Fünf Torvorlagen in sechs Spielen – Michael Olise ist der beste Vorbereiter dieser Fußball-WM. Doch ausgerechnet ein Landsmann sorgt nun für Verwunderung: Der frühere französische Nationalspieler Julien Escudé behauptet, der Bayern-Star sei „aus dem Nichts“ gekommen. Eine Aussage, die stutzig macht. Thierry Henry dagegen findet ganz andere Worte.
Olise bei der WM: Kuriose Aussage sorgt für Kopfschütteln
Im Gespräch mit der spanischen Sportzeitung AS zeigte sich Escudé geradezu überrascht vom Höhenflug des 24-Jährigen. Man habe ihn zwar auf dem Radar gehabt, doch er sei ein Spieler, der weiterhin überrasche – schließlich sei er in England geboren und dort aufgewachsen, außerhalb des französischen Nachwuchssystems.
Ganz so aus dem Nichts kam Olise allerdings nicht. Zwar wurde der Offensivmann in London geboren und ausgebildet, durchlief aber sämtliche französischen Junioren-Nationalmannschaften. Sein Debüt im A-Team feierte er im September 2024, kurz nach dem Wechsel von Crystal Palace zum FC Bayern – zuvor holte er bei Olympia unter Thierry Henry noch Silber.
Henry schwärmt von Olise: „Auf einem anderen Planeten“
Genau jener Henry gerät bei seinem einstigen Schützling regelrecht ins Schwärmen. „Er hat Dinge im Training getan, wo du dich zusammenreißen musstest, nicht einfach ‚Wow‘ zu rufen“, erzählte der frühere Weltklasse-Stürmer bei Fox, wie spox.com berichtet. Sein Urteil: „Olise ist einfach auf einem anderen Planeten.“
Besonders die Spielintelligenz hat es Henry angetan. „Er sieht Dinge, die andere nicht sehen“, lobte er. Und selbst gegen den Ball glänze der Techniker: „Was er abseits des Balles anstellt, ist unvergleichlich.“ Zwar bleibe Kylian Mbappé wegen seiner Torzahlen der wertvollste Akteur – „aber der wichtigste Spieler ist Michael Olise“.
Olises neue Rolle: Vom Flügel in die Schaltzentrale
Was den Franzosen so stark macht, ist auch ein Positionswechsel. Anders als beim deutschen Rekordmeister, wo Olise über den rechten Flügel kommt, lässt ihn Didier Deschamps als Zehner hinter Mbappé agieren. Eine Rolle, in der er das Spiel der Equipe Tricolore lenkt.
Auch Escudé erkennt den Wert der beiden Offensivkräfte an. Die pausenlose Arbeit von Olise und Ousmane Dembélé gegen den Ball helfe der gesamten Defensive – eine oft befürchtete Lücke zwischen Angriff und Abwehr sei so gar nicht erst entstanden. Nach dem 2:0 im Viertelfinale gegen Marokko wartet nun das Halbfinale Frankreich vs. Spanien. Trägt Olise sein Team auch dort?