Fußball heute: Bei Borussia Mönchengladbach war zuletzt für Aufsehen gesorgt: Angeblich sollte Newcastle United ein 12-Millionen-Euro-Angebot für Stamm-Torhüter Moritz Nicolas (28) hinterlegt haben. Doch wie Sky Sport jetzt exklusiv aufklärt, entspricht das nicht der Wahrheit. Bei den Fohlen ist bislang gar keine Offerte aus England eingetrudelt. Trotzdem gibt es eine interessante Vertragskonstellation, die den Torhüter langfristig verkaufsreif macht.
Sky-Aufklärung: Kein Angebot aus England
Wie das Portal Sky berichtet, ist bei Borussia Mönchengladbach bislang kein konkretes Newcastle-Angebot eingegangen. Vorherige Medienberichte über eine 12-Millionen-Euro-Offerte der Magpies entsprechen damit nicht der Realität. Damit steht Nicolas aktuell nicht unmittelbar vor einem Sommer-Wechsel.
Für die Fohlen ist die Klarstellung wichtig. Nicolas war in der vergangenen Saison eine der wichtigsten Stützen des Teams und würde in der schwierigen Umbruchphase kaum kurzfristig zu ersetzen sein. Manager Rouven Schröder hat mit dem Trainerteam-Umbruch schon genug Baustellen – ein Torhüter-Verlust käme zur Unzeit.
Vertragskonstellation: Klausel abgelaufen
Interessant ist allerdings die Vertragskonstellation. Wie Sky ausführt, läuft Nicolas‘ Vertrag bei den Fohlen noch bis 2029. Allerdings ist eine im Arbeitspapier für diesen Sommer verankerte Klausel bereits abgelaufen.
Das bedeutet: Eine mögliche Ablösesumme wäre in diesem Sommer frei verhandelbar. Damit hat Gladbach im Gegensatz zu vielen anderen Personalien in dieser Situation eine gute Verhandlungs-Position. Sollte ein Interessent doch noch eine ernsthafte Offerte hinterlegen, könnten die Fohlen die Höhe der Ablöse selbst festlegen.
Nicolas als 37-Spiele-Stütze
Sportlich hat sich Nicolas in der vergangenen Saison als absoluter Leistungsträger etabliert. Wie Sky dokumentiert, absolvierte der 28-Jährige alle 37 Pflichtspiele der Borussia und stand jeweils über die volle Distanz auf dem Platz.
Konkret kassierte Nicolas dabei 58 Gegentore und blieb 13-mal ohne Gegentreffer. Damit war der Keeper einer der Schlüssel-Baustein für den Klassenerhalt der Fohlen. Sein Beitrag zum Gladbacher Bundesliga-Aufenthalt kann kaum hoch genug bewertet werden.
Bundesliga-Rekord bei Paraden
Besonders sticht ein spezifischer Statistik-Wert heraus. Wie Sky berichtet, hat Nicolas in der abgelaufenen Bundesliga-Saison die meisten Schüsse aller Torhüter der höchsten deutschen Spielklasse abgewehrt. Damit steht der 28-Jährige an der Spitze aller Bundesliga-Keeper – trotz der Gladbacher Krisensaison.
Dieser Wert zeigt: Nicolas ist ein Reflex-Star mit außergewöhnlicher Reaktion. Trotz der Gladbach-Schwäche defensiv hielt er das Team über weite Strecken im Rennen. Solche Werte fallen auch bei Premier-League-Klubs auf – auch wenn aktuell noch kein Angebot vorliegt.
Fohlen-Strategie: Ruhe bewahren
Aus Fohlen-Sicht ist die aktuelle Ruhe strategisch wichtig. Wie Sky einordnet, hat Gladbach mit den vielen Baustellen (neuer Trainerstab, Kader-Umbruch) genug zu tun. Sollten die Bosse tatsächlich einen Nicolas-Verkauf in Erwägung ziehen, müsste die Position adäquat neu besetzt werden.
Klar ist: Bei einer freien Verhandelbarkeit der Ablöse und einer Vertragslaufzeit bis 2029 hat Manager Schröder alle Trümpfe in der Hand. Sollte Newcastle oder ein anderer Klub tatsächlich ernsthaft anklopfen, würde Gladbach eine hohe Ablöse aufrufen – und den möglichen Verkauf strategisch nutzen. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob es tatsächlich zu einem Wechsel-Poker kommt.
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