Fußball heute: Breel Embolo findet nach dem bitteren WM-Aus der Schweiz endlich Worte. Der Stürmer, der beim Viertelfinal-K.o. gegen Argentinien eine tragische Hauptrolle spielte, hatte lange geschwiegen. Nun meldet er sich mit einer emotionalen Botschaft an die Fans. Was treibt den 29-Jährigen um?
Schweiz: Embolo meldet sich nach dem WM-Aus zurück
Die Verarbeitung fiel dem Angreifer sichtlich schwer. „Es hat einige Zeit gedauert, bis ich diese Niederlage wirklich verarbeitet habe. Es gibt immer noch keine Worte, um die Enttäuschung zu beschreiben, die ich empfinde“, schrieb Embolo am Montagabend auf Instagram.
Nach dem Turnier hatte sich der Ex-Gladbacher zunächst in Schweigen gehüllt. Umso emotionaler fiel nun seine erste öffentliche Wortmeldung aus – ein Zeichen dafür, wie tief der Frust bei der Nati-Ikone noch immer sitzt.
Tragische Rolle von Embolo im WM-Viertelfinale
Der Grund für seinen Schmerz liegt in einer folgenschweren Szene. Beim Zwischenstand von 1:1 täuschte Embolo im Viertelfinale ein Vergehen vor, sah dafür die zweite Gelbe Karte und wurde in der 72. Minute des Feldes verwiesen. Dezimiert zog die Nati am Ende mit 1:3 nach Verlängerung den Kürzeren.
Trotz allem richtete der Stürmer nun bewegende Worte an die Anhänger. „Ich hoffe von ganzem Herzen, dass wir euch während dieser Weltmeisterschaft stolz gemacht haben“, schrieb er und versicherte, man habe alles für das Trikot, das Land und die Fans gegeben.
Embolo verspricht die Rückkehr
Der Angreifer bedankte sich zudem für den Rückhalt aus der Heimat, der ihm und dem Team mehr bedeutet habe, als man sich vorstellen könne. Statt im Schmerz zu verharren, wählte Embolo einen kämpferischen Ton und blickte entschlossen nach vorne.
„Diese Niederlage tut weh, aber sie wird uns nicht definieren. Die Schweiz verdient große Momente, und wir werden weiter kämpfen, um sie euch zu bescheren“, so der 29-Jährige. Sein Versprechen: Man werde stärker zurückkehren.
Für zusätzlichen Zündstoff hatten die Begleitumstände des Feldverweises gesorgt. Laut Sport1 hatte Schiedsrichter Joao Pinheiro anfangs auf ein Vergehen von Leandro Paredes getippt und dem Argentinier Gelb gezeigt – bis ihn ein Hinweis vor den Monitor rief. Die Aufnahmen offenbarten: Von einem Kontakt konnte keine Rede sein, Embolo warf sich vielmehr theatralisch zu Boden. Der Referee drehte seine Entscheidung daraufhin um. Möglich machte das die neue Bestimmung zur „Spielerverwechslung“, bei der kurz vor Turnierstart betont wurde, dass sie sich nicht nur auf das eigene Team, sondern ebenso auf Gegenspieler erstreckt. Hält Embolo sein kämpferisches Versprechen an die Fans?