THW Kiel News beim Handball heute: Der THW Kiel hat seinen neuen Cheftrainer gefunden – und setzt dabei auf ein vertrautes Gesicht. Nach der Trennung von Filip Jicha kehrt ein früherer Weltklasse-Spieler an den Ort seiner größten Erfolge zurück, um den Rekordmeister nach einer enttäuschenden Saison wieder nach oben zu führen.
THW Kiel macht Lund zum Jicha-Nachfolger
Wie der Klub am Mittwoch offiziell bestätigte, übernimmt Börge Lund das Traineramt bei den „Zebras“. Der 47-jährige Norweger unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 und folgt damit auf Filip Jicha, von dem sich Kiel am Montag getrennt hatte. Geschäftsführer Viktor Szilagyi zeigte sich überzeugt: Lund sei „für unseren Neuanfang mit unserer neuformierten Mannschaft genau der richtige Mann“.
Lund kommt vom norwegischen Spitzenklub Elverum Handball, den er seit 2020 betreute. Dort formte er laut Szilagyi aus jungen und erfahrenen Spielern eine schlagkräftige Einheit und entwickelte unter anderem den heutigen Kieler Eric Johansson weiter. Sein internationaler Erfahrungsschatz soll ihm den Einstieg erleichtern.
„Fast wie ein Nach-Hause-Kommen“: Lunds Kieler Vergangenheit
Für den Norweger schließt sich mit dem Engagement ein Kreis. Zwischen 2007 und 2010 trug er selbst das Kieler Trikot und erlebte an der Förde die erfolgreichste Phase seiner aktiven Laufbahn. In 137 Pflichtspielen erzielte der Mittelmann 155 Tore und gewann unter anderem drei deutsche Meisterschaften, zweimal den DHB-Pokal sowie 2010 die Champions League.
Entsprechend emotional fiel seine erste Reaktion aus. „Es ist ja fast wie ein Nach-Hause-Kommen“, sagte Lund. Der THW Kiel sei für ihn „der größte Verein der Welt“, der gerade „ein wenig Luft“ hole, um dann wieder anzugreifen. Bei diesem Neubeginn mitwirken zu dürfen, bezeichnete er als „Riesen-Ehre“.
THW Kiel: Reaktion auf den sportlichen Tiefpunkt
Die Verpflichtung ist die Antwort auf eine verkorkste Spielzeit. Kiel beendete die abgelaufene Bundesliga-Saison nur auf Rang sechs und verpasste erstmals seit 33 Jahren das internationale Geschäft – die schlechteste Platzierung seit 23 Jahren. Daraufhin zogen die Verantwortlichen trotz Jichas Vertrags bis 2028 die Reißleine.
Dass die wichtige Position so schnell neu besetzt werden konnte, sorgt im Umfeld für Erleichterung. Aufsichtsratsvorsitzender Kai Kruse sprach von einer „starken, erfahrenen Handball-Persönlichkeit“ und zeigte sich überzeugt, dass die mit Lund verbundenen neuen Impulse dem Neustart guttun würden. An der Seite des 216-fachen norwegischen Nationalspielers arbeitet künftig Co-Trainer Christian Sprenger.
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