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WM 2026: Nagelsmann mit Mammut-Aufgabe – das ist sein WM-Plan

Deutschland-Fans

DFB-News zur WM heute: Das WM-Abenteuer beginnt. Julian Nagelsmann spürt, «wie extrem groß die Vorfreude bei jedem Einzelnen» ist. Mit dem Auftakt der Vorbereitung auf das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko am Mittwoch in gewohnter Umgebung in Herzogenaurach startet der Bundestrainer die Fußball-Sommerreise der Nationalmannschaft. Diese soll bestmöglich erst am 19. Juli beim Finale in East Rutherford vor den Toren New Yorks enden.

WM 2026 News: Nagelsmann startet WM-Mission – Goretzka mit Appell

«Alle brennen darauf, dass es mit der Vorbereitung losgeht. Wir haben einen starken Kader, von dem ich absolut überzeugt bin», sagte Nagelsmann. An Arbeit mangelt es dem 38-Jährigen nicht. Nach einer Qualifikation mit Höhen und Tiefen und vielen Diskussionen um die Titelfähigkeit sagt Leon Goretzka, worauf es jetzt ankommt.

«Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir in der Mannschaft auch verstehen, dass wir einen gemeinsamen Nenner finden, wie wir an die ganze Sache rangehen wollen», erklärte der turniererfahrene Bayern-Profi. Man müsse sich «zusammenzuschweißen und eine Einheit werden.» Ohne funktionierenden Teamgedanken geht nichts.

Was passiert in Herzogenaurach?

Zum Auftakt sprechen die Chefs. Nagelsmann und Sportdirektor Rudi Völler geben am Mittwoch (14.30 Uhr) im Home Ground ein Update und Startsignal Richtung Amerika. Dann schließt sich ein Turnierkreis. An gleicher Stelle hielt das Duo vor knapp zwei Jahren die von Nagelsmanns Tränen begleitete Abschlussrede nach dem Viertelfinale-Aus bei der Heim-EM gegen Spanien.

Die Titelsehnsucht wurde damals offensiv formuliert. An der großen Zielsetzung hat sich nichts geändert. An drei Trainingstagen sollen in Franken taktische und physische Grundlagen für den enorm anstrengenden Turn in Übersee gelegt werden. Die Spieler müssen am Mittwoch zur Mittagszeit im Home Ground sein, dann gibt es ein erstes Teammeeting und noch Werbeaufnahmen.

Wie ist der Stand in der Causa Neuer?

Die Wade von Manuel Neuer braucht noch Ruhe. Aber dem Comeback des Jahres steht grundsätzlich nichts im Weg. Mit der Rückkehr des 40-Jährigen ins Tor der Nationalmannschaft sorgte Nagelsmann für den personellen Aufreger. Oliver Baumann muss die Rolle als 1-B-Torwart akzeptieren und tut dies. Alexander Nübel ist nur noch die Nummer drei.

Wann Neuer sein erstes Länderspiel seit dem EM-Aus und sein 125. insgesamt für Deutschland bestreitet, ist aber noch offen. Nagelsmann wird nichts überstürzen. In den Testpartien gegen Finnland und in den USA könnte auch Baumann aushelfen. Neuer soll dem Kader Halt geben, die Gegner mit seiner Vita beeindrucken. Auch das gehört zu seinem WM-Job.

DFB-News: Gibt es weitere personelle Unwägbarkeiten?

Sorgenfrei war der Countdown für Nagelsmann nicht. Die Verletztenliste blieb konstant lang. Wegen der Blessuren von BVB-Profi Felix Nmecha und Bayern-Teenager Lennart Karl wurde sogar der Nominierungstermin um neun Tage nach hinten verschoben. Beide sind bei der WM dabei, Gladbachs Mittelstürmer Tim Kleindienst schaffte es nicht mehr.

Entscheidend wird für den Bundestrainer sein, dass Jamal Musiala zu seiner großen Leichtigkeit findet. Bei 100 Prozent ist der Münchner Fußball-Zauberer nach seinem schlimmen Beinbruch und der langen Verletzungspause nämlich noch nicht. «Deine Bedeutung für diese Gruppe ist außergewöhnlich groß. Du kannst Spiele oder Turniere mit wenigen Aktionen mitentscheiden», sagte Nagelsmann zu Musiala in dem DFB-Nominierungsvideo.

Wer fehlt zum Start des Trainingslagers?

Definitiv nicht nach Franken wird Kai Havertz kommen. Nach dem Gewinn der englischen Meisterschaft hat Nagelsmanns nach ebenfalls langer Verletzungsauszeit gesetzter Mittelstürmer noch eine weitere große Titelchance. Mit dem FC Arsenal fordert der 26-Jährige am Samstag (18.00 Uhr) in Budapest Paris Saint-Germain im Finale der Champions League. Ein Termin, den auch die Bayern-Profis im Kader zu gerne wahrgenommen hätten. Havertz wird erst am kommenden Dienstag in Chicago zum DFB-Team stoßen.

Wieso hat Nagelsmann trotzdem 26 Spieler beim Start dabei?

Nagelsmanns WM-Gruppe besteht aus 26 Spielern – plus eins. Jonas Urbig gehört als vierter Torwart zur Trainingsgruppe, auch wenn er nicht auf dem offiziellen FIFA-Bogen steht. Der junge Bayern-Schlussmann ist ein Backup für Zusatzschichten im Training, aber auch für den Fall, dass Neuer oder ein anderer Torwart im Turnierverlauf verletzt ausscheiden.

Dann ist Urbig schon mit dem Team in den USA und kann durch die FIFA-Statuten jederzeit nachnominiert werden. «Er ist ein aufgewecktes Kerlchen, gibt der Gruppe auch eine gute Energie», sagte Nagelsmann über den 22-Jährigen.

Wie geht die WM-Vorbereitung weiter?

Nach den Tagen in Franken steht am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) gegen Finnland der letzte Test in Deutschland an. Der Spielort Mainz ist ein gutes Omen. Vor dem WM-Triumph 2014 stieg hier die letzte Partie vor dem Abflug nach Brasilien. Armenien wurde 6:1 besiegt.

Nach einer öffentlichen Regenerationseinheit auf dem DFB-Campus in Frankfurt am 1. Juni (11.00 Uhr) geht es einen Tag später zur Mittagszeit nach Chicago. In der US-Metropole, die im Gegensatz zur WM 1994 diesmal kein Spielort ist, erfolgt die erste Akklimatisierung in Amerika.

Im dortigen Soldier Field findet am 6. Juni (20.30 Uhr/MESZ/RTL) die Generalprobe gegen das US-Team statt. Am 8. Juni folgt der Umzug ins WM-Teamquartier in Winston-Salem im Bundesstaat North Carolina.

Wie sieht das WM-Programm aus?

Der WM-Start soll zum Tor-Festival werden. Gegen Turnierneuling Curaçao ist die DFB-Elf am 14. Juni (19.00 Uhr/MESZ) in Houston klarer Favorit. Danach geht es am 20. Juni (22.00 Uhr) im kanadischen Toronto gegen die Elfenbeinküste weiter. Das letzte Gruppenspiel steigt gegen Ecuador am 25. Juni (22.00 Uhr) im Endspiel-Stadion von East Rutherford. Das erste und dritte Spiel zeigt die ARD, das zweite das ZDF, alle Partien sind bei Magenta TV zu sehen.

Als Gruppensieger ginge der Turnierweg für Nagelsmann in den K.o.-Runden über Boston, Philadelphia, Boston und Dallas zum Finale. Als Gruppenzweiter wären die Stationen Dallas, East Rutherford, Miami und Atlanta. Als einer der besten acht Gruppendritten gäbe es verschiedene Turnierwege. Nur als Gruppenletzter müsste man definitiv Ende Juni die Heimreise antreten.

(dpa)

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Gruppe A:

Mexiko – Südafrika
Südkorea – Tschechien
Tschechien – Südafrika
Mexiko – Südkorea
Südafrika – Südkorea
Tschechien – Mexiko

Gruppe B:

Kanada – Bosnien & Herzegowina
Katar – Schweiz
Schweiz – Bosnien
Kanada – Katar
Bosnien – Katar
Schweiz – Kanada

Gruppe C:

Brasilien – Marokko
Haiti – Schottland
Schottland – Marokko
Brasilien – Haiti
Marokko – Haiti
Schottland – Brasilien

Gruppe D:

USA – Paraguay
Australien – Türkei
USA – Australien
Türkei – Paraguay
Paraguay – Australien
Türkei – USA

Gruppe E:

Deutschland – Curaçao
Elfenbeinküste – Ecuador
Deutschland – Elfenbeinküste
Ecuador – Curacao
Ecuador – Deutschland
Curacao – Elfenbeinküste

Gruppe F:

Niederlande – Japan
Schweden – Tunesien
Niederlande – Schweden
Tunesien – Japan
Japan – Schweden
Tunesien – Niederlande

Gruppe G:

Belgien – Ägypten
IR Iran – Neuseeland
Belgien – Iran
Neuseeland – Ägypten
Neuseeland – Belgien
Ägypten – Iran

Gruppe H:

Saudi-Arabien – Uruguay
Spanien – Kap Verde
Spanien – Saudi-Arabien
Uruguay – Kap Verde
Kap Verde – Saudi-Arabien
Uruguay – Spanien

Gruppe I:

Frankreich – Senegal
Irak – Norwegen
Frankreich – Irak
Norwegen – Senegal
Norwegen – Frankreich
Senegal – Irak

Gruppe J:

Argentinien – Algerien
Österreich – Jordanien
Argentinien – Österreich
Jordanien – Algerien
Algerien – Österreich
Jordanien – Argentinien

Gruppe K:

Usbekistan – Kolumbien
Portugal – Kongo
Portugal – Usbekistan
Kolumbien – Kongo
Kongo – Usbekistan
Kolumbien – Portugal

Gruppe L:

Ghana – Panama
England – Kroatien
England – Ghana
Panama – Kroatien
Kroatien – Ghana
Panama – England