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Tour de France: Mathieu van der Poel ist der Hitze-König der 9. Etappe

Tour de France

Ussel (dpa) – Tour de France News beim Sport heute: Auch nach mehr als 150 Kilometern durch die Hitze Frankreichs behielt Mathieu van der Poel die Ruhe und zeigte im Sprint seine ganze Klasse. Im Ziel holte sich der niederländische Ex-Weltmeister nach seinem Sieg auf der wegen der hohen Temperaturen verkürzten neunten Etappe der 113. Tour de France als Erstes einen Kuss seiner Freundin ab, mit der er ein Kind erwartet. Für den 31 Jahre alten Niederländer ist es der dritte Etappensieg bei der Tour.

Tadej Pogacar und andere Favoriten kommen zusammen ins Ziel

Der Klassikerspezialist setzte sich nach 154,6 hügeligen Kilometern zwischen Malemort und Ussel im Sprint einer Ausreißergruppe vor Tobias Halland Johannessen und Tom Pidcock durch. Die Gruppe der Favoriten holte die Ausreißer fast noch kurz vor dem Zielstrich ein.

Die Etappe durch das Zentralmassiv war wegen der massiven Hitze um rund 30 Kilometer auf 154,6 Kilometer verkürzt worden – ein Novum in der langen Geschichte der Rundfahrt. Für das Département Corrèze war die Hitze-Alarmstufe Rot ausgerufen worden. Es herrschten Temperaturen von fast 40 Grad.

Trotzdem entwickelte sich ein schnelles und spannendes Rennen. Eine achtköpfige Gruppe fand sich am Anstieg zum Suc au May nach zahlreichen Attacken. An der letzten Bergwertung rund 24 Kilometer vor dem Ziel ging van der Poel in die Offensive. Pidcock hatte kurz Probleme mit seinem Rad, konnte aber wieder aufschließen.

Im Feld der Favoriten machten die Helfer vom Gesamtführenden Tadej Pogacar das Tempo und kontrollierten den Abstand, insbesondere auf Johannessen und Pidcock. Später halfen auch die Mannschaften von Jonas Vingegaard und Egan Bernal, konnten die Gruppe aber nicht einholen.

Florian Lipowitz freut sich auf den Ruhetag

Pogacar verteidigte sein Gelbes Trikot und den Vorsprung von 2:42 Minuten auf den Dänen Jonas Vingegaard. Der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz und sein Co-Kapitän Remco Evenepoel waren in der Gruppe schnell ohne Helfer, kamen aber zeitgleich mit der Konkurrenz ins Ziel. Wenige Tage nach dem Ärger des Belgiers auf mangelnde Hilfe von Lipowitz war zu sehen, wie der Deutsche Trinkflaschen für sich und seinen Teamkollegen vom Begleitwagen mitbrachte.

„Es war von Anfang an ein richtig hartes Rennen, ein super harter Tag. Ich freue mich, dass morgen der Ruhetag kommt“, sagte Lipowitz der ARD. Dass kein Helfer mehr dabei war, sei kein Problem gewesen: „Es war einfach ein super harter Tag. Da kann man keinem einen Vorwurf machen. Jeder ist super gefahren, das ganze Team hat schon die ganze Woche einen super Job gemacht. Wir haben uns vorne gut verstanden.“

Nach dem Ruhetag die nächsten Bergprüfungen

Das Rennen begann extrem schnell. In der ersten Stunde legten die Fahrer einen Schnitt von mehr als 49 Kilometern pro Stunde hin – und das auf engen Straßen und vielen kleinen Anstiegen. Der schwerste Teil der Etappe mit insgesamt vier Bergwertungen war nicht gestrichen worden.

Am Montag gibt es für die Fahrer den ersten Ruhetag. Dann geht es im Zentralmassiv weiter. Am französischen Nationalfeiertag sind zwischen Aurillac und Le Lioran 3.800 Höhenmeter und zwei Bergwertungen der ersten Kategorie zu überwinden.

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