Was für ein Herzschlagfinale im Achtelfinale! Argentinien lag gegen tapfere Ägypter schon mit 0:2 hinten – und drehte die Partie in einer irren Schlussphase noch zum 3:2. Enzo Fernandez erlöste die Albiceleste erst in der Nachspielzeit. Der amtierende Weltmeister marschiert weiter, doch der Underdog war der Sensation zum Greifen nah.
WM Ergebnisse: Ägypten schockt den Weltmeister früh
Lange sah alles nach einem historischen Coup der Nordafrikaner aus. Yasser Ibrahim köpfte die Pharaonen nach einer kurz ausgeführten Ecke bereits in der 15. Minute in Führung. Kurz darauf hätte Lionel Messi ausgleichen können, scheiterte mit seinem Foulelfmeter aber am glänzenden Keeper Mostafa Shoubeir (21.).
Es sollte nicht die letzte Glanztat des Schlussmanns bleiben. Immer wieder rettete Shoubeir gegen Julian Alvarez, Alexis Mac Allister und einen bis dahin gebrauchten Messi. Nach einem lupenreinen Konter über Haissem Hassan und Mohamed Salah schob Mostafa Ziko sogar zum 0:2 aus argentinischer Sicht ein (67.) – der Titelverteidiger taumelte.
WM Ergebnisse: Messi reißt Argentinien aus dem Schlaf
Doch wenn bei der Albiceleste nichts mehr geht, dann geht Messi. Der Superstar leitete die Wende höchstpersönlich ein: Erst zirkelte er eine mustergültige Hereingabe auf den Kopf von Cristian Romero, der zum Anschluss traf (79.). Nur fünf Minuten später vollstreckte der Altmeister nach einer Ablage von Gonzalo Montiel selbst zum 2:2 (84.).
Der Rekordtorschütze, zuvor über weite Strecken glücklos, drückte der Partie in der Schlussphase seinen Stempel auf. Plötzlich war der Coup der Ägypter dahin – und die geballte Klasse der Südamerikaner brach sich Bahn. Aber reicht ein Punkt der Albiceleste? Nein, es kam noch dramatischer.
WM Ergebnisse: Enzo Fernandez krönt die Aufholjagd
In der zweiten Minute der Nachspielzeit schlug das Herz aller Argentinien-Fans bis zum Hals. Julian Alvarez eroberte auf der Linksverteidigerposition das Leder und schlug einen weiten Diagonalball auf Lautaro Martinez. Dessen butterweiche Flanke fand Enzo Fernandez, der gegen die Laufrichtung des chancenlosen Shoubeir zum 3:2 einnickte.
Ein Genickbruch für die Pharaonen, die sich anschließend zu Recht über eine mögliche Halte-Aktion vor dem Gegenstoß beschwerten – überprüft wurde die Szene nicht. Am Rande eskalierten die Emotionen, ein ägyptischer Betreuer sah die Rote Karte. So zieht der amtierende Weltmeister mit viel Dusel ins Viertelfinale ein, während der mutige Außenseiter bitter am eigenen Traum zerbricht. Hätte Ägypten diese Sensation verdient gehabt?
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