt wurde. Das ist extrem bitter für uns. Aber wenn du gegen diese Mannschaft spielst, musst du auf mehrere Torchancen kommen. Das war von unserer Seite zu wenig. Die Qualität ist eigentlich da, aber wir haben es nicht auf den Platz bekommen. Ich war mir sicher, dass wir in der Verlängerung gewinnen. Trotzdem muss man es schaffen, dass man gar nicht erst ins Elfmeterschießen muss. Jeder, der den Mut hat hinzugehen, dem kann man keinen Vorwurf machen. Wenn das ein oder andere Tor im Turnier mehr gefallen wäre, hätten wir vielleicht beim Elfmeterschießen mehr Sicherheit gehabt. Ich mache mir aber eher Gedanken über das Spiel an sich als über das Elfmeterschießen. Wer sich mit Frankreich oder England messen will, muss eine Mannschaft wie Paraguay schlagen. Das ist Fakt.“

Experten-Stimmen zum deutschen WM-Aus: „War nicht genug – vom Trainer auch nicht“

Jürgen Klopp (MagentaTV): „Es gab nur ein Ziel, einen Traum, der ist geplatzt. Es war dramatisch. Es gibt 500 000 Wege, ein Fußballspiel zu gewinnen. Du musst nur einen finden. Jeder im Stadion hat gedacht: Jetzt drehen sie es! Haben wir aber nicht. Wir haben sie vom Haken gelassen.“

Christian Streich (ZDF): „Elfmeterschießen ist kein Glück, dagegen habe ich mich immer gewehrt. Es geht bis zur letzten Entscheidung. Dass Deutschland Weltmeister wird, war von Anfang an außerhalb der Möglichkeit, weil es nicht in Topverfassung war. Aber wie Deutschland heute gespielt hat – wir hatten so viele Räume und haben sie liegen lassen. Der Trainer muss sich hinterfragen – und die Spieler. Was ich von einigen gesehen habe, war nicht genug. Vom Trainer auch nicht.“

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