Dynamo Dresden News beim Fußball heute: Bei Dynamo Dresden gibt es vor der neuen Saison ein echtes Luxusproblem – und ausgerechnet auf der sensibelsten Position. Im Tor stehen aktuell gleich mehrere Keeper mit dem klaren Anspruch, die Nummer eins zu sein. Klar ist deshalb: Dynamo muss handeln. Mindestens einer der Schlussmänner wird die SGD im Sommer wohl verlassen müssen.
Dynamo Dresden News heute: Ein Überangebot an Klasse im Tor
Die Ausgangslage ist außergewöhnlich. Mit Tim Schreiber, Lennart Grill und Elias Bethke besitzt der Verein gleich drei hochkarätige Schlussmänner, die jeweils den Stammplatz für sich beanspruchen. Hinzu kommt Ersatzkeeper Daniel Mesenhöler, dessen Vertrag zum Saisonende ausgelaufen ist – über eine Verlängerung wird allerdings verhandelt.
Genau das ist der Knackpunkt: Sollte Mesenhöler tatsächlich bleiben, stünden bei Dynamo zum Saisonstart vier vollwertige Torhüter unter Vertrag. Eine Konstellation, die so nicht aufgehen kann. Trainer Thomas Stamm machte deutlich, dass eine Bereinigung ansteht. „Ich gehe davon aus, dass wir Ende August nicht mit vier Hütern dastehen„, sagte der Coach laut Bild.
SGD-Keeper Mesenhöler wohl als Nummer drei eingeplant
Bei Mesenhöler deutet alles auf eine Rolle als Nummer drei hin. Stamm traut dem 30-Jährigen diese Aufgabe ohne Weiteres zu, weiß aber auch um dessen Ehrgeiz. „Er kann diese Rolle perfekt ausfüllen. Aber auch er hat den Anspruch, die Nummer eins zu sein“, erklärte der Trainer gegenüber der Bild. Sollte Mesenhöler den Verbleib akzeptieren, verschärft sich der Druck auf die anderen drei Keeper umso mehr.
Dynamo Dresden: Schreiber als heimlicher Favorit
Die besten Karten im Vierkampf dürfte Tim Schreiber haben. Der gebürtige Freitaler steigerte sich in der Rückrunde als Stamm-Keeper enorm und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Dresdner Defensive plötzlich deutlich stabiler stand. „Ich denke, dass ich eine sehr gute Entwicklung genommen habe und in der Rückrunde zeigen konnte, was ich drauf habe“, schätzte Schreiber laut Bild seine eigene Leistung ein.
Die Kritik nach einer durchwachsenen Hinrunde diente ihm dabei als zusätzlicher Antrieb. Sein Bekenntnis zum Klub fällt unmissverständlich aus: „Das ist mein Herzensverein, ich fühle mich hier wohl„, sagte der Keeper der Bild. Ein klares Signal in Richtung Verbleib.
Allerdings gibt es einen Haken. Von Vereinsseite fehlt bislang das eindeutige Bekenntnis zu Schreiber. Über eine Verlängerung seines im kommenden Jahr auslaufenden Vertrags gibt es offenbar noch keinen Gesprächsbedarf. Und nach seinen starken Auftritten ist Schreiber durchaus auch für andere Klubs interessant geworden. „Was jetzt in der Sommerpause passiert, wird man sehen. Dass da noch was gemacht wird, steht ja auch fest, denke ich“, sagte der Schlussmann der Bild vielsagend.
Fragezeichen bei Grill und Bethke
Während Schreiber sportlich überzeugt, stehen hinter den beiden Konkurrenten gleich mehrere Fragezeichen – vor allem gesundheitliche. Lennart Grill laboriert noch an den Folgen einer schweren Knieverletzung aus dem vergangenen November. Zum Trainingsauftakt Ende Juni will der 27-Jährige wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ob er dann sofort voll belastbar ist, bleibt allerdings offen.
Ähnlich sieht es bei Elias Bethke aus. Der gebürtige Brandenburger war erst in der Winterpause von Energie Cottbus nach Dresden gewechselt, wurde dort aber von mehreren Verletzungen ausgebremst – zuletzt von einer hartnäckigen Bauchmuskelzerrung. Inzwischen genesen, dürfte Bethke den Kampf um die Nummer eins mit Nachdruck aufnehmen wollen.
Doch genau diese Unsicherheit spielt Schreiber in die Karten. „Wir wissen nicht, wann sie zurückkommen“, gab Stamm mit Blick auf Grill und Bethke gegenüber der Bild zu. Eigentlich ein weiterer Grund, im Tor auf den formstarken Schreiber zu setzen.
Eine Entscheidung mit Fingerspitzengefühl
Für die Verantwortlichen wird die Torwart-Frage zur diffizilen Personal-Aufgabe. Schließlich gilt es, sowohl für den Verein als auch für die einzelnen Keeper eine tragfähige Lösung zu finden. „Am Ende müssen wir eine gute Lösung für uns und für die Torhüter finden. Es kann ja auch sein, dass einer sagt, ich habe ein Angebot und will was anderes machen“, sagte Stamm der Bild.
Wie sich das Torwart-Puzzle am Ende fügt, bleibt vorerst offen. Sicher ist nur: Vier bleiben es nicht. Bis Ende August dürfte Dynamo eine klare Hierarchie im Kasten geschaffen haben – freiwillig oder durch einen Abgang.
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