WM heute: Nach dem missglückten WM-Auftakt steht die Türkei schon früh mit dem Rücken zur Wand. Gegen Paraguay muss eine Reaktion her – und ausgerechnet zwei Kindheitsfreunde aus Regensburg könnten dabei eine Schlüsselrolle spielen: Can Uzun und Kenan Yıldız geben sich kämpferisch.
WM 2026: Türkei nach Pleite gegen Australien unter Druck
Das 0:2 zum Auftakt gegen Australien saß tief. „Es war eine Ohrfeige für uns“, gestand Uzun im Gespräch mit dem Weltverband unumwunden. Der Offensivspieler von Eintracht Frankfurt, der gegen die Socceroos nicht zum Einsatz kam, richtet den Blick aber bereits nach vorne: „Das Turnier startet jetzt erst recht so richtig für uns.“
Am Samstag (5 Uhr MESZ) wartet in San Francisco das ebenfalls noch punktlose Paraguay, das seinerseits mit 1:4 gegen die USA unterging. Für beide Teams ist es faktisch ein Pflichtsieg, ehe es zum Abschluss gegen die USA geht. Immerhin: Erstmals seit 2002, als die Türkei sensationell WM-Dritter wurde, ist die Mannschaft überhaupt wieder bei einer Endrunde dabei.
Uzun und Yıldız: Vom Bolzplatz Regensburg zur WM
Verbunden sind Uzun und Yıldız weit über den Fußball hinaus. Beide kamen 2005 in Regensburg zur Welt, kickten gemeinsam auf den Bolzplätzen der Stadt und durchliefen den Nachwuchs des SSV Jahn Regensburg, ehe sich die Wege trennten – Uzun zog es über Ingolstadt und Nürnberg nach Frankfurt, Yıldız zum FC Bayern und schließlich zu Juventus Turin.
Beste Freunde sind die beiden bis heute geblieben. „Es ist wie damals: Lachen, Späße machen und zusammen Fußball spielen. Das Einzige, was sich geändert hat, ist, dass wir jetzt Profis sind“, erzählt Uzun. Yıldız wiederum verbindet seine erste WM-Erinnerung mit dem Freund: 2014 verfolgten beide als Neunjährige gebannt das Turnier und eiferten Stars wie Ronaldo und Messi nach. „Ich dachte, dass ich es eines Tages schaffen kann. Und jetzt bin ich hier“, sagt Yıldız.
Türkei: Yıldız und Uzun mit klarer Kampfansage
Trotz des Fehlstarts geben sich beide kämpferisch. Yıldız analysiert nüchtern, dass die Mannschaft im ersten Spiel keineswegs schlecht gespielt habe, es aber natürlich Dinge zu verbessern gebe. Uzun hebt die mentale Komponente hervor: Man sei Profi und habe schon oft Rückschläge wegstecken müssen. Vor dem Duell mit den disziplinierten Südamerikanern erwartet er ohnehin ein Spiel auf Messers Schneide: „Ich glaube, es wird ein sehr aggressives, hitziges Spiel.“
Großes Vertrauen setzen die jungen Türken dabei in Nationaltrainer Vincenzo Montella, den Uzun als warmherzig und charakterstark beschreibt. „Ich vertraue ihm komplett“, betont Uzun. Das Ziel ist klar: der erste türkische WM-Sieg seit 2002. Der Gedanke an das abschließende USA-Spiel ist da noch tabu – erst muss gegen Paraguay geliefert werden.
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