BVB News beim Fußball heute: Beim BVB nimmt eine der heißesten Personalien des Sommers Fahrt auf. Serhou Guirassy, der Chef-Knipser der Schwarz-Gelben, steht offenbar vor einem Wechsel nach Istanbul. Mit Fenerbahce soll sogar bereits eine mündliche Einigung erzielt worden sein – allerdings unter einer höchst ungewöhnlichen Bedingung.
Borussia Dortmund News heute: Guirassy vor Wechsel zu Fenerbahce?
Den Aufschlag in der türkischen Diskussion lieferte der Transfer-Experte Yağız Sabuncuoğlu, der auf der Plattform X über 2,2 Millionen Follower vorweisen kann. Demnach hat Fenerbahce-Präsidentschaftskandidat Aziz Yıldırım eine mündliche Verständigung sowohl mit Guirassy selbst als auch mit Borussia Dortmund erzielt. Klingt nach einem fortgeschrittenen Stand – doch genau hier kommt der Haken.
Denn der Deal soll laut Sabuncuoğlu erst dann vollzogen werden, wenn Yıldırım die Anfang Juni anstehende Präsidentschaftswahl beim türkischen Top-Klub gewinnt. Eine Konstellation, die in dieser Form selten ist: Ein Mega-Transfer steht und fällt mit einem Wahlausgang.
Zusätzlich pikant: Auch Yıldırıms Gegenkandidat Hakan Safi soll am Wunschspieler dranbleiben. „Wer auch immer die Wahl gewinnt, wird Guirassy holen. Deshalb wird auch dieser Bruder von euch ihn verpflichten, so Gott will“, sagte Safi laut fussballdaten.de zuletzt öffentlich. Wahlkampf-Versprechen oder konkrete Spur? Offen.
BVB News: Bild bestätigt das Fenerbahce-Interesse an Guirassy
Auch deutsche Medien berichten von einer ernsthaften Annäherung. Wie die Bild meldet, gab es bereits Gespräche zwischen Fenerbahce und dem Umfeld des 30-Jährigen. Die Berater-Brüder des Stürmers sollen den Verhandlungen offen gegenübergestanden haben. Zudem soll sich Guirassy selbst bereits über die Stadt am Bosporus informieren – ein deutliches Signal seiner Bereitschaft, den Schritt zu wagen.
Was die finanziellen Rahmenbedingungen angeht, hat Dortmund eine durchaus komfortable Verhandlungsposition. Im Arbeitspapier des Guineers, das bis 2028 läuft, ist zwar eine Ausstiegsklausel über 35 Millionen Euro hinterlegt. Diese gilt allerdings nur für eine ausgewählte Gruppe europäischer Top-Klubs – und Fenerbahce zählt nicht dazu. Die Ablöse bleibt damit frei verhandelbar.
Laut Bild-Informationen wäre der BVB ab einem Angebot in Höhe von rund 40 Millionen Euro gesprächsbereit. Fenerbahce dürfte allerdings versuchen, diese Forderung noch zu drücken. Sein Marktwert wird derzeit auf 32 Millionen Euro taxiert.
BVB-Manager Book wird bei „außergewöhnlichen Angeboten nachdenken“
Bei den BVB-Verantwortlichen herrscht trotz der Gerüchte kein Verkaufs-Druck. Sportdirektor Ole Book gab sich zuletzt diplomatisch. „Mit seinen Toren ist er sehr, sehr wichtig. Es ist also nicht unser Plan und nicht unsere Prämisse, zu sagen, dass wir ihn abgeben wollen“, erklärte Book gegenüber der Sport Bild. Trotzdem ließ er die Tür für Verhandlungen offen: „Wenn außergewöhnliche Angebote eingehen, wird man darüber nachdenken.“
Eine Aussage, die Spielraum lässt. Sollte Fenerbahce die 40-Millionen-Schwelle erreichen oder gar übertreffen, wäre eine Trennung im Sommer durchaus denkbar. Hinzu kommt: Trainer Niko Kovac soll bereits in der vergangenen Sommerpause damit gerechnet haben, dass Guirassy den Klub verlassen könnte – die Sicht der Dinge dürfte sich kaum geändert haben.
Dortmund-Knipser Guirassy lässt sich Zeit
Der Spieler selbst will laut Bild zunächst entspannt abwarten, welche Möglichkeiten sich noch ergeben. Vor allem die WM könnte ein Faktor sein: Glänzt der Guineer dort mit seiner Nationalmannschaft, könnten weitere Top-Klubs anklopfen. Heißt: Vor dem Turnier wird er sich kaum festlegen.
Dabei wäre Guirassy für jeden Verein eine Bereicherung. In 96 BVB-Pflichtspielen sammelte der 30-Jährige 75 Torbeteiligungen – eine bemerkenswerte Quote. In der gerade beendeten Saison brachte er es auf 22 Tore und sechs Vorlagen in 42 Pflichtspielen. Etwas weniger als im Vorjahr, aber für einen Mittelstürmer immer noch ein beeindruckender Wert.
Fenerbahces Doppelpack-Strategie
Sollte der Wahlausgang in Istanbul tatsächlich den Guirassy-Coup ermöglichen, wäre dieser nicht der einzige Stürmer-Transfer der Türken. Laut Sabuncuoğlu hat Yıldırım zugleich eine Einigung mit Vedat Muriqi von RCD Mallorca erzielt. Der Kosovo-Stürmer war in der abgelaufenen La-Liga-Saison sogar zweitbester Torschütze hinter Kylian Mbappé. Eine offensive Doppelverstärkung mit Wucht.
Für den BVB bleibt damit die Frage, wie man im Falle eines Abgangs reagieren würde. Ein adäquater Ersatz für einen Top-Knipser dieses Kalibers zu finden, ist eine der schwierigsten Aufgaben im Profi-Fußball. Bis zur Klärung dürften in Dortmund noch ein paar nervöse Tage anstehen.
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