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Frankreich nach WM-Aus: Dignes Patzer und der brutale Netz-Shitstorm

Frankreich-Fans

WM heute: Lucas Digne verlässt das WM-Halbfinale als tragische Figur – dabei trägt der Franzose die Schuld am 0:2 gegen Spanien keineswegs allein. Ein folgenschwerer Patzer wird dem Linksverteidiger dennoch nachhängen. Und in den sozialen Medien schlägt die Stimmung binnen Stunden komplett um. Wie konnte es so weit kommen?

Frankreich vs. Spanien: Dignes folgenschwerer Patzer gegen Spanien

Eigentlich hatte der 32-Jährige alle Zeit der Welt. Bei der Hereingabe von Marc Cucurella hatte der Ball sein Ziel längst verfehlt und sprang vor Digne auf – eine simple Situation, wie Sport1 schildert.

Doch statt sofort zu klären, entschied sich der Linksverteidiger für eine Annahme. Grundsätzlich kein Fehler – wäre der erste Kontakt per Kopf nicht misslungen. Digne drehte sich einmal um die eigene Achse, um die Kugel doch noch wegzuschlagen. Genau darauf hatte der erst 19-jährige Lamine Yamal gelauert: Blitzschnell warf sich der Flügelspieler nach vorne, berührte den Ball mit der Schulter und holte so den folgenschweren Kontakt heraus.

WM 2026: Nicht nur Digne enttäuscht bei Les Bleus

Fair betrachtet war der Verteidiger längst nicht der einzige Schwachpunkt. Die französische Sportzeitung L’Équipe zückte auch für die Offensivstars Michael Olise und Ousmane Dembélé jeweils nur zwei von zehn möglichen Punkten, Kylian Mbappé erhielt magere drei. Ein kollektives Versagen im Angriff.

Und dennoch: In Erinnerung bleiben wird vor allem Digne. „Er ist nicht allein für das Ausscheiden gegen Spanien verantwortlich, aber er hat versagt – mehr als die anderen“, urteilte die L’Équipe in ihrer Analyse. Ein hartes, aber vielsagendes Fazit.

Frankreich: Ausgerechnet die Problemposition wird zum Verhängnis

Bezeichnend ist, dass die Linksverteidiger-Position zum Knackpunkt wurde – vielerorts gilt sie als einzige Stelle im französischen Starensemble ohne Weltklasse-Format. Bei den Turnieren 2018 und 2022 stand Digne noch gar nicht im Kader, auch diesmal begann Theo Hernández zum Auftakt gegen Senegal.

Doch Digne lief ihm den Rang ab und stand in allen K.o.-Partien in der Startelf. „Auf einer Position, bei der seit der Ankunft in den USA viele Fragen aufkamen, war er mehr Lösung als Problem“, bilanzierte Sport1 mit Verweis auf die Analyse. Gegen Schweden, Paraguay und Marokko lieferte er – nur beim 0:2 gegen Spanien nicht. In jedem seiner vier Startelf-Einsätze hatten Les Bleus zuvor zu null gespielt.

Wie schnell sich das Blatt wendet, zeigt nun das Netz. Noch in diesem Sommer soll Digne zu Paris St. Germain wechseln – die Pariser sollen für unter zehn Millionen Euro eine Ausstiegsklausel bei Aston Villa gezogen haben. Doch unter seinen Beiträgen sammeln sich plötzlich Hasskommentare, die den verursachten Elfmeter aufgreifen. „Storniert den Transfer“, schreibt einer. Scrollt man weiter, finden sich nur Stunden zuvor die gegenteiligen Botschaften – Fans, die sich auf die Rückkehr des 63-maligen Nationalspielers freuten. Kann Digne diesen bitteren Moment hinter sich lassen?

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