Eishockey-WM-Favoriten 2026: Vom 15. bis 31. Mai 2026 wird in Zürich und Fribourg der Nachfolger des amtierenden Weltmeisters USA gesucht. Die Nordamerikaner setzten sich im Vorjahr knapp gegen die Schweiz durch und holten erstmals seit 1960 wieder WM-Gold. Doch wer hat 2026 die besten Karten?
16 Nationen kämpfen in zwei Achtergruppen um den Titel – eine echte Favoritenrolle gibt es im Vorfeld nicht, wohl aber einen erlesenen Kreis aussichtsreicher Anwärter. Wir blicken beim Sport heute auf die Top-Favoriten, die deutschen Chancen sowie die jeweiligen Gruppenfavoriten der Eishockey-WM 2026.
Eishockey-WM 2026: Die Favoriten im Überblick
Fünf Teams bringen sich in der Gemengelage vor dem Turnierstart besonders deutlich in Stellung: Kanada als Rekordweltmeister, der amtierende Champion USA, Gastgeber Schweiz sowie die traditionsreichen Eishockey-Nationen Schweden und Finnland. Daneben hat sich mit der Slowakei ein interessanter Außenseiter ins Gespräch gespielt. Hier kommt die ausführliche Einordnung.
Kanada – der Rekordweltmeister will Wiedergutmachung
Mit 28 WM-Titeln führt die Ahornblatt-Auswahl die ewige Bestenliste der Weltmeisterschaften souverän an. Vor dem Turnierstart geht Kanada bei den Buchmachern mit der niedrigsten Siegquote ins Rennen – die statistische Goldwahrscheinlichkeit liegt bei rund 44 Prozent.
Der Grund liegt auf der Hand: Jede Reihe ist hochkarätig besetzt, Talente wie Macklin Celebrini (San Jose Sharks) treffen auf gestandene Namen à la Evan Bouchard (Edmonton Oilers), Ryan O’Reilly (Nashville Predators), Mark Scheifele (Winnipeg Jets) und John Tavares (Toronto Maple Leafs).
Allerdings haben die letzten Großturniere gezeigt, dass nominelle Klasse kein Selbstläufer ist. Bei der WM 2025 endete die Reise schon im Viertelfinale gegen Dänemark, und auch das Olympia-Finale im Februar ging gegen die USA verloren. Die Motivation, in der Schweiz endlich zurückzuschlagen, dürfte entsprechend hoch sein.
USA – der Titelverteidiger reist mit neuem Gesicht an
Goldener Doppelschlag oder Kater nach Olympia? Die Vereinigten Staaten haben mit dem WM-Triumph 2025 und der Goldmedaille bei den Winterspielen in Mailand-Cortina ein historisches Jahr hingelegt. In die Schweiz reisen sie nun allerdings in einer fast komplett neu zusammengestellten Mannschaft.
Stars wie Olympiasieger Matthew Tkachuk (Florida Panthers) sind dabei, daneben setzt das Team viele Talente aus NHL, AHL und NCAA in Szene – etwa James Hagens (Boston Bruins) oder Max Plante (Detroit Red Wings).
Das Tempo-Eishockey der Amerikaner ist nach wie vor das Maß der Dinge. Wie schnell die neuformierte Truppe ihre Abläufe findet, dürfte über den Titel entscheiden.
Schweiz – der Heim-Coup zum richtigen Zeitpunkt
Zweimal Silber in Folge (2024 und 2025) – und nun die Heim-WM. Selten waren die Vorzeichen für die Eidgenossen besser, den ersten Goldcoup ihrer Verbandsgeschichte zu landen. In der IIHF-Weltrangliste rangiert die Nati sogar vor Kanada auf Position drei.
Mit Roman Josi (Nashville Predators), J.J. Moser (Tampa Bay Lightning), Nico Hischier, Timo Meier (beide New Jersey Devils), Nino Niederreiter (Winnipeg Jets) und Pius Suter (St. Louis Blues) ist die NHL-Riege prominent besetzt.
Wermutstropfen: Wenige Wochen vor Turnierbeginn musste Erfolgstrainer Patrick Fischer gehen, der die Schweiz zweimal hintereinander ins Endspiel geführt hatte. Wie sich der personelle Umbruch im Trainerstab auswirkt, ist eine spannende Frage.
Schweden – die Tre Kronor mit NHL-Verstärkung
Bronze 2025 war ein achtbarer Erfolg, doch die schwedische Auswahl hat klar mehr im Visier. In der Schweiz greifen prominente NHL-Profis ein: Die Abwehrspieler Mattias Ekholm (Edmonton Oilers) und Oliver Ekman-Larsson (Toronto Maple Leafs) sowie die Stürmer Anton Frondell (Chicago Blackhawks) und Lucas Raymond (Detroit Red Wings) verstärken das Team.
Spannend zudem: Das 18-jährige Spielmacher-Talent Viggo Björk möchte sich für den NHL Draft 2026 in Stellung bringen – Beobachter handeln ihn bereits als Top-10-Pick. Schweden bringt damit eine seltene Mischung aus Erfahrung und nordischer Frische auf das Eis.
Finnland – die defensive Eishockey-Schule
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 holten die Finnen Bronze und untermauerten damit erneut ihre Stellung als Dauer-Anwärter auf Edelmetall.
In der Schweiz baut der Trainerstab traditionell auf eine erstklassige Defensiv-Organisation, ergänzt durch namhafte NHL-Akteure wie Aleksander Barkov, Anton Lundell (beide Florida Panthers) und Teuvo Teravainen (Chicago Blackhawks). Barkov dürfte nach einem Kreuzbandriss sein Saison-Comeback in der Schweiz feiern.
Als Mitfavorit muss man die Suomi-Auswahl in jedem Fall auf der Rechnung haben – nicht zuletzt, weil das Team Deutschland direkt zum WM-Auftakt fordert.
Eishockey-WM-Favoriten: Unsere Siegerquoten
DEB-Team bei der Eishockey-WM 2026: Wie stehen die deutschen Chancen?
Eine echte Favoritenrolle wird der deutschen Mannschaft im Vorfeld nicht zugesprochen – dafür sind die Absagen der Top-Stars zu schwerwiegend. Mit Leon Draisaitl, Tim Stützle, JJ Peterka und Lukas Reichel fehlen gleich vier NHL-Profis aus der Offensive. Lediglich Moritz Seider, Philipp Grubauer und Joshua Samanski reisen aus der besten Liga der Welt an. Die Buchmacher beziffern die deutschen Titelchancen mit einer Wahrscheinlichkeit im einstelligen Prozentbereich – Deutschland gilt damit eher als Geheimfavorit denn als ernsthafter Goldanwärter.
Das realistische Ziel von Bundestrainer Harold Kreis bleibt der Einzug ins Viertelfinale. Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2025 und dem Olympia-Debakel gegen die Slowakei (2:6) wäre die Rückkehr in die K.-o.-Runde bereits als Achtungserfolg zu werten. Dass die Mannschaft trotz Personalsorgen für eine Überraschung gut sein kann, bewies sie 2023 mit dem unerwarteten Finaleinzug eindrucksvoll.
Eishockey-WM 2026: Die Gruppenfavoriten – wer zieht ins Viertelfinale ein?
Bei der WM treten 16 Nationen in zwei Achterstaffeln gegeneinander an. Die jeweils vier besten Teams jeder Gruppe ziehen ins Viertelfinale ein, die Gruppenletzten steigen ab. In beiden Pools zeichnen sich vor Turnierbeginn klare Kräfteverhältnisse ab – und ein interessantes Rennen um den letzten verfügbaren Viertelfinalplatz.
Gruppe A: USA, Schweiz und Finnland im Dreikampf an der Spitze
In Gruppe A in Zürich kristallisiert sich vorab ein Trio heraus, das die ersten Plätze unter sich ausmachen dürfte: Titelverteidiger USA, Gastgeber Schweiz und Bronzemedaillengewinner Finnland. Das Vorrunden-Highlight steigt direkt am Eröffnungstag: Am 15. Mai um 20:20 Uhr kommt es in Zürich zum Final-Rematch der WM 2025 zwischen den Eidgenossen und der US-Auswahl. Den nächsten Top-Schlager liefert das Duell Finnland gegen USA am 18. Mai, ehe sich Schweiz und Finnland am letzten Vorrundentag (26. Mai) im direkten Vergleich messen.
Um den vierten Viertelfinal-Platz deutet sich derweil ein Zweikampf zwischen Deutschland und Lettland an. Schon das frühe Duell beider Teams am 17. Mai könnte richtungsweisende Bedeutung entwickeln. Im hinteren Tabellenkeller zeichnet sich ein Dreikampf zwischen Österreich, Ungarn und Großbritannien um den Klassenerhalt ab.
Unsere Eishockey-WM-Quoten: Wer gewinnt die Gruppe A?
Quotenänderungen vorbehalten
Gruppe B: Kanada und Schweden als klare Gruppenfavoriten
In der BCF-Arena in Fribourg gehen Rekordweltmeister Kanada und Bronze-Anwärter Schweden als die zwei klaren Gruppenfavoriten ins Rennen. Direkt zum Auftakt am 15. Mai um 16:20 Uhr kommt es zum großen Knaller zwischen den beiden Schwergewichten – ein erstes Statement-Spiel mit Signalwirkung für den weiteren Turnierverlauf. Ein weiteres Spitzenduell wartet am 26. Mai zum Vorrundenabschluss, wenn Kanada auf Tschechien trifft.
Hinter den beiden Top-Teams sind auch Tschechien und die Slowakei klare Anwärter auf das Viertelfinal-Ticket. Dänemark sollte allerdings keinesfalls unterschätzt werden, schließlich entwarfen die Skandinavier 2025 gegen Kanada ein spektakuläres Viertelfinal-Drama und schickten die Ahornblätter aus dem Turnier. Im Abstiegskampf zeichnet sich ein offenes Rennen zwischen Norwegen, Slowenien und Aufsteiger Italien ab.
Unsere Eishockey-WM-Quoten: Wer gewinnt die Gruppe B?
Quotenänderungen vorbehalten
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