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WM live: Bellingham trifft! England jetzt Erster – Kroatien führt weiterhin

Halbzeit zwei in der WM-Gruppe L – und es bleibt eng. Kroatien führt gegen Ghana durch ein Sucic-Tor weiterhin mit 1:0 und würde damit auf den zweiten Rang springen, da England mittlerweile ebenfalls auf 1:0 gestellt hat. Nach aktuellem Stand wären beide Teams weiter, doch die Tabellenlage ist im Fluss. Hier die Eindrücke aus beiden Duellen.

WM live: Kroatien führt gegen Ghana – doch die Black Stars drängen

Lange war dieses Endspiel ums Sechzehntelfinale eine zähe Angelegenheit. Beide Teams setzten auf eine kompakte Defensive und schnelles Umschalten – mit dem besseren Ende für die Kroaten, die mehr Tempo und Tiefe in ihre Vorstöße brachten. Der umtriebige Sucic kurbelte das Spiel der Europäer immer wieder an.

Folgerichtig hatte Kroatien auch die erste dicke Gelegenheit. Nach einem schnellen Konter durch die Mitte zog Vlasic aus rund 19 Metern ab – der Ball krachte gegen den linken Pfosten. Ghana agierte lange ohne Risiko und scheute den Weg in die Spitze, obwohl Owusu im Mittelfeld phasenweise für Entlastung sorgte.

Die zunehmende Überlegenheit der Kroaten zahlte sich schließlich aus. Nach einem Fehlpass von Adjetey schaltete Kroatien schnell um, Kovacic legte von links auf Petar Sucic, der aus über 20 Metern abzog. Durch die Beine von Luckassen rutschte der flache Schuss ins linke Eck – 1:0 für die Europäer.

Kurz vor der Pause meldeten sich aber auch die Black Stars an. Semenyo drang über rechts in den Sechzehner ein und schloss aus spitzem Winkel ab – der Ball zischte hauchzart am linken Pfosten vorbei. Die beste Gelegenheit für Ghana, das sich vom Rückstand unbeeindruckt zeigte und mutiger wurde.

Ghana kommt stärker aus der Pause

Nach der Pause wurde Ghana mutiger und brachte mit einem Doppelwechsel frischen Wind. Joker Fatawu prüfte schon nach 60 Sekunden den kroatischen Kasten, kurz darauf fehlten Semenyo bei einer scharfen Hereingabe von Fatawu nur Zentimeter zum Ausgleich. Auch Ayew tauchte gefährlich auf – Modric rettete per perfekt getimter Grätsche.

Kroatien agierte in dieser Phase passiver und überließ den Black Stars das Feld, sodass ein Treffer der Afrikaner förmlich in der Luft lag. Es ist ein komplett anderes Spiel als vor dem Seitenwechsel. Zusätzliche Brisanz lieferte das Parallelspiel: Durch Englands Führung rutschte Kroatien wieder auf Rang zwei – ein Ghana-Ausgleich würde die Black Stars an die zweite Position hieven.

WM live: Bellingham köpft England gegen Panama in Führung

Die Three Lions drückten bei strömendem Regen in New Jersey aufs Tempo, taten sich gegen tief stehende Mittelamerikaner aber schwer. Vor allem über die Außen sorgten Rashford und Saka für Betrieb. Der erstmals bei diesem Turnier von Beginn an spielende Rashford war an fast jeder gefährlichen Aktion beteiligt – sein Flachschuss aus 18 Metern wurde von Keeper Mosquera stark pariert.

Doch auch der Außenseiter blieb gefährlich. José Luis Rodriguez zog halblinks in den Sechzehner und prüfte Pickford, der ebenso glänzend parierte wie zuvor schon bei einem Versuch von Tomas Rodriguez. Immer wieder lief England in panamaische Konter – das Geschehen lief noch gar nicht nach englischer Vorstellung.

Pikant: Durch die kroatische Führung im Parallelspiel rutschte England zwischenzeitlich auf Rang zwei ab. Bei rund 70 Prozent Ballbesitz fehlten den Three Lions schlicht die Ideen, um die kompakte Defensive zu knacken. Harry Kane blieb in Durchgang eins nahezu komplett abgemeldet und kam auf kaum mehr als ein paar Ballkontakte.

Bellingham knipst für England

Im zweiten Durchgang machte England endlich das, was den Three Lions lange fehlte: ein Tor. Nach einer Ecke von der linken Seite stieg Jude Bellingham am Fünfmeterraum hoch und drückte den Ball per Volley ins linke Eck – die umjubelte 0:1-Führung, die England zurück an die Tabellenspitze brachte. Vorlagengeber war Saka.

Schon zuvor war die Mannschaft von Thomas Tuchel stärker geworden. Kane zwang Mosquera mit einem Schuss ins linke Eck zur Parade, ehe der Bann brach. Doch Panama steckte keineswegs auf: Murillo vergab kurz nach dem Rückstand freistehend den möglichen Ausgleich, auch Rodriguez zielte aus der Distanz nur knapp vorbei. Sorgen bereitet den Engländern derweil der angeschlagene Quansah, der behandelt werden musste.