Fußball heute: Beim VfB Stuttgart ist die wichtigste Sommer-Personalie geklärt. Wie übereinstimmend mehrere Medien berichten, haben sich Top-Stürmer Deniz Undav und der Bundesligist auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Der neue Kontrakt läuft bis 2029, das Gesamtpaket inklusive Boni und Signing Fee summiert sich auf rund 20 Millionen Euro über drei Jahre. Damit hat sich der VfB den Verbleib seines Top-Scorers vor der WM gesichert.
Vertrag bis 2029 – Option auf weiteres Jahr
Wie der kicker mit Verweis auf Sky berichtet, haben sich beide Seiten auf eine Ausweitung der Zusammenarbeit verständigt. Der 29-jährige Nationalstürmer soll sein neues Arbeitspapier zeitnah unterzeichnen. Wie die Sportschau ergänzt, sieht das Paket einen Vertrag bis 2029 vor – plus eine leistungsbezogene Option auf ein weiteres Jahr bis 2030.
Sportlich macht der VfB damit eine klare Investition. Wie die Bild einordnet, war Undav nach seinem Innenbandanriss im linken Knie zu Saisonbeginn enorm stark zurückgekehrt. Wettbewerbsübergreifend stand er in der Saison 2025/26 bei 25 Saisontoren und gehörte zu den Eckpfeilern der starken VfB-Spielzeit. Den Klub-Höhepunkt – den DFB-Pokalsieg – hatten die Stuttgarter allerdings verpasst und im Berliner Finale 0:3 gegen den FC Bayern verloren.
5,5 Millionen Gehalt plus Signing Fee
Im Detail liegt das jährliche Grundgehalt laut kicker bei rund 5,5 Millionen Euro pro Saison – damit hätte Undav eine deutliche Aufwertung gegenüber seinem bisherigen Gehalt von rund 4,5 Millionen Euro erhalten. Die ursprüngliche Forderung der Spielerseite hatte bei sechs Millionen gelegen, der VfB hat sich damit weitgehend bei der eigenen Schmerzgrenze gehalten.
Dazu kommt eine Signing Fee, deren Höhe in den Quellen unterschiedlich angegeben wird. Wie die Bild berichtet, soll diese über drei Millionen Euro liegen. Wie der ligainsider einen Tag zuvor noch dokumentiert hatte, lag das ursprüngliche Angebot der Stuttgarter bei etwa zwei Millionen – am Ende dürfte die Spielerseite eine Erhöhung durchgesetzt haben. Wie fussballtransfers mit Verweis auf Sky einordnet, kostet der Verbleib den VfB damit ein Gesamtpaket von rund 20 Millionen Euro über drei Vertragsjahre.
Undav-Ultimatum: Frist vor dem WM-Abflug gesetzt
Bemerkenswert ist die Vorgeschichte der Einigung. Wie fussballnationalmannschaft.net ausführt, hatte Undav den VfB-Verantwortlichen ein klares Ultimatum gestellt: Bis Dienstag vor dem Abflug der Nationalmannschaft in die USA wollte der 29-Jährige Klarheit haben. Ohne Einigung wäre die Verlängerung in diesem Sommer wohl vom Tisch gewesen.
Nach dem Pokalfinale am Samstag hatte Undav selbst gesagt: „Ab Mittwoch bin ich weg. Schauen wir mal, was bis dahin passiert“, zitiert ihn fussballtransfers. Eine deutliche Ansage in Richtung Klubführung, die letztlich gewirkt hat. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle hatten die Gespräche in den vergangenen Tagen mit Hochdruck vorangetrieben.
Premier-League-Klubs abgeblockt
Mit der Einigung hat der VfB auch internationale Konkurrenz abgewehrt. Wie Goal.com mit Verweis auf die „Sport Bild“ einordnet, klopften zuletzt mehrere Klubs aus europäischen Top-Ligen bei Undav an. Vor allem in der Premier League soll der Angreifer einen Markt gehabt haben. Für den 29-Jährigen geht es um den wohl letzten großen Vertrag seiner Karriere.
Wie der kicker einordnet, war für den VfB die Verhinderung des Szenarios entscheidend, dass Undav nach möglicherweise starker WM und noch größerem Interesse anderer Vereine in sein letztes Vertragsjahr 2026/27 gegangen wäre. Sollte das passieren, hätte man mit ihm kaum die Ablöse generieren können, die im Falle eines Abgangs erhofft worden wäre. Klar ist: Mit der Verlängerung sichert sich der VfB seinen wichtigsten Offensivspieler für die Champions-League-Saison 2026/27. Undav kann sich nun voll auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko konzentrieren – und dort vielleicht auch noch das DFB-Tor-Konto erweitern.
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