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Was der DFB-Elf laut Cacau dringend fehlt – und wer es zurückbringt

Deutschland-Fans

DFB-News zur WM heute: Ex-Nationalspieler Cacau sieht Erfolgscoach Jürgen Klopp als richtigen Nachfolger für den bei der WM gescheiterten Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann. «Das wäre eine logische Konsequenz», sagte der 45-jährige Cacau der Deutschen Presse-Agentur in der brasilianischen Hauptstadt Brasília. Klopp habe sein Können als Trainer bewiesen und sei jemand, «der schon Erfahrung hat, der souverän ist, der alles gewonnen hat». Klopp ist derzeit noch Head of Global Soccer bei Red Bull.

Cacau: Klopp kann Leidenschaft in die Mannschaft bringen

Er fände es gut, wenn Klopp vom Deutschen Fußball-Bund auf den Posten des Bundestrainers angesprochen werde und ein mögliches Angebot annehme, sagte Cacau. «Dann würde er diese Leidenschaft wieder reinbringen, was Deutschland dringend auch wieder braucht. Er würde eine Mannschaft aus den Jungs formen», sagte der Deutsch-Brasilianer zu den Konsequenzen aus dem peinlichen Aus der DFB-Elf gegen Paraguay am Montag.

Der in der Nähe der brasilianischen Wirtschaftsmetropole São Paulo geborene Cacau begleitet Außenminister Johann Wadephul (CDU) als Sportbotschafter durch die südamerikanischen Länder Paraguay, Argentinien und zuletzt in seine Heimat Brasilien. Cacau hat von 2009 bis 2012 in 23 Länderspielen sechs Tore für die DFB-Auswahl erzielt. Als Integrationsbotschafter hatte er im Anschluss zwischenzeitlich auch für den DFB gearbeitet.

Cacau: Mannschaft muss wieder zusammengeführt werden

Die deutsche Mannschaft müsse wieder aufgebaut und den jungen Spielern müsse wieder Selbstvertrauen gegeben werden, sagte Cacau. Die Spieler hätten in ihren Mannschaften gezeigt, dass sie Leistung bringen könnten. «Es geht darum, sie dann auch wieder zusammenzuführen.» Cacau erwartet nach der WM-Pleite Änderungen im Kader: «Jüngere neue Spieler werden wieder dazu eingeladen, ältere werden wahrscheinlich dann auch ausscheiden.» Für diesen Neuanfang sei Klopp der Richtige.

Die Mannschaft könne mehr, als sie bei der WM gezeigt habe, sagte Cacau. «Der Trainer muss da die Verantwortung übernehmen», sagte er mit Blick auf Nagelsmann. Dieser habe in vielen Situationen nicht souverän gewirkt, falsche Entscheidungen getroffen etwa bei den Positionen der Spieler und «bei Einwechslungen, die am Ende nicht das gebracht haben, was man erhofft hat». Schon vor dem Turnier habe Nagelsmann der Mannschaft nicht das Gefühl gegeben, dass er ihr vertraue und mit vielen Aussagen für Unruhe gesorgt.

Er selbst stehe für eine operative Rolle im DFB nicht zur Verfügung, sagte er mit einem Augenzwinkern. Seine Arbeit als Sportbotschafter wolle er aber fortsetzen. Es sei für ihn eine besondere Ehre, dabei mitzuwirken, den Fußball als Brückenbauer auch nach Brasilien zu nutzen und «dort Türen zu öffnen und Aufmerksamkeit für andere wichtige Themen» zu erzeugen.

(dpa)

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