WM heute: Drama pur im Sechzehntelfinale – Marokko hat sich im Elfmeterschießen mit 3:2 gegen die Niederlande durchgesetzt und steht im Achtelfinale. Erst ein später Ausgleich in der Nachspielzeit rettete die „Löwen vom Atlas“ ins Elfmeterschießen – dort behielten sie trotz eines verschossenen Elfmeters von Kapitän Achraf Hakimi die Nerven. „Ich bin sehr stolz“, jubelte der Star.
Marokko bei der WM: Später Ausgleich rettet ins Elfmeterschießen
Lange sah es nicht nach einem Weiterkommen des Halbfinalisten von 2022 aus. Doch in der Nachspielzeit schlug die große Stunde von Issa Diop, der per Kopf zum 1:1 traf und die Partie damit in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen rettete. Ein Treffer zur allerletzten Gelegenheit.
Im Elfmeterschießen wurde es dann noch einmal kurios. Ausgerechnet Kapitän Hakimi scheiterte mit seinem Versuch am Pfosten – doch am Ende reichte es den Marokkanern dennoch zum 3:2-Erfolg. Für die Niederlande platzte damit der Traum vom Achtelfinale auf bittere Weise.
Hakimis stolze Worte: „Große mentale Stärke“
Nach dem Kraftakt überwog beim PSG-Star der Stolz. „Wir haben es geschafft. Es war nicht einfach. Ich bin im Moment wirklich müde, aber ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, sagte der frühere Dortmunder erschöpft. Die „große mentale Stärke“ seines Teams hob er besonders hervor.
Die Vorbereitung auf das schwere Duell habe sich ausgezahlt. „Wir wussten, was für ein Spiel uns erwartet und gegen wen wir antreten“, betonte Hakimi. Man habe konzentriert und stark bleiben müssen, „sowohl körperlich als auch mental. Das haben wir geschafft.“ Damit bestätigt Marokko einmal mehr seine Rolle als unangenehme Turnier-Überraschung.
Marokko gegen Kanada: Das wartet im Achtelfinale
Für die Niederlande hat sich derweil die Warnung von Trainer Ronald Koeman bewahrheitet. Der Bondscoach hatte vor Nachlässigkeiten gewarnt, die einen „den Kopf kosten“ könnten – und genau daran scheiterte die favorisierte Elftal letztlich.
Marokko hingegen darf weiter vom großen Coup träumen. Im Achtelfinale wartet am Samstag (19 Uhr MESZ) in Houston Co-Gastgeber Kanada, der zuvor Südafrika ausgeschaltet hatte. Ein echtes Duell auf Augenhöhe – und für die „Löwen vom Atlas“ die nächste Chance, ihre starke Vorstellung zu krönen.
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