Die deutsche Nationalmannschaft bangt nach dem zweiten Gruppenspiel der Gruppe E um Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger verletzte sich beim 2:1-Erfolg im zweiten WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste und könnte dem DFB-Team im weiteren Turnierverlauf fehlen. Nach der Partie äußerte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerst besorgt über den Gesundheitszustand des 26-Jährigen.
Deutschland vs. Elfenbeinküste: Frühe Verletzung bei Schlotterbeck
Bereits in der 13. Minute war Schlotterbeck unglücklich umgeknickt und blieb anschließend sichtbar angeschlagen auf dem Platz. Trotz großer Schmerzen spielte der Abwehrspieler zunächst weiter und biss bis zur Halbzeitpause auf die Zähne. Erst danach wurde er durch Antonio Rüdiger ersetzt.
Die ersten Aussagen von Nagelsmann lassen jedoch nichts Gutes vermuten. Im Interview mit dem ZDF erklärte der Bundestrainer unmittelbar nach dem Spiel: „Es sieht nicht gut aus – leider!“ Als mögliche Ursache nannte er eine Verletzung am Innenband. Auf der anschließenden Pressekonferenz präzisierte Nagelsmann seine Einschätzung: „Wir müssen abwarten, was die Bildgebung hergibt. Es ist leider eine Innenbandverletzung, es ist wahrscheinlich im Sprunggelenk.“
Brisante Ausstiegsklausel von Schlotterbeck beim BVB
Klarheit soll nun eine MRT-Untersuchung bringen. Sollte sich der Verdacht bestätigen und das Innenband strukturell beschädigt sein, droht Schlotterbeck eine längere Pause. Damit wäre nicht nur die Weltmeisterschaft für den BVB-Profi in Gefahr, sondern möglicherweise auch ein wichtiger Karriereschritt.
Besonders brisant: In seinem erst kürzlich verlängerten Vertrag bei Borussia Dortmund soll eine Ausstiegsklausel verankert sein, die ausgewählten Top-Klubs einen Transfer nach der WM ermöglichen würde. Medienberichten zufolge gehört auch Real Madrid zu den Vereinen, die den Nationalspieler intensiv beobachten. Zuletzt wurde immer wieder über ein Interesse der Königlichen an einem linksfüßigen Innenverteidiger berichtet.
DFB-Team: Wer könnte Schlotterbecks Lücke schließen?
Für Schlotterbeck wäre ein längerer Ausfall besonders bitter. Erst im vergangenen Jahr hatte ihn ein Meniskusriss für mehrere Monate außer Gefecht gesetzt. Nun droht die nächste schwere Verletzung. Auch für die deutsche Nationalmannschaft wäre ein WM-Aus des Abwehrspielers ein schwerer Rückschlag.
Schlotterbeck bildet gemeinsam mit Jonathan Tah das Herzstück der Defensive. Da Nachnominierungen nach Turnierbeginn nicht mehr möglich sind, müssten Antonio Rüdiger, Waldemar Anton oder Malick Thiaw die entstandene Lücke schließen.
Nun richtet sich die Hoffnung aller Beteiligten auf die Ergebnisse der MRT-Untersuchung. Noch besteht die Chance, dass sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigen.