WM heute: Erst Tragik, dann grenzenloser Jubel – Manuel Akanji hat im WM-Achtelfinale gegen Kolumbien seinen Elfmeter verschossen – und darf mit der Schweiz dennoch jubeln. Die Nati zog nach einem dramatischen Elfmeterschießen ins Viertelfinale ein. Für den Verteidiger ein Wechselbad der Gefühle, das eine bittere Serie fortsetzt.
Schweiz bei der WM: Akanji-Fehlschuss und ein historischer Coup
Es ist ein Einzug für die Geschichtsbücher. Erstmals seit 1954 steht die Schweiz wieder im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft, wie kicker.de festhält. Möglich machten es Torhüter Gregor Kobel und die eiskalten Schützen – allen voran Rubén Vargas, der den entscheidenden Elfmeter zum 4:3 verwandelte.
Nur einer haderte mitten im Freudentaumel: Akanji. Als dritter Schütze jagte der Inter-Profi den Ball über die Latte – bereits sein dritter verschossener Elfmeter in Folge bei einem großen Turnier. Zweimal, 2021 gegen Spanien und 2024 gegen England, hatte das die Schweiz jeweils das Viertelfinale gekostet.
Akanjis schonungslose Beichte: „Das war eine Katastrophe“
Nach der Partie ging der Verteidiger hart mit sich ins Gericht. „Ich habe Muri gesagt, dass das der letzte Elfmeter war, den ich geschossen habe. Das war eine Katastrophe“, gestand Akanji im Schweizer Fernsehen, wie n-tv.de berichtet. Ein erneutes Antreten vom Punkt schloss er damit kategorisch aus.
Den Grund für den Fehlschuss lieferte er gleich mit. Im letzten Moment habe er sich umentschieden, weil der Keeper zuvor zweimal nach links gesprungen war. Dann zögerte Akanji, rutschte leicht weg – „und dann ging der Ball vier Meter übers Tor“. Umso größer war die Erleichterung über das Weiterkommen: „Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft, wie sie reagiert hat.“
Schweiz gegen Argentinien: Riesenhürde im Viertelfinale
Trainer Murat Yakin konnte sein Glück kaum fassen. „Etwas Schöneres kann man als Trainer nicht erfüllen. Wir stehen hier mit einem historischen Moment“, schwärmte der Coach. Der Lohn ist allerdings ein echter Brocken.
Im Viertelfinale wartet am Sonntag Titelverteidiger Argentinien um Superstar Lionel Messi – eine gewaltige Aufgabe. Akanji aber träumt bereits vom ganz großen Wurf: „Ich glaube, es ist noch zu früh, vom WM-Titel zu reden. Aber er ist nicht weit weg.“ Man wolle den Titel holen, wisse aber um die schwierigen Hürden. Bei einem erneuten Elfmeterschießen dürfte der Verteidiger diesmal allerdings nicht mehr antreten. Wie weit trägt die Nati ihr Märchen noch?
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WM 2026: Tipps & Quoten
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