Fußball heute: Bei Werder Bremen bahnt sich um Star-Spieler Jens Stage (29) eine neue Wechsel-Wendung an. Wie übereinstimmend berichtet wird, hat sich neben der TSG Hoffenheim ein zweiter Verein als Interessent gemeldet. Aus der dänischen Heimat des Mittelfeldspielers streckt der FC Kopenhagen die Fühler aus – eine Rückholaktion des ehemaligen Spielers steht im Raum. Zudem hat Hoffenheim durch den Touré-Verkauf plötzlich frisches Geld für eine neue Attacke.
Kopenhagen greift an – Rückkehr in die Heimat?
Wie der Weser-Kurier mit Verweis auf die dänische Fachplattform „bold.dk“ berichtet, denkt der FC Kopenhagen über eine Rückholaktion nach. Stage hatte zu seinem Ex-Klub weiterhin gute Kontakte – der Däne war früher bei den Hauptstädtern aktiv, bevor er zum SV Werder wechselte.
Allerdings gibt es einen entscheidenden Haken. Stages aktueller Marktwert liegt bei 14 Millionen Euro – in vergleichbaren Sphären müsste sich ein Angebot bewegen, damit Werders Verantwortliche überhaupt ins Grübeln kommen. Ob der FC Kopenhagen als regelmäßiger Europapokal-Teilnehmer diese finanziellen Vorstellungen erfüllen kann, ist offen.
Hoffenheim mit frischer Kohle vom Touré-Verkauf
Die interessanteste Wendung liefert aus Hoffenheim-Sicht der Touré-Verkauf. Wie die Bild berichtet, hat der Bundesligist den ivorischen WM-Teilnehmer Bazoumana Touré (20) für 50 Millionen Euro plus bis zu 2 Millionen Euro Boni an Newcastle United verkauft.
Damit sitzt bei den Kraichgauern plötzlich frisches Geld. Nachdem Hoffenheim bereits rund 35 Millionen Euro für Neuzugänge wie Vogt, Lenz, Wimmer und Rots ausgegeben hatte, könnten die Bosse jetzt eine neue Millionen-Attacke auf Stage starten. Das zuletzt nachgebesserte Angebot betrug knapp über 10 Millionen Euro – Werder gilt das als deutlich zu wenig.
Thioune-Statement: „Stage ist die Lebensversicherung“
Aus Werder-Sicht ist die Stage-Personalie besonders heikel. Wie die Volksstimme dokumentiert, hatte Trainer Daniel Thioune nach dem Saisonende ein deutliches Bekenntnis zum Dänen abgegeben. „Wenn Mio Backhaus der Lichtblick war, dann war Jens Stage die Lebensversicherung. Natürlich will ich weiter mit ihm zusammenarbeiten“, hatte Thioune erklärt.
Sportlich ist der 29-Jährige zweifellos eine Schlüsselfigur an der Weser. In den vergangenen beiden Saisons war er jeweils mit zehn Treffern der treffsicherste Bremer Profi. Als Vize-Kapitän ist Stage zudem einer der wichtigsten Wortführer der Mannschaft – ein Verlust wäre schmerzhaft.
Kopenhagen-Interesse für Werder unrealistisch?
Aus Bremer Sicht ist ein Kopenhagen-Wechsel finanziell schwer vorstellbar. Wie die Bild einordnet, ist ein Transfer mit einem Volumen von 14 Millionen Euro plus für die Dänen kaum zu stemmen. Damit bleibt die Hoffenheim-Spur die realistischere Option.
Stage steht ab Sonntag wieder auf dem Bremer Trainingsplatz. Wie die Bild ausführt, hatten sich Stage und Hoffenheim längst über einen Vertrag bis 2030 geeinigt – nur die Klub-Verhandlungen ruhen. Bei Hoffenheim würde Stage die Rolle des Führungsspielers als Nachfolger von Grischa Prömel (31, ablösefrei zum VfB Stuttgart) einnehmen. Zudem winkt dem Dänen dort die Europa League.
Fan-Reaktion als Zusatzfaktor
Für Thioune ist die Situation problematisch. Trotz Wechselabsicht rechnen die Bremer Bosse zwar mit einem motivierten Stage – ob dieser aber noch eine Top-Saison ohne Vollzug abliefert, ist offen. Auch die Frage, wie die Bremer Fans auf den Wechsel-Plan des heimlichen Kapitäns reagieren, ist offen. Klar ist: Für Werder wird der Sommer zu einem heiklen Balance-Akt zwischen Spieler-Wohlfühlfaktor und Transfer-Verhandlungs-Realität.
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