Fußball heute: Bei Borussia Dortmund schien das Sturmzentrum längst geordnet – Serhou Guirassy als Fixpunkt, Fabio Silva als Hoffnungsträger dahinter. Doch nun bringt ein Name die Personalplanung durcheinander: Nicolò Tresoldi, das wohl heißeste deutsche Angreifer-Talent seines Jahrgangs.
BVB und Tresoldi: Einigung mit dem Spieler, aber noch kein Deal
Wie DerWesten unter Berufung auf italienische Berichte schreibt, soll zwischen Borussia Dortmund und dem Umfeld des 21-Jährigen bereits Einvernehmen herrschen. Der in Cagliari geborene Angreifer mit italienischen und argentinischen Wurzeln, der einst die Akademie von Hannover 96 durchlief, steht beim FC Brügge unter Vertrag – und dort liegt die eigentliche Hürde.
Denn mit dem belgischen Klub müssten sich die Westfalen erst noch verständigen. Laut dem Corriere dello Sport ist Tresoldi in Brügge bis 2029 gebunden, und ein Vorstoß der Dortmunder hängt eng an der Zukunft von Guirassy: Erst wenn der 30-Jährige den Verein verlässt, dürfte der BVB ernst machen.
Tresoldi weckt DFB-Fantasie – Konkurrenz aus Rom und Madrid lauert
Dass Dortmund überhaupt in diese Richtung denkt, hätte Signalwirkung. Statt eines simplen Ersatzmanns holten die Schwarz-Gelben ein Zukunftsprofil von echtem Format. In Belgien schlug Tresoldi voll ein: 23 Treffer und neun Vorlagen in 58 Pflichtspielen machten ganz Europa auf ihn aufmerksam. Für die deutsche U21 traf er im März per Doppelpack gegen Nordirland – Trainer Antonio Di Salvo lobte anschließend dessen Torgespür.
Kein reiner Strafraumstürmer alter Schule, sondern ein moderner Neuner mit Wucht, cleveren Laufwegen und kaltem Abschluss: Genau dieses Profil ruft die Topklubs auf den Plan. Neben dem BVB gilt vor allem die AS Rom als heißer Interessent, dazu wird Atlético Madrid gehandelt. Brisant: Berichten zufolge räumt Tresoldi den Römern sogar Priorität ein.
Ganz in der Pole Position wäre Dortmund also nicht. Immerhin: Ein erstes Rom-Angebot über rund 25 Millionen Euro soll Brügge dem Corriere dello Sport zufolge bereits abgeschmettert haben – und die Roma müsste vor einer neuen Offerte erst selbst Verkäufe realisieren. Diese Hängepartie könnte dem BVB in die Karten spielen.
Ein Transfer zwischen Reiz und Risiko für den BVB
Sportlich birgt der Deal Chancen und Fallstricke zugleich. Ein junger DFB-Stürmer würde dem Kader frische Dynamik verleihen, vor allem mit Blick auf die kommenden Jahre. Doch ein Talent dieses Kalibers braucht Spielzeit – und die wäre hinter Guirassy und Silva keineswegs garantiert. Zu teuer dürfte er obendrein nicht werden.
Trotzdem passt das Paket ins Dortmunder Beuteschema: ein deutscher U21-Angreifer mit internationaler Strahlkraft, Champions-League-Erfahrung und klarer Entwicklungsperspektive. Sportchef Lars Ricken hat gezielte Verstärkungen bereits angekündigt – nicht für den schnellen Applaus, sondern mit echtem Mehrwert. Tresoldi selbst gab sich gegenüber der Sport Bild gelassen: „Was meine Zukunft betrifft, bin ich ganz entspannt.“
Noch bleibt das Ganze ein Gerücht mit Substanz. Erst wenn Dortmund mit Brügge über die Ablöse verhandelt und der Angreifer klare Prioritäten setzt, wird aus dem Vorstoß ein echter Knall. Fest steht: Die vermeintlich beruhigte Stürmerfrage beim BVB ist plötzlich wieder ganz weit offen.
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