Fußball heute: Der FC Schalke 04 hat den Kampf um den Klassenerhalt eröffnet – und dabei gleich eine harte Personalentscheidung getroffen. Vier Profis dürfen ab sofort nicht mehr mit dem Bundesliga-Team trainieren. Ein Schritt, der die Königsblauen gleich doppelt in Gefahr bringen könnte.
FC Schalke 04 sortiert Quartett aus – die Namen und das Risiko
Sport-Vorstand Frank Baumann, Trainer Miron Muslic und Profi-Direktor Youri Mulder haben klar abgesteckt, mit wem sie in die neue Spielzeit gehen wollen. Nicht mehr dabei: Tomas Kalas, Martin Wasinski, Steve Noode und Mauro Zalazar. Das Quartett wurde in die zweite Mannschaft geschickt und übt bis zu einem möglichen Vereinswechsel in der Regionalliga West.
Bei den Leih-Rückkehrern Wasinski (RFC Lüttich), Noode (Titus Petingen) und Zalazar (SC Braga U23) kommt das laut kicker wenig überraschend. Anders liegt der Fall bei Kalas: Der kopfballstarke Innenverteidiger zählte einst zum Stammpersonal, verlor durch hartnäckige Kniebeschwerden aber den Anschluss.
Warnung aus der Vergangenheit: Strafversetzungen als Schalker Dauerthema
Ein Blick zurück zeigt, warum die Maßnahme heikel ist. In den turbulenten Jahren rund um zwei Abstiege innerhalb von drei Spielzeiten griffen die damaligen Verantwortlichen wiederholt zu diesem Mittel – Namen wie Nabil Bentaleb, Dominick Drexler, Timo Baumgartl oder Ralf Fährmann mussten das Profitraining verlassen.
Die Beweggründe waren jeweils andere, das Resultat aber stets dasselbe: Die Aussortierungen dominierten die Schlagzeilen rund ums Berger Feld und zogen die Aufmerksamkeit von der eigentlichen sportlichen Aufgabe ab. Genau solche Nebenschauplätze kann sich ein Aufsteiger im Abstiegskampf schlicht nicht erlauben. Ob die Vierfach-Maßnahme neuen Unfrieden stiftet, ist offen – doch je unzufriedener aussortierte Profis werden, desto größer die Gefahr.
Das zweite Risiko: Welches Signal geht an mögliche Käufer?
Hinzu kommt ein wirtschaftliches Dilemma. Eigentlich wollen die Gelsenkirchener das Quartett von der Gehaltsliste bekommen, sind auf einem trägen Transfermarkt bislang aber nicht fündig geworden. Die Versetzung in die U23 dürfte potenzielle Abnehmer kaum ermutigen – im Gegenteil.
Denn wer kaum noch Einsatzminuten auf höchstem Niveau sammelt, kann sich schwerlich für einen neuen Arbeitgeber empfehlen. Immerhin: Zalazar, dessen Vertrag noch bis 2028 datiert ist, meldete sich prompt mit einem Doppelpack im Test der U23 zu Wort. An seiner Perspektive in Gelsenkirchen änderte das zunächst nichts – die Frage bleibt, ob Schalke die aussortierten Profis überhaupt noch loswird.
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