WM heute: Harry Kane nimmt die englische Presse ins Visier. Nach dem hart erkämpften Halbfinal-Einzug wittert der Kapitän der Three Lions einen gezielten Versuch, Zwietracht zu säen. Der Torjäger stellt sich demonstrativ hinter Coach Thomas Tuchel. Was ist da zwischen Team und Medien vorgefallen?
WM 2026: Kane wettert gegen die heimische Presse
Der Kapitän wählte deutliche Worte. Kane reagierte auf die widersprüchlichen Aussagen von Jude Bellingham und Tuchel und warf den Medien vor, bewusst einen Keil zwischen die Beteiligten treiben zu wollen, wie Sport1 berichtet.
„Wir hatten gerade einen harten Kampf hinter uns. Es ist leicht, zu versuchen, diese Spaltung zu inszenieren – das scheint bei solchen großen Turnieren eine typische englische Angewohnheit zu sein. Aber das ist genau das Gegenteil von der Realität“, wird der Angreifer von BBC Sports zitiert. Die Mannschaft stehe „voll und ganz hintereinander“.
England: Tuchels Kritik als Auslöser der Debatte
Ausgangspunkt der Aufregung war das glanzlose 2:1 nach Verlängerung gegen Norwegen. Tuchel monierte danach, seine Elf habe „Glück gehabt“ und er sei „in jeder Hinsicht“ mit der Leistung „nicht zufrieden“ – lobte aber ausdrücklich die Mentalität, die man sogar „in Flaschen abgefüllt und verkauft“ könnte.
Bellingham konterte auf die Frage nach dieser Kritik spitz: „Vielleicht weiß er auch nicht, was es heißt, bei solchen Bedingungen gegen Haaland, Ödegaard, Nusa und Sörloth, all die anderen, zu spielen. Das ist kein einfacher Gegner.“ Eine Aussage, aus der die Medien prompt einen Zwist konstruierten.
Harry Kane stellt sich klar hinter Tuchel
Genau das ärgert den Kapitän. „Wenn man ein solches Spiel bestreitet und fünf Minuten nach dem Schlusspfiff eine Frage gestellt bekommt, wobei er gar nicht wusste, was gesagt worden war – was soll Jude da denn sagen?“, kritisierte Kane die Art der Befragung des Real-Madrid-Stars.
Für ihn ist der Zusammenhalt das Fundament des Erfolgs. Die Mannschaft stehe dort, wo sie steht, weil Spieler, Trainer und Stab komplett zusammenhielten – manchmal werde aus einer Sache eben mehr gemacht, als sie sei. Tuchel trage „sein Herz auf der Zunge“ und sei „nicht ohne Grund einer der besten Trainer der Welt“, so Sport1. Am Mittwoch wartet nun Lionel Messis Argentinien (21 Uhr). Bleiben die Three Lions dabei so geschlossen wie beteuert?
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