Fußball heute: Drei Wochen vor dem Zweitliga-Auftakt herrscht bei Hannover 96 dicke Luft. Trainer Christian Titz wünscht sich gleich ein halbes Dutzend neuer Profis – doch Sportchef Jonas Boldt stellt sich quer und greift dabei zu einem bemerkenswerten Vergleich.
Hannover 96: Titz will neue Spieler – Boldt hält dagegen
Auslöser der Debatte ist ein Satz, den Titz nach dem 2:1-Testerfolg gegen den VfL Osnabrück fallen ließ. „Da würde ich kein Geheimnis draus machen. Wir wissen alle, dass wir noch vier, fünf, sechs Spieler benötigen“, wird der 55-Jährige von Transfermarkt zitiert. Schon zum Trainingsauftakt hatte der Coach offen über Lücken im Aufgebot gesprochen.
Sein neuer Vorgesetzter mag da nicht mitgehen. „Nur Spieler zu verpflichten, ist nicht des Rätsels Lösung. Wir wollen es planvoll angehen. Es ist ja kein PlayStation-Spiel, wo man unendlich Geld hat oder einen Cheatcode“, entgegnete Boldt in der Bild, die bei den Niedersachsen längst ein „Transfer-Knistern“ ausgemacht hat.
Kader von Hannover 96 soll schrumpfen: Boldts klare Rechnung
Boldt, der den Posten des Geschäftsführers Sport Anfang Juni übernommen hat, will das Aufgebot verkleinern statt aufblähen. Im Trainingslager in Iserlohn stehen aktuell 33 Profis auf dem Platz, darunter vier Torhüter. Künftig sollen es 20 Feldspieler plus drei Keeper sein, ergänzt durch Talente aus dem eigenen Nachwuchs. „Es können nur elf plus fünf Spieler spielen“, rechnete der 44-Jährige vor.
Ehe frisches Personal kommt, müssen demnach zunächst Spieler gehen. Rund 4,6 Millionen Euro flossen bislang in Zugänge wie Torhüter Pascal Loretz, Abwehrspieler Jean Hugonet sowie die Talente Taycan Etcibasi und Yunus Ünal – die Verkäufe spülten im Gegenzug etwa 4,25 Millionen in die Kasse. Zugleich verlor der Klub mit Enzo Leopold sowie den Leih-Rückkehrern Noel Aseko, Maik Nawrocki und Nahuel Noll vier Stammkräfte.
Yokota-Poker: Erste Bewährungsprobe für Boldts Linie
Wie kompromisslos der frühere HSV-Sportvorstand seinen Kurs verfolgt, zeigt die Personalie Daisuke Yokota. Der Japaner drängt trotz der erst im Juni gezogenen Kaufoption auf einen Abschied. Die Bild berichtet zudem von einer Offerte des SC Paderborn über zwei Millionen Euro, die Hannover umgehend abgelehnt haben soll. Demnach verlangen die Roten mindestens 3,5 Millionen Euro – mit Boni könnte die Summe auf bis zu fünf Millionen steigen.
Rückendeckung erhält Titz dennoch – verbunden mit einem klaren Auftrag. „Christian ist ein Trainer, der sich auch als Entwickler und Bessermacher sieht. Das gilt es, auch in dieser Saison wieder zu beweisen“, betonte Boldt, der weitere Zugänge nicht ausschließt: „Wir lassen uns nicht treiben.“ Die operative Kaderplanung verantwortet derweil Sportdirektor Ralf Becker.
Viel Zeit bleibt nicht: Am 9. August eröffnen die Roten die neue Zweitliga-Saison bei Aufsteiger Energie Cottbus. Die Vorsaison endete bitter – ein 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg am letzten Spieltag kostete das Team den Relegationsrang, übrig blieb Platz vier.
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2. Bundesliga: Tipps & Quoten
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07.08.2026, 20:30 Uhr - Vonovia Ruhrstadion1. FC Heidenheim - VfL Osnabrück
08.08.2026, 13:30 Uhr - Voith-Arena1. FC Magdeburg - Eintracht Braunschweig
08.08.2026, 13:30 Uhr - Avnet-Arena1. FC Nürnberg - Dynamo Dresden
08.08.2026, 13:30 Uhr - Max-Morlock-StadionEnergie Cottbus - Hannover 96
08.08.2026, 13:30 Uhr - LEAG Energie StadionFC St. Pauli - Greuther Fürth
08.08.2026, 13:30 Uhr - Millerntor-StadionKarlsruher SC - Arminia Bielefeld
02.07.2026, 13:30 Uhr - BBBank WildparkSV Darmstadt 98 - Holstein Kiel
02.07.2026, 13:30 Uhr - Merck-Stadion am BöllenfalltorVfL Wolfsburg - 1. FC Kaiserslautern
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