Hertha BSC News beim Fußball heute: Bei Hertha BSC steht der nächste prominente Sommer-Abgang fest. Michal Karbownik, polnischer Allrounder und Stamm-Linksverteidiger der vergangenen Saison, verlässt die Alte Dame nach drei Jahren ablösefrei. Die Berliner verkündeten den Abschied offiziell – und müssen damit auf einer ohnehin priorisierten Position noch dringlicher reagieren. Hintergrund: Karbownik hat ein konkretes Hertha-Angebot zur Vertragsverlängerung abgelehnt.
Karbownik sagt Hertha ab
Wie der Klub am Montagvormittag mitteilte, läuft Karbowniks Vertrag zum 30. Juni 2026 aus und wird nicht verlängert. Damit endet nach drei Jahren die Zeit des 25-Jährigen in der Bundeshauptstadt.
„Wir waren mit Miki in einem transparenten und offenen Austausch über seine sportliche Zukunft – nun hat er die Entscheidung getroffen, seine Laufbahn an einem anderen Standort fortzusetzen“, erklärte Sportdirektor Benjamin Weber in der Vereinsmitteilung. „Für seine Leistungen mit unserer Fahne auf der Brust bedanken wir uns ausdrücklich bei ihm und wünschen ihm für seine neue Herausforderung alles Gute.“
Worte, die das offizielle Ende einer Personalie markieren, die intern bis zuletzt umkämpft war.
Wie Hertha bis zuletzt um den Karbownik-Verbleib kämpfte
Wie der kicker berichtet, hatten Weber und Kaderplaner Bastian Huber in den vergangenen Wochen intensiv um eine Vertragsverlängerung mit dem Polen geworben. Lange Zeit war eine Vertragsverlängerung des Gut-Verdieners im Klub kein Thema gewesen – nach einer starken Rückrunde änderte sich die Haltung allerdings.
Pikant: Wie die Bild berichtet, hatte sich Trainer Stefan Leitl (48) zuletzt deutlich für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ausgesprochen. Der Coach gilt als „absoluter Karbownik-Fan“ und wollte den Allrounder unbedingt im Kader behalten. Trotz des Angebots erteilte Karbownik den Berlinern eine Absage.
Hintergrund könnte laut kicker auch die Beratungs-Konstellation sein: Die schwedische Berater-Agentur des Polen hat den Wechsel forciert.
Hertha-Star Karbownik wechselt wohl zu Basaksehir
Wo Karbownik in der kommenden Saison spielen wird, ist offiziell noch nicht bestätigt. Wie transfermarkt.de berichtet, soll die neue Herausforderung allerdings in der Türkei warten: beim Süper-Lig-Klub Basaksehir FK.
Sportlich wäre das eine attraktive Wahl. Der Klub aus Istanbul wird vom ehemaligen BVB-Coach Nuri Şahin trainiert und startet in der kommenden Saison in der Qualifikation zur Conference League. Karbownik würde damit nicht nur wieder erstklassig spielen, sondern auch internationale Bühne erleben. Hinzu kommt: Mit Jakub Kaluzinski hat er bei Basaksehir bereits einen polnischen Landsmann im Team.
Hertha BSC News heute: Eine 1,3-Millionen-Investition mit Verspätungseffekt
Karbowniks Hertha-Geschichte war von Anlauf-Schwierigkeiten geprägt. Wie der kicker aufgreift, war der Pole 2023 für eine Sockelablöse von 1,3 Millionen Euro aus der englischen Premier League gekommen – vom FC Brighton & Hove Albion. Seitdem hatte sich Hertha keinen Neuzugang in dieser Größenordnung erlaubt.
Sportlich brauchte der Linksfuß in Berlin allerdings sehr lange, um in Tritt zu kommen. Erst die jüngste Saison brachte für den Ex-Düsseldorfer den Durchbruch: Mehr Konstanz, dazu jene Stärken, die ihn auszeichnen – Sicherheit am Ball, schnelle Beine und Schwung in der Spieleröffnung. In Summe kommt Karbownik auf 79 Pflichtspiele für Hertha (72 Zweitliga + sieben DFB-Pokal), zuletzt war er Stammkraft unter Leitl.
Was sein Spiel allerdings stets begleitete: ein Defizit bei der Entscheidungsfindung im letzten Drittel.
Hertha BSC: Schon der sechste Abgang in Berlin
Mit Karbownik geht laut kicker bereits der sechste Profi des Hertha-Sommer-Umbruchs. Zuvor hatten Diego Demme, Toni Leistner, John Anthony Brooks, Jeremy Dudziak und Tim Hoffmann den Klub verlassen. Weitere Abgänge dürften folgen, da die Berliner Gehaltskosten reduzieren müssen.
Auffällig: Allein fünf der sechs Abgänge betreffen Defensiv-Positionen. Damit wird ein bereits angespannter Bereich noch schmaler.
Wie Hertha jetzt nachlegen will
Aus Berliner Sicht wird mit Karbowniks Abgang die Suche nach einem Linksverteidiger noch dringender. Wie der kicker einordnet, will Hertha gezielt einen Linksfuß als Spezialisten verpflichten – statt wie zuletzt mit dem etatmäßigen Rechtsverteidiger Deyovaisio Zeefuik oder Innenverteidiger Niklas Kolbe zu improvisieren.
Wie die Bild aufgreift, hat die Hertha-Führung insgesamt vier Positionen identifiziert, die besetzt werden müssen: ein Linksverteidiger, ein Innenverteidiger als Leistner-Nachfolger, ein torgefährlicher Mittelstürmer und ein schneller Außenstürmer für die rechte Seite.
Die Herausforderung: Hertha kann nur Spieler verpflichten, die ablösefrei sind oder für kleines Geld ausgeliehen werden können. Eine Suche, die in den kommenden Wochen entscheidend werden dürfte.
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