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USA bei der WM: Diese Rote Karte spaltet die Fußballwelt

USA-Fans

WM heute: Ein Platzverweis sorgt für hitzige Debatten – beim 2:0-Erfolg der USA gegen Bosnien-Herzegowina im WM-Sechzehntelfinale flog Folarin Balogun vom Platz – und ausgerechnet der Torschütze wurde zur tragischen Figur. Die Rote Karte spaltet die Fußballwelt. Der Vorwurf: Bei Superstar Lionel Messi wurde eine ähnliche Szene ganz anders bewertet.

USA gegen Bosnien: Balogun sieht die umstrittene Rote Karte

Dabei hatte der 24-Jährige die Amerikaner noch mit seinem Führungstreffer zur Pause auf die Siegerstraße gebracht. Doch in der 64. Minute die Wende: Balogun traf Tarik Muharemović unglücklich am Sprunggelenk – unabsichtlich, aber schmerzhaft. Nach VAR-Ansicht zückte der brasilianische Referee Raphael Claus Rot.

Der Rest wurde zur Trotzreaktion der Mannschaft von Mauricio Pochettino. Trotz Unterzahl legte Malik Tillman in der 82. Minute zum 2:0-Endstand nach. Balogun selbst war nach dem Abpfiff sichtlich erleichtert – und den Tränen nahe.

Balogun-Rot mit Messi-Parallele: Wird mit zweierlei Maß gemessen?

Für Zündstoff sorgt vor allem der Vergleich mit einer Szene aus dem argentinischen Auftaktspiel. Dort hatte Messi seinen Gegenspieler Aïssa Mandi mit offener Sohle an der Wade erwischt, ohne dafür Rot zu sehen – der VAR griff damals nicht ein. Bei Balogun dagegen schritt der Video-Assistent ein. Ein Widerspruch, der Kritiker auf den Plan rief.

Ex-US-Nationalspieler Jermaine Jones brachte die Empörung bei ESPN auf den Punkt: „Wenn du hier eine Rote Karte gibst, wieso kriegt Messi dann nicht die Rote Karte?“ Auch ORF-Beobachter Michael Liendl teilte die Kritik und wetterte, es werde „mit zweierlei Maß gemessen“.

Pochettino protestiert – USA verlieren ihren Torjäger

Verständlicherweise tobte auch der US-Coach. „Für mich ist das niemals eine Rote Karte. Es war zu keinem Zeitpunkt seine Absicht, den Spieler zu treten“, schimpfte Pochettino nach der Partie. Christian Pulisic pflichtete bei, die Entscheidung sei „unglücklich“ gewesen. Regeltechnisch aber steht der Platzverweis auf sicherem Boden: Laut IFAB setzt grobes Foulspiel keine Absicht voraus – ein Treffer mit offener Sohle über dem Knöchel führt regelmäßig zum Feldverweis.

Bitter für die Amerikaner ist die Konsequenz. Balogun ist für das Achtelfinale gegen Belgien automatisch gesperrt, ein Einspruch ist nicht vorgesehen. Damit fehlt den USA ausgerechnet ihr treffsicherster Angreifer, der in drei Partien bereits dreimal einnetzte. Pochettino kündigte dennoch an, alle Optionen zu prüfen – für ihn sollte es „fair sein“, überhaupt Einspruch einlegen zu können.

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